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Farein
Fasan
Fasan
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gewisser Speisen gebrauchet wird- Die Teut-schen Koche nennen es ein Gehack-
ist ein Gifft oder Verderbung desGeblüts der Pferde, weiches durch allerhandGeschwüre ausbricht.
Farin, stehe Zucker.
Farr, Farr-Ochse, siehe Brummer.
Farren Araut, ist ein Gewächse, so in Wal-dern an schattichtenOerter» anzutreffen/ hatfleckige und eingekerbte Matter, eine sasigebraune Wurtzel und ist bittern Geschmackes.Von dieser Wurtzel, mit der man sonst, wieauch mir dem Säamen mancherley Aberglau-ben treibet, schreibet Hieronymus 2Zock inseinem tterbsrio, daß, wenn man sie durch-schneide, aus beyden von einander geschnitte-nen Theilen ein ausgebreiteter Voßel gleicheinem Adler mit zwey Köpffen im weissen Fel-de wahrzunehmen, weil durch die gantze Wur-zel kleine schwartze Aederiein in einer solchenLage zertheilet »eben ein sich befinden. Siedienet vornemlich «or Verstopfung, wird ge-braucht «er die Würmer, und hilft vor Miitz-und Mutter-Beschwerung.
Fasan, phasan, ist einer von denen schön-sten und wohlzestaltesten Vögeln, so seinerLeibes Grösse und Gestalt nach einem Capaungleichkommt, und mit unter das hoheFeder-Wildpret gehöret. Er hat einen dicken erha-benen und Horn-farbigen Schnabel, einenschönen Aschen-farbsn-n Kopff, und zwischenden Ohre» und dem Schnabel einen Schar-lach fmbenen mit schwartzen VZnctlein ver-setzten Flecks der gantze Hals zeiget einsunzemei» schone mit blau vermengte grüne,und wo der Hals die Brust berühret, eine ausschwartz, aelb und grün vermischte Farbe,durchweiche ein schwarzer Strich hinlavfft. DerRücken und die Flügel sind fast über und überRost Färb, auf sahlrvth ziehend. Die Brustist dem Halse an Farben gleich, aber etwasdunckeler; und der Schwank fast zwey Fußlang, in sechzehn braunschwarzen, grauen,und an denen Seiten Rost farbigen steifen Fe-dern bestehend, davon die mittleren nach Artder Elster-Schwa'ntze die längsten sind- DieFusse sind glatt und graulicht. Die Fasan-Henne ist nicht so schon als der Hahn, sondernvon Farben fast wie eine Wachtel, am Kopffund Hals bräunlicht, an der Brust aber mitgraulichten, rsthlichen Federn vermischet, hatbraune Flügel, und auch einen langenSchwan», doch nicht so groß als der Hahn.Es giebt auch weisse Fasanen, welche wegenihm Rarität sehr hoch gehalten werden;DieHüner davon sind gantz wei", die Hahnenaber hoben um den Hals etwas gespiegeltes,doch einer vor dcui andern mehr oder weniger.Die Fasanen verschlucken alle ihre Gease, undhalten sich auf denen Wiesen, Brüchen, Auenund Feld-Sträuchern von Weiden, auch imalten Grase, um sich darinne zu verbergen, gerne auf, wo sie die Weiften-Felder, Anger,Kohl-Gärten und Weinbergen, irem Wachol-der-Sträucher und Brvmbeere, mgleichm
Amsis-Hi-uffei! nahe zu ihrerNahrung haben.Sie lauffen viel schneller und hurtiger, alsdie gemeinen Huner, werden auch nicht leichtaufstehen, sie werden denn mit Gewalt jählingaufgetrieben, oder wenn das Gras feuchte ist,und sie aus ihrem Lager gerne weiter in eine»andern Stand wollten. Die Habichte, Hüner-Geyer und andere Raub-Vogel, desgleichendie Fuchse, Marder und wilde Katzen, Iltisseund Wiesel, thun ihnen erossen Schaden: ssstellen auch die Krahen und Elstern ihren Ey-ern sehr nach, und sausten sieaus. Sie sitzenzu Nacht, vor Furcht »er Raub-Thiere gerneaufdenBäumen, verrichten aber ihre Brütan der Erden. Sie sollen, wenn sie sich zuverbergen gedencken, den Schnabel nur ver-stecken ; ingleichei, wenn sie ihrer im Wasseransichtig werden, sollen sie ihre ichonen Farbenso sehr betrachten, daß sie ihrer selbst darbeygamz vergessen, so, daß sie in beyden Fallenleichte zu schießen sind. Man fanget sie ambeqvemi:en mit Schlingen und aufgestelltenNetzen, also, daß man entweder einen Rocküber den Kopff in die Höhe hält, und densel-ben starck schüttelt, damit sich der Fgsan, alsein ohnedem scheuer Vogel, davor fürchte,und auf diese Art ins Netze laufe; Oder derJäger bedecket sich mit einen, Tuch, woraufein Fasan gemahltt stehet, und zeiget sich al-so dem rechten und lebendigen Fassne, der ih-me hierauf getrost folget, bis er darüber insNetze Verfälle!: oder man gehet mit einem inRahmen eingespannten weissen Tuch, daraufiedoch ebenfalls ein Fasan geschildert iß, aufden Vogel los, der sich darüber entsetzt, undselbst ins Garn zurücke läufst. Man pfiegtsie auch mitFalcken und Habichten zu sangen.Zur anten Zucht und Vermehrung dieser an-genehmen Wael, unterhält man sie in beson-dern Fasan-Gärten, und erwählet darzulieberjunge, als alte Kasanen. Auf einen Hahnwerden höchstens vier Hennen gerechnet. SieHecken im Mertzen und April, und bringen ihreEyer, deren sie zchen, sunffzehen, bis zwan-zig in einem Zahr legen, ohngefehr in dreys-sig Tagen ans. Wiewohl man besser thunsoll, wenn man eine Mandel dieser Fasanen-Eyer einer gemeinen Brüt-Henne unterleget,weil dieselbe solche Eyer besser ausbrüten solle,als die Fasanen selbst; am besten aber geschie-het solches von Trut-Hünern, als deren na-türliche Wärme weit nachdrücklicher ist, alSder gemeinen einheimischen Hüner. Der klei-nen Fasan-Hünlem erste Fütterung bestehetin klein gehackten hart gesottenen Eyern undPetersilien, »der andern zarten Mayen-Kräu-tern; kommen sie in die Hvllunder-Blüthe,so nimmt man deren haihso viel, als der Pe-tersilien, und dis thut man die ersten vierzehnTage. Anders nehmen auchSchaaf-Garbe undjunge Brenn-Nesseui, iedes ss viel man mitdreyen Fingern fassen kan, hacken solche dar-unter, und geben ihnen also des Tages zwey-mahl ;u essen; Zwieback, oder harte Rindenvon Weitzen-Drvt gerieben, mit Milch ange-m<-chr, und unter die Ever gemischt, ist dasbeste Mler unstt «llen. Die jungen halb-
erwach-