Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
631-632
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6z i Eisen-Fleck Tiftn-Kuche»

Beschaffenheit des Ortes vergoldet, welchessich zumahl in den schwankn sehr schöne aus-nimmt- Den Nahmen Eisen führen abson-derlich folgende Instrumente und Werckzeuge,als 5)eichsel - Eiftn, Dengel-.Eisen, Fnchs-Eise»,Huff- Ssen, Iat-Eisen,Kraut-Eisen,Mard Eisen, Psal-EiseN/ Psing-Eisen, wei-cht' unter ihren besondern Benennungen er-klart zu finden sind.

»Llsen, siehe Aufeiscn.

Eisenbrech, suche INondkraut.

Eisen-Fleek, oder Eiseii Mahl, ist eingelber Fleck, so durch Berührung des Eisensin das leinene und baumwollene weiffe Ge-räthe, wenn solches noch naß und feuchteist, gebracht wird. Ein solcher Fleck oderMahl ist durch nichts wieder heraus zu brin-gen.

Ersenkarr, Eisen-Avant, ist eintreflichesWund-Kraut, weiches aus einer ;aserichten,liicdt gar eines deinen Fingers dicken und et-was bittern Wurkel, in verschiedene vier-eckiate und mehr als Ellen hohe bräunlichleStengel aufwachset: Seine Blätter sind lang-licht, auf beyden Seiten rauchhäria, und amRande herum tieff zerkerbr, und stehen paar-weise an den Stengeln hin. Die Blümleinsind klein und bleichblau, und machen gleich-sam eineAekre aus,nach denenselbenkommenkleine Hülsen, darinnen vier längiichte Saa-men-Äörulein stecken. Dieses Kraut wirdan Mauren und Wegen gefunden, und so wohlwider den Stein, als.in den drey-und viertä-gigen Fiebern und andern innerlichen Leibes-Gebrechen nünlich gebrauchet.

Elsenhütlein, ist zwar ein, wegen seinerschönen blauen, gelben oder purpur-farbenen,bisweilen auch weissen Blumen, in denen Gär-ten gar gewöhnliches, aber dabey höchst schadeliches Kraut, welchem wegen seines ben sichführenden tödlichen Gifftes, von denen Gärt-nern jederzeit billig ein besonderer Ort, da-hin nicht icderman ohne ihren Willen undBeyseyn kcnimen kan, eingeräumet werdensollte. Es wächset bey zwey Ellen hoch auf,h:t schwavk - graue und unterhalb wcislichtezerschnittene Blätter, und wird sonderlich aernUN den Bergen und in Thalern gefunden. 'Die^Wurüel führe? se wohl als'das Krank so eingefährlich Gisst bey sich, das, sie auch demieni-gen, so sie lang in den Händen hält und dar<innen erwärmen lässet, ohnfehlbar den Todbringt. Den Nahmen Eisenhürlein, magdieses Kraut daher erhalten HMn, weil dieBlume vor ihrer Oessnung, einem eisernenSturm-Hute gleich kommt. Seine Vermeh-rung geschiehet durch den Saauien oder auchdurch Zertheilung der Wurtzeln.

Ecsen-Rraut, stehe Eisenhart.

Eisen-Rüchen, ist eine Art GebackenS,das also zubereitet wird: Man nimmt zu einemPsuad Schmal!; und eben so viel Zucker, achtEyer, doch kan von einigen das Weiffe wegge-^izss-'u werden, schläget und mischet dieses wohldurcheinander, und schütter nach und nachetwa drey Mtzgen Mehl hinzu, solle es aber

Eisern Eis-F'kscherey 6zz

davon zu dick werden, thut man noch etwas

Schmal«; und Jucker darzu, bis eS guig-nug-sodenn streichet man das Eisen mit ein we,,jzButter, giesset einen Löffel voll Teig auf das-selbe, wendet und drehet es so lanae, bis die-ses von dem darausgcgoffenen Teig völlig über-lauffet. und bäcket alsdenn die Küche»einem Kohlieuer, bis sie eine hochgelbeFarbebe-kommen- Das Eisen, darinnen sie gebackenwerden, bestehet auS zweyen ohngesehr Medi-än OctavBiätiern. weiche beyde einen lan-gen Griff und in den innern Seiten, die ge-gen einander schlügen, ein Ne»-förmizes Al-ler haben, welche sich vermittelst des Griffes,wie eine Kneip Zange zusammen drucken las.sen, und dem Kuchen, wenn ein Blat, Weben gedacht mit Teig übergössen, und da«andere daraufgeknixpen wird, die gewöhnlicheForme geben.

Eisen Mahl, siehe Eisen Fleck.

Eisern, nennet man aus dem Lande dasje-nige Vieh, welches einem andern mitderBe-rinaung, aegen einen aemchen Zins überlassenworden, daß er davon Rechenschafft geben, undeben so viel Stücke, als man ihn: übergeben,an Küheit, Schaase», Schweinen, Hünernu.s. f. und zwar von gleichem Werthe, nacheiner gewissen verlaufen Zeit, wiederumzurück liefern muß. Dieser Werth wird ent-weder durch den Cvntraet so gleich oder durchl ->»->rores bestimmet, so man insgemein in dreyClassen oder Theile theilet, deren ieder auidrey Mann bestehet, ieder seine Taxe jagt, de-ren Summeu man summiret, mit drey dividi-ret und also die Tare heraus bringet. Manfindet solches an vielen Orten, bey Verpach-tung der Güter auf dem Lande, nnd bey denKirch-Rechnungen, da einige Pfarr-Gutervon dergleichen Vieh ein gewisses >,ivenrzrmmhaben. Siehe unten Gottcs-Ruh-

Eis-Flschevey, ist eine Art, hinter demEise zu fischen, welche meist aus überfrornenSeen, wilden Fisch Lachen oder Fisch-Dum-pfe!» und dergleichen in den Winter-M 'N»-ten praetieirct wird. Es geschiehet aber jolchefolgender Gestalt: Man macht an deniM-gen Ort, wo man nch der meisten Fiscye ver-muthet, eine grosse Wuhne, ohnaefähr leü?»Eilen ins gemerte in das Eis, wo man dasEls-Neye hinein stosseu will, und an demEnde, wo der Auszug geschen soll, ein an-ders von gleicher Grösse uns Weite. ZM-scheu diesen beyden grossen Wuhnen werdenohugesähr alle zwölffEllen von einander ent-fernte kleine Wuhnen oder Löcher etwa zMbis dritthalb Ellen ins gevierte durch dasU»gehauen, darnach bindet man zwey «eiue ge-schälte Stangen, an iedes Ende des?ietz«eine, nnd stecket also die beyden Stangcnden Stricken zuerst hinein in das Master, da«auf ieder Seite eine Stange nach der erWkleinen Wuhne zugehe, und wirfst eiwmdas ganke Ne?e sein ordentlich hmte» malin die grosie Wuhne hinein. Darinschkle -bet man die weissen Stangen, wenii »e!»der kleinen Wuhne kommen, nut e>ii^holkerneü Gabel immer von einer kleine»

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