Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
673-674
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^ der schöne» wasserigte» Adern oderIahrwach-ses,uberzus wohl mS Gesichte fallet, auch vondem Holkwurm nicht angegriffen wird, ger-ne zu AustSffeiung vornehmer Zimmer ver-, i! brauch?. Dieies Hol» giebt im Brennen einenguten Geruch/ brennet sittsam und dampffet^ nicht sehr, daher es iu grosser Herren Eaiiiinen> -!, gebralichtwird. So aiebt es auch gute Kok-len, darinnen sie fast kein Holtz übertrifft.Uiber dieses werden demselben, so wohl den'iA! Bitsttern als der Rinde, viele und fast uu-!»ü ^ glaubliche medieinalisehe Tugenden zugeschrie-ben, welche uian auf ihrem Werth und lln-5», werth beruhen lasset; dieses aber ist gewiß, daß^ das Hol« dieses K.iumes, wenn es zu rechterZeit, nemlich im Frühiing, wenn das L:ub^ vollkommen heraus, im wachsenden Mondenabgehauen werde, von Natur die Krafft undTuaend habe, das Bluten zu stille« und einefrische Wunde, wenn dieselbe oder auch unrdie Waffe», da'nitdie Verwundung geschehen,niitdiesemHolk be^irichen, der Schaden abernur mit frischem Wasser fleißig ausgewaschenwird, nicht geschwayren zu lassn, sonder»auf das schönste auszuheilen, dahero es auchvon denen Lkirurxi» das Wu«d-Ho!y genen->,V net wird. Man kan dieses Hol!? auch zu leben-digem oder Schlag -Heize ziehen, da denn allejeden Jahre ein GeHaue zuni Adhvleen taugt.-A Wer es vom Saamen ausbringen will, mußsolchen, wen» er abzufallen beginnet, samuileuund für Winters anuoch saen, aber nicht tieffunterbriligen. Er lieaet fast ein ganiz ^ahr,ehe er aufgehet, bevorab wenn die Witterung.selbiaes '«ahr nicht sonderlich zwischen Warmeund Feuchte temperiret ist, derohalben nin,; erwohl in acht genommen werden, damit der be-- ^ säete Pliin nicht mit Unkraut verwachse, oder. . seiisten Schaden dazu geschehe. Wenn manV die »ungen Eschen versetzen will, muß mau sol-ches thun, ehe sie allzutieff eiiiwurtzein, weil''' sie ausser diesem, und wenn sie zu lauge gcstan-den, ohne Schaden niei»r ausgehoben werdenkönne«! die beste Zeit hierzu ist mi Herbst imzuiiehmendeu Moiiden. Wegen ihrer unge-»lwein starcken Comerung, werden sie in FeldernM- undWieseu nicht gerne gelitten, hingegen ste-!!«' den sie iu Hecken und Alleen desto besser; so las-ch p sen sie sich auch, weaen ihrer De-nerhafftigkeit

im Wetter ohne Schaden .schneidein.K-'- Escheviizci!-Baunl,sieheSperder-Sal»!!.Äi»/ iLschlauch, suche Lau.!),ü ' <ksch ^Vuvy, siehe Diptam.

Esel, ist ein bekanntes vierfüßigeS, langsa-^tveS, faules, tumines, doch dabey gedultiges,».»d Mit einem schlechten Tractament vorlieb' nehiiiendes Last-Thier, welches, wie alleThie^ill? re, so arosse Herben haben, surchtsam und un-verschämt, kan die Kälte nicht vertragen, »ndwird etwa ,c> ^ahr alt. Hat eine harte Haut,auf del» Rucken ein Creuk, und kan auf der- Mitte des Rückens nicht viel, desto medr aberhinten aufden Hufften tragen. In Thessalien,Arabien und Palästina, giebt es derer eine wil->.,! de Art, die geschwinder als ei» P'erd, oder^ dem gleich laussen sollen, desgleichen siebtes0«>.vnc>m.

Esel 6/4

nach n,-raciori und ^Llizni Bericht in JiMnund Asriea, Esel mit Hörnern, deren'Figurbey dem in feinem Buche

von Thieren mit einer Huf oder unae-v.ltenenKlauen, im fünfften Capitel zu sehen Anchziehet man von Pserden und Eseln indem ei-nes mit dem andern beleget wird, eine Art, soMaul-iLsc! genenner werden, davon diesesWv't nachzuschlaiien. Eine Eielin träat e! enso lang, als ein Mutter-Pferd, bringt auchnur einen jungen zur Welt, sie Meidet dasLicht, wenn sie aebShren w li, wegen verblö-den Augen des juinen. Die Esel-Füllen kanman mit gutem Nuften anderth alb 'iahr cdetzwantzig Monac an der Muttcr trincten, undin solcherZeit dieEsel Hei>l>st-F'l!!ctt, so pi«nnicht zur Zucht brauchen wiü, leisten oder ver-schneiden lassen. Ein Es.l soll s .nei n-.sserli-chen Beschassenheit nach groß, vier^chutigund starck seyn, lanae Ohren, alattescl^rar?-lichte, braune oder Maus - sarbene H igre gros-se Augen und weite Nasen-Löcher, lange«H.Us, breite Buist und Rucken, hohe Schul-tern, ein ausgefülltes Creutz und kurüettSchwantz haben. Ihre Nahrung ist sehrschiecht, siesressen Dorn und Disteln, Strohund Srreu, auch «lies, was die Pferde ausder Krippe geworffen oder Ochsen und Küheliegen lassen. Kleyen und Träber sind ihneitetwas Niedliches, ingi.ichem was vom grobenGetraidenndMehlai^sgesiebet wird; w^nn sieaber n schwerer Arbeit ancestrensiet weiden,so pfleget man ihnen das Futter .u verbessern,und etwas Haber und Brot zu aebe^i. sich destobesser wieder zu erholen. Ob >ni übrigen diesesTkier gleich noch so sehr verachtet ist, : seinNahme zu einem Ehrenrührigen Schimpff-Wort gediehen, so hat eo dennoch seinen gutenNutzen; denn an denjenigen Orten, wo manEsel'i« halten pflegt, und selbige im Gebrauchsind, müssen sie die Frncht-Säcke in die Müh-le , hinaeaen das Mehl, Mall; und Schrotwieder aus derselben -m ucke tragen, im Karrenziehen, das Feld egen, auch wshl g-r pflügen»Äusser diesem nur erwehnten Nul-en, den diesesTvier in Betrachtung seinerA beit sch ffet, soist iiisendeiheil vor alle» den übrigen Stucke»/welche zu Erhaltung der Gesundheit des Men-schen etwas beytragen, und in den Apotheckeilverbrauchet werden die vortrefliche Milch dasvornehmste, welche wegen ihres balsamischenWesens, wenn sie behorig gebrauchet wird,den Menschen ein aesundes und langwieriaeSLeben verstricht. Sie öffnet den Leib, re nigetdie Gedärme, dienet vor Gicht »nd Pedaara,u»d heilet alle innerliche Entzündung; äus-serlich aber gebrauchet, und das Gesicht damitaewaschen, machet selbige schöne Haut, stär-ket, in den Mutid genommen, das Zakn-Fleisch. Ausdiegahr gemachteH -Ut des EselSlässet sich wohl schreiben, das auch mit Dintöttdaraufaeschriebene aber leicht und begveni wie-der auslöschen, dannenhero s lche zu Rechen«Vläit.'rn, so nüülich als bestandig.

Ueseleiii, siehe Assel' >Vurnt.

iLsels-Surcken, suche Guuckett.

A tkselS/