SS? Erndte
dein Äort Einführen bereits zum theil gemel-det, vor der Erndte sich zeitlich nach fleißigenund arbeitsamen Leinen oder Schnittern undMähdern, (wo er nicht selbst eiaene Leute oderUnrerchanen genug hat) umzuthun, und mitihnen ein gewisses Gedingezu machen, damitman bey anaehender Erndte Schnitter, Mäh-der und Aufsammler bey Handen habe, und dieErndten Arbeiten nach Gebühr verrichten kön-ne. So muß sich auch der Haus-Wirt vor derE-.ndto mit einem guten Vorrath an Stroh-Seilen oder Scheb-Bändern versehen, worzner das gute, lange und starcke Korn-oderRog-gen -Stroh nehnien lassen, und darauf Ach-tuna geben soll, daß die Knöxffe wohl unddauerhafft gemacht werden,damit nicht nachge-hends die Seile und Bander im Aufbinden bre-chen, oder aus einander gehen, und darübervzc! Zeit m der Erndte vels-wmet werde. Anetlichen Orten wird das Korn nicht in Stroh-Seile gebunden, sondern die Garben-Bän-der werden sogleich vom Korne im Felde ge-macht; Wei! sich aber hierdurch viele Körnlemausreiben, so halten lieber anders hierzu ge-machte Seile in Vorrath, die man kurz; vorher,ehe mm sie braucht, ins Wasser tunckec undzähe machet.ivormit denn dieGarben destofesterund besser zusammengebunden werben können.Wie übrigens vor der Erndte Schiffund Ge-schirre, Scheunen und Scheun - Dächer be-stellet, und die Acker-Pferde gefüttert und ge-wartet seyn sollen, ist oben unter dem WortEinfuhren bereits erinnert worden. In derErndte selbsten hat man so wohl auf die Zeit ^als die Art des Abbringens zu sehen. DieZeit betreffend, so muß man fürnehmlich mitderselben n>ch dem Mtter, nach.der Landes-Art, und nach derReissung der Feld-Früchtesich richten: Denn gleichwie eine Saat nachVerändern folgt, also wird anch das Getraideeines nach dem andern zeitig und reiff; daheroauch die Früchte, wenn sie recht reiff und zeitigsind abgebracht werden sollen. Doch hat einverständiger Haus Wirt darbe? wohl zubevb-. achten, daß sein Getraide nicht gar zu reiff oder' überreif werde, weil es sonsten im Schneidenund Hauen ausfallet, und wohl die Helffte da-von auf dem Acker liegen bleibt. Hingegendarffesauch nicht zuunreiffseyn, indcme dieKörn?-.-, so daraus gedroschen werden, auf demVoden einschrumpffen uns eindorren, welchehernach vielKleven, aber wenig Mehl geben,auch durchaus nicht zu Saamen zu gebrauchensind, vvenn dieFrucht-Aehren allezugieichgelbe zu werden beginnen, so ist die rechteErndte - Zeit vorhanden, und damit nichtlanger zu warten, messen es viel besser iß, daßdie Körner das wenige, so von ihrer Trocknungnoch übrig ist. in der Scheune gar erreichen,als auf den Feldern: und das um obangezoge-ner Ursache willen. Insonderheit pflegt dasSommer-Getraide, wenn man es überstan-dig werden lasset, einzubrechen und durchrasHauen grossen Schaden zu leiden. Doch sollman sich hüten, dass man kein Getraide unreiffoder naß einführe, weil es sonst in derPanfedald auf einander erwärmet, mv?n die Körner
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ersticken, das GeAröhde verfaulet, und als»wieder Schade daraus erfolget. Es haltenzwar einige dafür, dasEinerndrenbesGetrai-des seye am besten im abnehmenden Mondenzu bewcrckstelligen, weil es sich denn wohl erlie-gen und lang- dauren soll, als dergleichen sieauch bey den, Flachsrauffen und allerley Früch-te einzulegen, zu beobachten pflegen, weil manaber solchen nicht allezeit erwarten kan, so mußsich ein Haus-Wirt in die Zeit zu schicken wis-sen, und vor allen dieses beobachten, daß diebeste Zeit zu Erndten, frühmorgens undnoch vor Tage seye, sobald es nemllch an-sangt lichte z» werden,und weil der Thai»noch auf derFrucht lieget da es sich zumahlmit der Sense am besten abbringen lässet, dasAufbinden und Einführen hingegen muß,wenn die Früchte trocken, geschehen. DieArt zu Erndten ist, nach denen verschiedenenLandeS-Arten, auch unterschiedlich: Denn aneinigen Orten, zumahl, wo man die schmalenund hochgetriebenen Beete hat, wird sowohlWinter- als Sommer-Getraide mit der Sichelabge>chnitten, da nemlich der Schnitter in dielinckeHand so viel Halmer, als er damit fassenoder erreichen kan, zusammen nimmt, und ol-che mit dcr ui der rechten Hand habenden Si-chel unter der lii-cken Hand abschneidet. An-derer Orten, wo man breite Beete hat, wirdalles Winter-und Sommer-Getraide, ausserdem Rübsen, welcher mit der Sichel abgebrachtwerden muß, mit der Getraide Sense abge-haueu, wodurch man zwar zeitiger fertia wird,und vom Korn längere Schütten Stroh be-kommt, alleine man leidet auch doppeltenSchaden darbey, denn es werden vielmehr, ör-ner durch den Sensen-Hieb ausgeschlagen, undweniger Schütten Stroh gemacht, weil vielin Wirr-Bunde oder Wurm-Gebäude gehet.An einigen Orten wird nurKorn, Rübsen undBodnen geschnitten, Gerste, Haber, ErbiM,Linsen und Wicken aber gehauen. Weitzenund Korn, wenn nicht viel Gras und Voqel-Wicken darunter, (welcher weaen man sonstsolch Getraide zwey oder drey Tage lang aufdem Felde liegen und trocknen lässet) werdenbald aufgesammlct, aufgebunden, und gemau-delt, oder in Mandeln geseket. Wenn manLeute und Zeit hat, so ist ausser dem Hafer undder Gerste, das Schneiden mir der Sichel alle-zeit hauswirtlicher. An der Maaß hat manauck eine kur»c und mit einer Hand zu führen-de Hau-Sense, womit der Mähder durch dieeine Hand das Getraide abschlägt, durch dieandere aber, vermittelst einesHackens in Häuf-gen ziehet. Die Bewegung iß zwar nicht soscharff, als die von unsern grossen Senfen.Allein es thut doch Schaden. Sonst fälltauch die Frage vor: Ob es besser um die Garbeoder vorGeld und zwar entweder verTage- oderAcker-Lohn schneiden zu lassen? Gerste undHaber, absonderlich diese letztere Frucht, lässetman einige Tage liegen und rösten, nachge-hends werden solche geharckt, in Stroh-Seilegebunden, gemandelt und hierauf eingeführt.Die von demSchnik: stehen bleibendeSkopx. lnwerden, ws keine Trissten sind, und man is .che