Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
675-676
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«75 CselS-Hus Esplircette

Eftls-Huf, Heisset man an einem Pferd,wen» es einen hohen Huf und enge Fersenhat. Dergleichen Pferde pfleaen gemeiniglichzwanghufiz zu werden, oder den Huf-Zwangtu bekommen, denen dahero die Wände mitdem W'.rck-Messer weit ausgeschnitten werdenmüsse».

siehe Spalier.tAspan, siehe Auger.

,ff ein sehr nützliches Futter undW>vd'-nraur vor das Vieh/ welches zwarlängst bey uns emtzeU: und wild unrer denenS-rau yern und an Bergen nebst andermGrasegewachsen,nichtaberso, wienunmehr seit ohn-zefehr >oI«hren bekannt gewesen u. ordentlichzur Besördemna der Viehzucht vermittelst >ei-nes Sa menS angebauet worden. Daher wur-de es auch anfänglich denen Deutschen als einfeemoes Kraut unter dem Nahmen des Turcki-schen Klees,iiigleichen unter dem FrankojischenNahmen kil'älcerle als ein auf Wiesen nachzu-streuendes Gras-Kraut von denen, die mitdem Saamen einen Handel anfiengen, inverschiedenen kleinen Schrissten angepriesen,da doch den Nahmen des Türkischen Kleesein gang anderes Kraut hret. Andere habenes mit dem Spanischen Klee verwirret. DerSamen desselben siehet aus wie die sogenann-ten Vettel-Läuse und hat eine Hülse, in wei-cher ein Körnigen wie die Vogel Wicke ver-schlossen ist. Im Aufsehen siehet es aus alseine kleine Bohne, schießt endlich als eineWicke in die Hohe und trägt eine rörhlichteBlume und etw is lamUichte Blätterge», hateinen saffkigen Stengel, wenn es noch jungist welcher aber, wenn cs alt wird, harthal-niigt wird. Es wird, wie man den Saamenhoben kan im Früh-Iahr,nmIohannis, Ia-cobi, Michaelis, Martini, in die Erde, nach-dem solche genuasam klar und tiessgehacket wor-den, aesäet und wohl eingeeget. Ein iederschlechter, schieffnchter, steinigtet, rotherund aeringer Boden, ausser dem puren Sandist ihm gut. Es wächst aus und an Bergen undEbenen, und dienet geringe einhübigte Wie-sen fruchtbar und reich zu machen. Das er-ste Ichr laßt man selbiges ruhen. Und wennes seine Blüthe treibet, so laßt man selbigestehen, dämic man Saamen bekomme, denman nach Zacobi, wen» er bräuniicht wird,abßreiffet. Nach diesem kan man cs des Jahrsdrey bis viermahl abschneiden und solches indie 15 bis so Jahr cunnnuireii- Bey dem Ab-schneiden aber lässet min einige Stengel mitSaamen stehen, welcher ausfället und ihnalle Jahr dicker machet. Im Früh-Iahr aberkan man einem damit besäeten Flecken noch bes-ser helssen, wenn man Asche daraussiebt. Erdienetzu einem sortreflichen Futter vor Rind-Schaaf-Pferde-und Schweine-Vieh, auchvor Gänse, theis grün, theils als Heu. Nurmuß man, wenn man Heu daraus machen undes zum Wicken Futter brauchen will, dasselbe,wenn es in der Blüthe stehet, ehe es harthäl-migt wird, abhauen. In solchem Standetreibt es dicke Manns-lange Wurtzel", welche,

wenn es endlich abstir'oet, ausgehacket Min dem vor Winters umgeackerten Flecke !>»->>,bleiben, hernach untergepflüget werden, undden Boden so gut als ein anderer Buii-eriw.der dünaen. Einige haben, um auch däs erSeJahr,da man solches muß liegen laßen,den!?,«?zu nuizen, Gerße oder Haber mit unter gMAllein die Erfahrung hat gelehret, daß derSaame kaum die Helsste aufgegangen, indemdas Getraide denselben vertmnelt,alsod-,KnMselbigen das andere gantze Jahr nicht hauen k«nDaher ist es am besten solchen alleine zu An'Auch muß man keine Bäume darein setzen, in-dem dieselben nicht dariune fortkomme^iMgestalt kan man wüste und unfruchtbare !in-der, die kaum den Saamen wieder geben, undwo der Dünger nichts hilfst, iiigleichen sehr ge-ringe Wiesen zu fruchtbaren Futter-und Ä,>de-Flecken vermittelst dieses Krautes imche»,dadurch aber im Stande seyn,- auch an WenOrten, wo keine Auen und Wiesen sind, mehrVieh zu halten, folglich so wohl der Vieh-ZMals dem Ackerbau dadurch zu Hülffe km«,über dem aber die guten Wiesen vermietenddaö Gras verkaussen. Es ist bereits vieldimgeschrieben- Jedoch haben einige allzuvield«-von gerühmet-wie z. E. Feldeck in dein Ah-mischen und Oesterreichischen Haushalter,Mein besonderes kleines Track- so da« Manfangs zu Regenspurg heraus kam. Zn dl-neu BreßlauischenNatur-undKunßgeMt»findet man auch Nachricht davon, und machten Stück der Leipziger Sammlungen mo-conNmische» Sachen, sind davon veWe-dene neue Ai.-.nerckungen aus der Ersah«aemachet.

lSspe, siehe Aspe-

Eßig, ist die bekannte saure flüßige W«welche sowohl in den Küchen zuSpeisen,alsauch in der Ari?ney-KunstMlinnerlich als äusserlich vielfältig acwi»wird. Man macht ihn von Wein, Bierwwildem Obst; Er wird auch au? Gersten-»^Weiken-Maltz zubereitet, und ihm MMauch ein besonderer Würk-GeschmackodeMbe gegeben, aus allerhand Blumen,und Kräutern, als Blumen -Nelcken.Mmarien- Blüth, Korn - Blume»,

Rosen, Kirschen, Erdbeeren,

HvUnnder - Beeren, Schlehen,Krausemünfte und dergleichen.die gemeinsten Arten Eßig zu machen, al- » !'ao einem Haus-Vater am mehresiendiese: Wer einen guten weiyen-ikMchen will, der nehme zwey Metzen W 'k ,Malk, zweyMeken Weil;eli -Schrot(es°aber kein Mehl heraus komme!» und mie-^Gersten-Malk; mache dieses Mamnim.-issem Wasser ein, so b«

ein Stecken darinnen stehen kan, Me > ^ner halben Stunde, achtzeheu Wcku » znen wohl gesottenes Wasser darauf, .es ungerühret drey Stunden steh«; -vkan man es abziehen, und zum Oft» «haben, in ein mit einem Zapffe»