6Z7
Elephant Elritz
Elsebeer-Baum Ellebeere «zz
schenes Thier ist, gespaltene Klauen hat, inMosean und Liefland anzutreffen, und wieman sagt, der fallenden Sucht unterworfenist. Daher es auch seinen Nahmen habensoll. Wie denn auch d>ese Kranckheit so ge-liennet wird. DieKlaue und das Horn sollauch gegen diese Krankheit dienen, und wer-den daraus allerhand Dinze, ;. E- Ringe ge-drehet. Auch tragt man die Ringe für denKrampffin Fingern. Die Haut ist sonderlichgut und geschickt, dauerhaffle Koller dar-aus zu verfertigen. Das Fleisch aber ist zwarhart und schwer, doch aber gut zu essen.
Mlephant, ist das grvste und klügste Thierunter denen vierfüßigen, zuweilen i; Fußhoch und hat einen ungestalten Kopff. Vonseinen Zahnen kommt das Elfenbein, davon !dieser Art-ckel nachzusehen. Bey uns ist es jnicht zu finde», sondern in Ost-Indien. Man«erzählet viel artige Dinge davon, welchesaber hier zu weitläufftig und nichtvielnützetanzuführen. Eben so unnütze würde es auch ^seyn, von dem abgeschmackten Vorschlag ei-!«es mit Nahmen Reuchers, davon Vecheuin der narrischen Weißheit n. 44. gedencket,«Ilhier zu melden, vermöge dessen die Ele-phanten zum Pflügen zu gebrauchen wären.
Elffren, ist ein grosser See-Fisch, derdieMusick liebet und sich dadurch locken und fan-gen laßt.
Wer, siehe Erle.
Eluiy, ist ein gemeiner und kleiner Fisch,welcher sich gerne in denen Bächiein, darin-nen sich Gründlinge und Kaulhäupte befin-den , auszuhalten pfleget Er lässet sich aberbey ihnen selten unter den Steine» und aufdem Grunde antreffen, sondern in sandigtenOertern der Flüsse, und mitten oder oben aufden Wassern, hat eine bittere Galle, daheroer auch in Fiebern zu essen gerathen wird,am bittersten aber schmeckt, wenn er vollerRvßen steckt, und also mit Strumxff undStiel genossen wird. Er soll alle vier Wo-chen laichen, und wird am meisten mit An-sein und kleinen Fisch-Körblsin gefangen.Am besten schmeckt er im April und Majo,und pfleget man denselben theils zu s-edenund auf verschiedene Arten zuzurichten, oderzu backen. Das erste anlangend, so ist da-von wohl zu mercken, daß diese und alleandere dergleichen kleineFtschiem nicht indas siedende Wasser gethan, vielwemgerlange darinnen gelassen werden dürffen,weil ihnen sogleich die Haut fleckig oder gar da-von ausgebissen wird: sondern man setzet imFisch-Kessel Wasser, darein eineHand vollSaltzgeworffen worden,überS Feuer, säubert sogleichdiese Fische, und besprenget sie hernach mit gu-tem Eßig, will nun das Wassersast sieden,seigetlNanden Eßig vonden Elritze», legt sie in denKessel und lässet sie so schnell als möglich aufsie-den, und auch etwas einsieden; so bald dasgeschehen, hebt man sie vom Feuer, und so sieblau werden sollen, besprenget man sie mit kal-,tem Wasser und decket nach Gewohnheit einen ^Bogen Papier darüber, so werden sie schön ^
blau. Will man sie nicht also warm odeeauch.alt init etwas Eßig gemessen, so könnenfolgende Brühen darüber angerichtet werden -Man schlägt nemlich vier Eyerzu einem seinmStucke Schmaltz in eine» Tiegel, und thutnochemeguteMesserspltzeMehi, oder an des-sen >rat ein wenig geriebene Semmel danu,rühret es klar ad, und giesset hernach so vielWasser, als nöthig ist, daran, wirft Museaten-Bluthen hinein, und rühret es über ein Tvhl-feuerjv lange, bis es beginnet dick zu werden,daß es aber nicht zusammen lanffe, wenn esdicke genug, werden einige Tropften kalt Was-ser darein gelassen. Bey dem Anrichten wirdetwas geschmoltzeneBulter darüber gesxrengetEinige thun zu der beschriebene» Brüh klein ge-hackte Perersiüe, und einen Löffel voll gute»,sauren Rahm, und garniren bey dem Anrich-ten das Essen anch mitaehackker Perersiüe undMuscaten-Blttthen. Oder man schneidet mden Eyern, Muscaten-Blüthen, Mehl unddem Schmaltz. Citronen-Scheler, und rüh-ret es mit ei» wenig Eßig klar, verfahre auchdamit wie beu voriien. Bey dem Anrichte»wird zerlassene Butter, Museattn-Blüthe-,und klein geschnittene Citrone darüber gethanWill mau sie aber backen, solle» sie von Rechts-wegen eine Stunde im Saltze liegen, darauftrocknet man sie mit einem Tuch sauber ab,nimmt Grieß, bestreuet sie dick damit, undmischet sie fein durcheinander, »dermal, brau-chet auch an stat des Grießes Mehl. Hieraufthut man vo» diesen bestreueten Fischen einigein zerlassenes Schmaltz, und bäcket selbige dar-innen fein Gold-gelb und hart nach einanderheraus. Bey dem Anrichten werden sie m^tgebackener Petersilie garniret.
Elftveer-Baum, ist ei» grosser und hoch-stämmiger Baum, mit einer glatten und weiß-lichte» Rinde; wird auch sonst der Drachen-Daum genannt, und mehrentheils iin Gebir-ge gefunden. Von diesem Baum ist bekannt,daß die Varier-Weiber am Walpurgie-Tagekleine Aestlein von demseldeu für Bezauberungbrechen, und aus Aberglauben i» Ställe» undHäusern an die Thüren stecke», Seine Aestekomme» den Aesten des Kirsch-Bannies gleich,erstrecken sich aber mehr in die Breite, als indie Höhe, dergestalt, daß sie einen ziemlichstarcken Schatte» von sich geben. Die Blättergleichen dem Rüster-Laub, sind aber längerund spitziger, oben grün und unten weiß, rauhund rings am Rande herum gekerbt. SeineFrüchte sind die so genannte»
Elsebeere, welche denen wilden scbwartzettKirschen gleich, aber kleiner sind, und nachdenen aus fünff Rosen - förmiq zusammen ge-setzte» Blätlein bestehende Blüthen folgen.Sie wachsen an lange» Stielen, und bekom-men, wenn sie reiffwerden, eine schwarkeFarbe.und einen süssen annehmlichen, wiewohl et-was zusammenziehenden Geschmack. Inwen-dig haben sie ein wenig weisses Fleisch, und ei-ne» steinigte» Saamen-Kern. Diese Beerewerde» sowohl, als das Laub in Bauch-Flüs-si i, c,ny güdttn Zufällen nützlich gebrauchet.
»Flster,