Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
635-636
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Karpssen-S6?uppich eingesprenget und ver-wendet ist. Aus denen Fittichen zeigen sichschüne blaue und weisse Federn, welche, wennder Vogel sil;t, nur eines halben Fingers breitscheine'!, im Fliegen aber noch eins so groß sichpräsentirrn; uiiterin Halse, wie auch unter de-nen^ Auaen nach denen ^ittiaen hinunterwärtsfindet sich etwas weisses Mit Ziegel-rothen Fle-cken wechselweise versei?et/die gan»?e Brustal>er bis üini schwenke ist Ziegel-roth.Gerne Füsse sind roth,' und in den Ge-lenken weißstreifig, der Schnabel aber voneiner ziemlichen Länge und scharffeckiat,dem Schnabel eines Rothspschts nicht vielunaleich, mit welchem er seni Nest ganl; rundin tue E'de gräbet, und offtmahls acht bisneim Inuae ausbrütet- Die Haut von diesemVoael abgezogen und aedörret, soll bey denKleidern und wullenen Tuch die Schaben ver-treiben

Eiter, werden ben einigem Vieh, als denKühen P^rden, Eseln, Schaasen, Ziegen

s.. f. diejenigen Milch-Gesässe genennet,darinnen sie ihren Milch - Sasst ausbehalten,und durch die daran befindliche Striche! theilszur Nahrung ihrer Iunam, theils zum Nukender Menschen von sich geben. Der gedachtenStriche! befinden sich an allen diese» benanntenArtiüi zw^v an der Zahl, ausaeiiommen dieKül«e, welche ordentlich vier derselben besiken.Wenn einer fehlet, so iß es ein Mangel an derKuh. So giebt auch dieses Eiter, weil es ausfen.en drüsnen Theilen bestehet, eine aesuudemit« schmackhaffte Speise, es w^rd dieses zuför-derft aekocht, alsdenn in Scheiben geschnittenunl> in einem Tiegel oder auf dem Rost mitButter gebraten.

«Liter-Nessel siehe Nessel-

Ell' Tl'ier, siehe Iltis.

Mssenbein, wird aus den zwey langen Zäh-nen der Elephanten geschnitten, welche am al-lermeiste» in Afrie? anzutreffen Es sind die-se Zähne nach hem Alter solches wilden Thieresvon! mancherlei Grösse, und sollen ein Paaram Gewicht bis auf 4 Centner Aeigen- IhreMaterie ist sehr fest, weiß, und hat ein flüchti-ges Salk, dannenhero man dasselbe nicht nurwegen seiner Härtezu allerley künstlichen Sa-chen verarbeitet, sondern auch dasjenige, sodarzu nicht dienlich nebst dem Abaana vond« Verarbeit,,»« sswohl. gleich alft wie es anihm selbst, als auch gebrannt mr Arknen ge-brauchet, und sich dessen bey hifliaen und an-deren Fiebern, Gelbe-Sucht, Miliz- Beschwe-rungen n s f- indemGeträucke bedienet, ja inder Küchen lässet sich auch eine gesunde undwohlschmeckende (Ze'ee voraus zubereiten, de-rer Zurichtung unter diesem Wons >u finden.Msser diesem äiebt es noch eine Art uuter denknüllen, welche in der Medicin mitdemgegrabüiien Einhorn, wo nicht vor eines, doch denTuqenden nach ihm gleich achaltcn wird

Ele, Elle, El)!c, ist ein gewisses Maaß,welches nicht nur zu Ausmessung aller Lei-enen, Wollenen und Seidenen Zeuge u-- ' Tü-cher, Spitzen, Bkildcr, Bvtteii, Schnü-^

c. sondern auch an vielen Orten ov„Zimmerleuten, Maurern, S

re?c.

nen ^imnierieuten, Maurern, Stemme-isen, Tischern und andern Handn?ercks.-?ku'ten xu Ausmessung ihrer Arbeit gebrauch^wird und keine durchgehends gleiche Maehat, sondern in einem Lande oder ßtM>mmer entweder grosser oder kleiner,»andern ist. Vor eine von denen grvste» U.!en kan wohl die PariserEtte,oder dersogenann'-te Pariser-Stab paßiren, welcher drey >»chnl>sieben und zwey drittel Zoll, Pariser M«-oder zwey Leipziger Ellen lang ist. Nach die-ser kommen die Brabander und Nürnb-rzir,welche letztere um ein halbes Drittheil kÜWist, als jene. Die Leipziger Elle hält MmLeipziger Fuß oder Schuh, und ist gleich an-dern Ellen in vier Viertel eingetheilt, tckcniedas sechs Zoll lang ist. Sieben und cinelMElle und zween Zoll Leirziacr Maaß macheneine Leipziger MeS Ruthe aus, deren dreyhundert Qvadrat oder gevierte Ruthen ei»!»Acker Landes, in Ho'yern, Feldern und We-sen beträgt. Es ist sonst sehr nöthig, dsßein Hauswirt sich »m die Veral.'ichinia m-schiedeuer Ellen bekümmert. In 2;öbl«sallzeit fertigen Rechenmeister:

in leq/findet man eine VergleichnnZdervornehmsten Ellen in Europa. Scnst isteSei-nem Lande sswohl der Poüeey als derer I v-ften wegen gut wenn einerley Elle, Gewich-te und Maaß eingeführet, darüber aber indenen Stätten von dei-cn Räthen, auf tcmI Lande aber von denen Gerichten und Aem-tern dinch unvermuih->res Wnw'sn, durchordentliche Bereitschassk einer d'ucrhgfftizenVl?nsur->e menlur->nr>5, z. E> eiüer eiserne»oder stählernen Lllcn, gehalten wlrd. M»hat übrigens viele andere Meß-Arten in detWirtschaffr, welche in Eilen resolviret wer-den, z. E. ein Stieg, oder 20 Berlin-rEllen Leinewand, ein Schock, ei» WHei» Stück Tuch, d. i. zo bis z- Ellm, einPack Tuch 10 Stück:e- Mehr findet wailvon diesen Dinge» Nachricht in dem Hau-

dels-i-exico.

Elemente, heissen in der Wirtschafft mchgar sehr zusammen geseizte, in die Sinne lal-lende, und genau zu beobachtende Mirenehi nemlich Feuer, Erde, Lu.'r und Wasser:Weil sie M> -u wirtschassllichen Dingen Mverschieden verhalten. Um die lüem-"»lcM.'iiiUia bekümmert sich zwar ein ungcM-ter Wirt nichr. Allein aelekrte Wirte kön-nen daraus viele Schlüsse in wirtschafftliaMDingen machen. Und davon reird n>^»nd Nttur-Lehregeh-iii^elt. Mvon ^olfs Kedancken von Gott «»0 ^Welt, Müllers Natur-Lehre, WoisSsuche, und das Philosophische i--xicon «zusehen.

iraues lanahäricht fast wie ein Hirsch geDl-tts/ doch grvssms und ttkit hohm Beinm»"-