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[1] (1764)
Entstehung
Seite
699-700
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Fallen Familie

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gsaossen,-hierauf demselben noch die Lungen-Hertz- und Spor-Ader geschlagen, so wirds wie-der gesund. Oder - man soll dem Pferde al-sobald die Hals-Ader schlagen/ und mit einemzersxalteuen Stecken das Blut aus den Na-sen-Löchern lassen, auch folgenden Trauck vormid nach der Aderlässe eingiessen: Nehmetvier Loth Meer-Rettig, zwey Loth Kürbis/zwey Loth Vizxr?-Iii , vi>er präparirten 8c,m.inonii, und zwey Loth der Wurkel vom Heil-kraut ; diese Stücke flösset zusammen, siedet siemit drittehalb Pfund Honig / davon nehmetiedes mahl einen Löffel voll / thut es in einQvartier Wasser, und ein Loth Oel darzu, undgiessetS ihm in den Hals. Oder: nehmetMeister-Wurkel und rothen Beyfuß, machetbeydes zu Pulver und blaset es dein Pferd,nach der Aderlasse, durch ein Röhrlein in dieNasenlöcher.

Fallen in ein ander Land, saget man vondenen Falcke», wenn sie sich in Verfolgungihres aufgestvssene» Raubs verirren und offt-mahls auf viel Meil-Wegeö weit von dem Ort,wo sie gewsrffen worden, hinweg fliegen.

Fall-Hütgen oder ZNuye, ist ein meist vonSammet oder auch Tuch und anderen Zeugderb ausgestopffter, am Kopffe aber fest anlie-gender Bund, welcher denen Kindern, die zulauffen anfangen, aufgesetzet wird, damit sei-dige, wenn sie fallen, nicht so leichte mit demKesichte aufschlagen können; bey der oberstenOessnung ist er über das Creuft mit breitenStreiffeu versehen, daß er desto fester auf demKopffe sitze, und nicht hinunter in das Gesichtrucken möge.

Fall-Sack, siehe Garn-Sack.

Fall-Thüre, Heisset man diejenige, welchedurch ein daran gehenckteS Gewichte zugezo-gen wird, daß, wenn solche aufaemachtund ausder Hand «elassen wird, von selbst sich wieder-um zuschlaget.

Faly, Psaly, oder, wie es auch von einigengenennet wird,'paly, ist bey dem Auer-Ge-flügel, Trappen und andern, hohen Feder-Wildeben dasjenige, was man beym rothen undschwarye» Wildpret die Brunffr nennet.Wenn die Auervahnen falyen oder in derFaly sind, so machen sie nach Mitternacht bisgegen den Tag ein Geschrey, welches fast kun-aet, als ob ein Grase-Mahder mit seinemWekstein mit doppelten Strichen gerade dieSense striche. In währende» solchen! Faltz-G> schrey hören mid sehen sie nichts, und gehengleich den Truthähnen mit abwärts gespreitz-ten Flügeln und srraubigten Federn auf denendicken Aesten der Bäume hin und wieder,welches letztere zwar auch die Trsppen in ih-rer Faly-Zeit thull/ aber dabey keinen Lautvon sich geben.

Familie, bedeutet entweder alle diejenigenLeute, die zu einem Geschlechte durch Bluts-Freundschafft oder Schwagerschaffr gehören,oder mir in einer Wirtschaffr, der Wirt,die Lhesrau-tind Kinder/ so bey «hin sind/»der

Fang

Farce

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auch die Bedienten und das Gesinde^diesem Verstände ist nun der Hau-ivirt da«Haupt der Familie, und muß also daqmögen und die Klugheit haben, eine Famili-zu ernähren und zu regiere». ZweyStucke aller derer, die wircklich vor sichim Nahmen anderer Wirtschafft treib-n !»«,-len. Mie viele und wo werden sie nun dazu an-geführet? wo sind Anstalten dazu vor geniej'ne und andere Leute, die nicht eben studire»wollen?

Fang, heisset bey der Jagerey ein GM,welcher einem wilden Thiere mit demHWfanger oder Fang-Eisen gegeben wird.

Fang, nennet man auch das von HM ge-machte Gebäude oder die höünrne Maschine,welche dergestalt eingerichtet ist, daß geMThiere sich selbsten darinnen fanaen muffen,Also hat man Aal-Fänge, Bären-Fange',Enten-Fänge, Fisch-Fänge, Hal-ichte-Mge, Lachs-Fänge?c.

Fang-Eisen, ist ein Schweins-Spieß, Nilwelchem man einen, wilden Schweine «uswJagd oder Schweins-Hak einen Fang -ugewpflegt. Dieses Fang - Eisen muß auf .interl-halb oder zwey Spannen zurücke einen Kne-bel haben, wie ein Creutz, damit das angckß-te Schwein, wenn es getroffen wird, veiternicht, als bis auf den Knebel, an den Mmdringen könne- Mit der lincken Hand ni»ßeS regiert, und von der rechten nachgedruck,die Fusse aber von dem Jäger also gesemwerden, daß der lincke Schenckel unter derlincken Hand, und der rechte unker der rech-ten Hand gantz fest, starck und unverrücMstehe, und das meiste Absehen auf des Schm-nes Kopssund seine Bewegung habe; so nickauch der Fang zwischen den Vorder - M-ten und dem Hals, gleich zum Hertzen zu ge-schehen.

Fangen, nennen die Jäger, wenn eillHund oder Wolff anderes Thier nieder-ziehet.

FancpStricklein, ist ein kleines Leinche»,die Hunde damit zu führe».

Färber-ZZaum, ist ein drey Ellen hoheiStauden-Gewächs, dessen Blätter dem Ter-penrin-Lanb sehr gleich kommen, hat ein gel-bes Hol?, so die Färber zum gelben Farbe»derer Tücher brauchen.

Färber, sind diejenigen Handwercker iBKunstler, welche leinen, wolle»,haarneiies und seidenes Garn, Zeug MTuch auf mancherley Art färben, und entwe-der Sehwartz- oder Schönfärber- End»«aber sind zu unsern Zeiten auch die Seide»-Färber insbesondere dazu kommen, s-le-he Leipziger Sammlungen die «ersten Swcke.

/v-n, heißt in der Küche kleinFleisch, welches gemeiniglich mir kleni MV- >'tenenNiercn-Slollen und i» Milchter und wieder ausgedrückter S »m^e!get, mit Salk, Gewürtz, abgerührten .

Morset vollends kleinMosseii/ »ndzu