Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
633-634
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6^5 Eis-Grude Eis-Holtz

Eis-Klüffte Eis-Vogel 65»

Wuhne zu der andern, bis sie aus der andernSeite zur ander» grossen Wuhne kommen, woin»» wl!I; da werten alsdenn erstlich die Stan-gen, nachgebends die Stricke, und endlichtas Nei>e heraus gezogen, welches aber mitsonderlicher Behutsamkeit geschehen muß, da-mit von den gefangenen Fischen nichts durch-gehe.

Eis Grube, ist ein mit Fieiß angelegtesBehältniß, wvriimeii das den Winter übergesammIete-Eis den ganzen Sommer durch zuErfrischung des Geträncks in der arösten Hikeerhalten werden kan. Eine solche Eis Grubemuß an einem von der Sonnen-Warme ent-legenen Ort geaen Mitternacht, auf einemgantz trockenen Piche, zwey oder drey Claffterweit nach dem v!zmerer gegraben, unten aberetwas enger gemacht werden. DieTiefferich-tet nian mich B lieben ein, nachdem der Orttrocken oder feuchte ist, denn wo man einen tro-ckenen Grund antrifft, da sind sie ie tieffer iekälter. Ist der Grund sandigt und röhrend,so muß die Grube ausgemauert seyn; ist eraber von zähem festen Leime», oder steinigtund starck, so wird die Grube nur mit BreternvderStrohdecken ausgefüttert; kan sie an einemabhängigen Orte angebracht werden, so mußsie unten einen Ablaß bekommen. AnderthalbClaffter hoch von dem unterstenGrund werden,nachdem man viel oder wenig Eis hinein bringt,und die Last schwer oder mittelmäßig ist, auchstarcke oder mittelmäßige Balcken einerSpanne breit von einander eingemauret, aufdiese leget man Stroh, und auf das Stroh

wird im December und Ianuario, wenn esgar kalt, trocken Wetter und nicht feucht ist, imalten M-mden, aus den Flüssen oder Teichendas Eis Stückweise nebeneinander ordentlicheingeleget, mit Stroh wieder bedecket, undalso so offt eine Lage Eis, so offt eine LageStroh, und oben also wieder mit Stroh zuge-decket, doch dergestalt, daß die Wand von demEis »»berühret bleibe. Die inzwischen vomunterste« Boden abgesonderte Balcken dienenauch dazu, wenn etwan laue Winde kommen,daß das Eis anfienge >u nassen, so kan die Feuch-tigkeit hinab in die Erde tneffen, dahingegen,wo sie von demEis nicht sollte »Messen können,wurde sie solches bald schmelzend mache», wel-ches aber durch dieses Abseihen verhütet wird.Etliche machen nicht so viel Wesens, sonder»legen nur ein altes Rad oder Breter, die nickstgar unten aufliegen, an den Bode», an die

Spindelnmchrrn dasimiae He!?, so keine Jah-re macht, um seiner Festig- und Dauerhaftig-keit willen, also genennet.

Eig-Rliiffre. oder VV-tter-Rluffte, heis-st» bey denen Forst-Verständige», wen,, einBaum in starcke» Frosten von der Fälle derge-stalt von einander gezogen wird, daß er,, wie«in zerfroren Ey von denen Aesten an bis a» dieWurtz-el zerbörstet und zerreisset, we,che-:RißHernachmahls ü-? der Safftzeit mit Cafft ü, derSchale wiederum anläufst, und zuwächser,daß es eine sichtbare Rieffe ober Schärffe »iebt,weiche aus den, Baume auswächset, daß sol-cher gest>!r, weil dieser Ri - mehrenthei!!' inden Kern gehet, el» dergleichen aufgerissenerBau», nichts anders als zu "chciren' u nu-tzen ist. Dieser Schaden aber ist nur eine in bisi» den Kern des Baumes reichenden Bohrerleicht zu erfahren, ob er in den Kern gehe odernicht: Denn wenn man bohret, s> zeigen dievon dem Bohrer ausgewo-ffene .?päne gar balddie Gesundheit oder Gebreche» des Sramme«an, doch wirdsolckies von denen Forst-B edie»-ten nichr gerne verstattet.

Eis-Pfable, sind starcke eichene und miteiner Schärffe wider den Strohm versehenePfähle, welche in Gestalt eines Rechens vordem Mahl-Gerinne genau an einander ge-schlagen sind, damit weder Eis noch StückenHoliz, ober was sonsten das Wasser um sichführet, in die Wasser-Räder kommen möge.

Eis-Schslle», Heisset »ran diejenigen Stü-cken oder Tafel» Eis, die entweder bey demEishacken zerbrechen,oder im Frühjahren ven»die Lufft nun wieder warm wird, von selbst ent-stehen, uttd, welches man das Eis-Gnhsr»zu nennen pfleget, auf dem Wasser mit fortge-trieben wersen.Diese Schollen,wo sie sich siem-wen und in ihrem Trieb aufgehalten werden,können gewaltig Schaden verursachen. An die-sem Ende werden nicht nur die Eis-Nöckeinden Flüssen gebrauchet, sondern es muß nochüber dieses, wenn das Eis am starcksten g chet,fleißig gee.ser, das ist, ihm zu Hülffs gekom-men, und solches durch lange Stange», dawo es antreiben und sich zusammen setzen will,abgeflossen werden.

Eissel-'Wiirm, siehe Ass-l-Vvurm.Eis-Spiegel, suche Zucker-Eis.Eis Sprüssel, beissen die zwev unterstenEnden, an ieder Stange des Hirsch-Gewey-

' orffe stehen,

Wand aber Strch, oder eichene Stauden oder hes, welche zunächst über dem Kox>

Laub. Wenn die Eis-Grube unter freyem iund von einigen auch die Augei-sprossen x.fle-Himmel ist, muß sie mit einem kleinen Mäu- ^ gen genennet zu werden,erlein eingesanaen, undnnit einem guten starck ^ Eis vone!, geHörer mit unter die Wasser-abhängigen Dache wohl davon unterschieden 1 Vögel weil er sich mehrentheilS beyden Was-und eingedeckt, auch gegen Morgen, Mittag ^ fern aufhält, und an den Ufern der Bäche un>dund Abend Bckume oder Sträucher hiiigeseftet .Flüsse sein Nest machet, auch daselbffen diewerde», damit die Sonne nicht eingreiffen,! Wasser-Würmer und Schnecken, wormit erund dem Eis schaden könne, nur allein die sich in der grsssesten Kcklre wohl zu erhalt-:»Mitternachts-Lufft wird frey gelassen; sind weiß, zu seiner N-ihnu ' zusammen suchet,«der an stat der Bäume ganye Gebäude vor- Es hat dieser Vogel, weicher mit andern V v-«iandeii, so die Sonnen-Strahle» aufhalte», geln nicht hinwea v'ehet, eine grüne Farbe, wei-se ist es desto besser. che vvm Koxffea» bis zum Rucke», wie auch M!^iö Holq, wird von den Bauren und beyden Seite» hinunter weiß und dltUi, wie

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