6zv Elster
Elster, sonsten auch Artlaster, Alster,Ayel oder Heye genannt, ist ein Raub-Vo-ael, und zwar einer von den listigsten, undzugleich am allerschckdüchste», indem er so-wohl in Felder» an kleinem Weidwerck, beson-ders an Fasanen, denen er die Eyer aussauffet,als auch m Höfen und Garten, an jungen Hü-»ern, Gänsen und Enern einen grossenSchadeuverursachet,aber sich nicht leichtlich mitSclnes-sen, oder sonst mit Fangen beykommen läßt,hat einen schwartze» glänzenden, und gleich-sam grün schillernden Rücken, einen weissenBauch, kurye Fiügel, und einen langenSchwank, welcher gankgantz anders, als vieleranoerer Vögel Schwanke, formirt ist: Dennan selbigein sind, wie den den Fasanen, diemittlern Federn dielangsten, und die übrigennehmen Sluffcnweise ab, so daß die äusserstendie kürzesten sind. Die Elstern horsten gemei-niglich nahe an Dörffern, Flecken und Städ-ten, damirsienicht weit zu denen Bauer-Ho-sen und -Mist Gtcktea haben mögen, woselbstsie allerhand zu ihrer und ihrer Jungen Nah-rung zu suchen gewohnt sind. Sie brüten desJahres zweymahl, und bringen das erstemal)!vier bis sünff, bey der andern Brutaberdreybis r Junge aus. Sonsten hat man angemer-ket, das- sie ihre Nester oben mit Dornen undGenistezuweiben, damit sie sowohl von andernVögeln, als von üngewitrerund Schlossen ge-sichert se^n; aus der Seiten aber lassen sie ein. rundes Loch, welches so enae, daß sie kaum da-durch bin und wieder kriechen können, bey wel-chem Eingana der Land-Mann zu mercken pfle-get, wo dasselbige Jahr die meisten Ungewitterherkommen werden, «nassen ihnen die Naturlehren soll, diesen Eingang allezeit solchemStrich gegenüber zu machen. Wenn man ih-nen die Junge geloset, so lernen sie die ihnenvorgesagte Worte, wie ein Papagey nachspre-chen. Ihre Speise ist so lange sie in der Fren-heitsin:, ausser ebbenannten ihren Raub aller-hand Gewürme, verfaulte Wurtzelki, auch ingrossem Hunger, abgefaUeiiesObst, Eicheln undandere Früchte; in Vogel-Häusern aber, oderwo sie in Gemächern Herumgehend aehaltenwerden, üedmen sie mit Brot und gekochtemFleisch verlieb. Sie ziehen zur Herbst-Zeil,doch bleiben auchden Wuirer über viel den uns.Ihr Fang geschiehet im Zulwund Auguste miteiner E»le, die man auf eine Stange unter ei-nem Baum,oder gar in den Baum hinein seyet,und rinas umher auf den Ziesten des BaumesLeim Spinde!» stecket d.iraui sie,wenn derVo-gelstelier zumahl derEulenGeschrey nachahmet,und sich in einer Hütte verbirget, ziemlicy ein-fallen. Im Oerober aber braucht es nicht ein-mahl einer Eule, sondern.man ka» nur auf ei-nen Baum Leim-Spindel», weinastens etli-che Aeste verbergen, unter dem Baum sich ineiner Hütte» verstecken, und einen Vogel (istes eine Elster, so geht es desto besser an) starckschreyend mache,!, als ob er umaebracht wür-de, so fliegen die Elstern häusia zu, und Meteine nach der andern herunter.
Eltc, Elt-Frsche, siehe Alten.
Mt-ß, suche Ilttß.
Emmerlinz Empor-Scheune
Emmeriing, Aemmerling, oder Gold-Amme r, ist ein bekannter klemer Vogel, des'sen Farbe amKopss, Brust und garamBanchhinunter, sehr ichön aelb, so daß er wohl um/die schönen Vögel darssgezäklet werden, Cs'iilaber das Gelbe bey euiem mehr als bey deni an-dern, sonderlich bey jungen mehr als beyten, Mit dunckelbrauniichte» Federn 111,1«'menget, welche theils Heu theils dunckeibra»'.ne Federn, bis an den Untertheil desbey dem Rücken und Flügel also bedecken, ^wenig gelbes, >a bey manchen aar nichrsda-von heraus scheinet; an demKopff, derKedleund Ober-Theil des Halses aberfallen bey de-nen Männlein im Frühling die schwartzbram-iiche» Zedern gar hinweg, daß nichts als gel-bes übrigbleibet, und der ganke Kvpff«We-het, als wenn er mit Wachs überzogen Me,iedtch obenher, wo der Schwank bald animzi,sind röthlichte Feder» zu sehen, wie dieSchwank - Federn der Nachtigall: Des Cni-merlings Schwanz, leidsten ist bleich-braun-licht, und hat zu beyde» Seiten an denenzwey letzten Schwank - Federn, wie die Zin-ken, wersse Spieael. Das Weiblei» hat iveni-ger gelbes, als das Mannlem. Die LeibeS-Gestalt ist wohl proportioniret und kanalicht.Der Schnabel ist kury, wie an einem Canari-en-Vvgel, wie denn auch der Emmeriinz,wenn er mit einem Canarien-Vogel gexaarelwlrd, solche Bsstarte mit ihm zievet , derenGesang dem Ges.ng der besten Canarien^Nzelnichts nachgiebt Seine Brüt bringet er anderErde» unterBüschenund an grasichtenRän-dern aus, und hat meistens sünff Junge. Erziehet zwar Herbst-Zeit, doch ist es mehr eineRegung der Natur bey ihme, als daß er lüichlich aus hiesigen Landen, gleich andern Ä-geln ziehen sollte, daher kommt es, daß mlihn auch im Wnrer iederzeit ben uns sehen ken-nen, wenn er nemiiaz auf dem mit Schnee be-deckten Feld kein Geäse inekr antrifft, und da-hero nur denen Sperlingen m denen Host»vor den Scheuren, wo gedroschen wird, unsauf denen Mist-Gtäten sich cmsindet, da«denn am ersten berückr wird, indem er sich !rn-sten nicht gar leicht belriegen iaßt. Äeines süsse» nnd angenehuien Geschmacks, «ndgeaen den Winter soiwerlicy sett. Wer ei«Emmerling in, Vogel-Hause halten «ill,ihme bisweilen Haber geben, und mit allerleyanderni Saamen abwechseln, ss kan man iwauch manchmahl etwas sussen Quarck, oderwie er an andern Orten genennet wird, >ul!MTopfen vorseken; er will aber einen geramn-lichen Vogel-Bauer habe», welcher nichr «ein Canarien-Häuslein gemachr ist, darum»der Vogel ans und abspringen kan, Mber»vielmehr lanaiicht, darinnen er in aeradcrU'
nie seinen Lauffhinund wieder zu nehmen Pla?
Empor Scheune, oder wie die BamBnnr insi-emein zu saaen pflegen,
Scheune ist das obere Theil der !
weiches von den Baleken über der <^c!M -Tenne, bis an die Kehl-»der HalMBa^.
gehet, und ttttivcher '