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wird. Es ist das nothwendigste Metall vor diexmid -und Stadt-Wirtschafft, sonderlich vordie erste. Daher hier etwas davon zu sagen.Sonst aber hat das Natur-^>-xi>.on und dasChemn, Berg-l.exi<-on mehr davon, ingleichendasKauffmanns-^exicon. Wenn man Eisenmacht /so bringtman die Elfen-Steine in denEHmeltz-Hüaen. auf einen hohen Ofen, undlraeiiretssein Menge mit einem grossenFeuer,daß dasewst aufeininahl grosse lange Stöcke Ei-sen, weni sten.' zwölffCentner schwer gegossenwerden,deraleichen Stücke eine Gans. d.,S Ei-sen aber rode Elfen heissct, und giesset manal-da Oefen, Blalen, Topsse, Stucke, Feuer-Mörser, Kugeln u. s. f. Dieses rohe odergrobe Eisen aber nmß gemeiniglich, soll esnicht sorode und roh bleiben, wiederum durchein frisch Feuer gezogen werden. So machetman auch Stücke, von einein und mehr Cent-ner , die Luppe» oder Delle heiffen; diesewerden hernach in den Hammer-Werckcn durchden Hammer zertrümmert, und zu Stangenoder Stäben, mg'.eichen zu Schienen geschmie-det,und daher wird das Eilen auch eingethei-let in gegossenes und geschnnedircs.Ob nul!wohl baö Srab- und Stangen Eisen einerley,so pfleget man doch nurStangen gemeiniglichdas gevierie Eisen zu nennen, weiches von ei-nem Zoll bis aufzwey und mehr, in das gevler-le auf den Stab-Hämmern geschmiedet wor-den, so da in dem Gauen zu Bolken, Klam-mern,Anckern und dergleichen gar beqvem,undauch ssnst seinen unermeßlichen Nusen hat:Stad-tLiftn hergegen begreifft dasjenige, sonur Stabweise geschmiedet ist, derer dreyrhngefthr zwey und zwanyig Pfund, das ist,einen Stein ausmachen , worzu amiech zurechnen, das so genannteRraus- Eiftn, wor-an man alle Schlage der Pfinne des grossenHammers siehet,so da insgesammt zu vieleileyNägeln, starcken und dünnen Stänglein, undzu Drat gebrauchet wird. Schien - Eisenist dasjenige welches entweder gleich auf demBlech-Hammer zu dünn Eisen und Vlechgeschlagen wird, oder man lastet es also, unvbrauchet dasselbe aus die grosse und cleine Rä-der,^ so wohl an ben Kutschen, als an denPflügen. Zwcyschmelyig wird endlich dasEisen in folgendem Verstand genennet, ein-mahl nach der Zahl des Feuers, wenn es erstin Gänsen und hernach im anderen Feuer ge-schmolzen ; oder nach dem Unterschied der Ma-terie, wenn Eisen-Stein und alt Eisen zusam-men geschmoltzen worden. Wie nun darausallerhand in dem gemeinen Leben nöthige Machinen und Werckzeuge nur gedachter Massen,zum Theil gegossen, zum Theil aber geschmie-detwerden, und man dessen am wenigsten un-ter allen Metallen entbehren kan; also hat in-sonderheit ein Land - nnd Haus - Wirt folgen-des in seiner Wirtschafft vonEisen-Werck vonNöthen, und solches jederzeit in gutem Stan-de zu halten, als Aene, Beil, Beiß - oderKneix-Zangen, Bohrer, Bochsen oder Büch-sen, Deck-Lehnen, Deichsel - Eisen, Denzel-Eisen, Drey-Fusse, Ege-Jincken, wo dieeisernen Egm im Gebrauch fmd , Keilen,
Eisen 6z«
Feuer-Böcke, Feuer-H>ken, Feuer-Zangen,Mutter-Klingen , H.ck - Messer, Hammer,Hauen , Hecken - Scheelen,, Heu - Ga?el»,Hippen, Holtz-Keile, Huff- Eisen, HusftNagel, M-Eisen, Ketten, als Brust-Ket-ten, Grindel- oder Grengel-Ketten, Halsster-Ketten.Hall-KetteN/Hemm-oder Sperrket-ten, Kuh Ketten, Klammern, Kot-Bleche,Kraut - Eisen, Kraut - Hacken, Kraut - Mes-ser , Kraut - Stampffen, Meissel Mist - Ga-beln, MiA-Hucken. Nagel, als Rade-Na-gel, Steck - Nagel Wagen - Nagel undandere gemeine Nägel von verschiedenerGrösse, Ofen-Gabel, Pfahl - Eisen, Pfiug-Schaar, Pflug-Klammern, Rade - H uen,Rade-Schienen, Reich-Gabeln, Re>ffe amStück - Fasse, Bottiche und Sturm - Fai,e/Rincken, a^s Schnabel - Rincken, Trage-Rincken und andere Rincken, Rüssel - Klim-me, Säaen, als Sck rot Ho'ch-Ha,-d Baum-und Loch-Sägen, Scyaalen an iie Wagen,Schauffeli! ober Schöpfen, Swisitte Messer,Senden, Sicheln, Sohlen, Spaten, Sp>F-H -cken, Vorstecker, Waage Vaicken, Zieh-Bander, ze. Hiernäu)st wird das Eisen auchvielfältig bey dem Bauen, entweder zu Be-festigung und Verstärckung des poltz - undMauer-Werckes, oder auch zu Verwahrungder Häuser, Thüren, Fenster, Gänge, Trep-pen,», s. f. und zugleich zu derenelben Zier-de angewendet. Solches lässet sich in das gro-be und zarte oder zierliche Eisen -Werck ein-theilen. Das erste bestehet nechst den eisernenOefen und Caminen, m Klammern, Bän-dern, Bolden, Schrauben nnd dergleichen,nebst ihren Zugehörungen; das letzte hergegen,welches vsn den Schlossern nnd Klemlchmie-den verarbeitet wird, sind die so mancherleyArten der Schlösser, und sodenn das Gitter-und dergleichen Eisen Werck, welches zu Vor-zügen und Einfassungen ganserHoffe vor Fürst-lichen Palläsren. Garten Thüren, zu Gelän-dern und Brust-Lehnen der Treppen, Ausla-den , Balcons oder Trompeter - Gängleins,mgleichen vor die Altanen, u- s. w- nicht weni-ger zn Vergitterung der Fenster und andererOeffilungen gebranchet wird, welches mantheils in Sprengmerck, theils in LaliblverckmitGecivern einzutheilen pfleget, davon die-se beyden Werter nachzuschlagen. DieMerck Zeichen eines guten Eisens sind, wennes gleich durchlauffende und nicht unterbroche-ne Skriemen und Adern führet, und seine En-de von Schlacken frey und nicht schiefferichtsind. Die gemeinste Probe aber ist, wenn sicheine Schiene oder ei» Stab, ohne sonderlichesKrachen hin und her beugen läßt, und nichtbald zerbricht. Wie aber auch das beste Eisen,wenn es in der freyen Lufft und der Witterunguurerworffen, insgesammt gerne rostet; all»wird dergleichen entweder nur schlecht ge-schwckrtzet,oder wenn eS zugleich als eine Zierdedienen soll, mitOei Farbe angestrichen,worbeyman sich in denGärten gemeiniglich der grünenFarbe, sonst aber der schwänzen bedienet, undwohl zum Uiberfluß und wegen schönern Anft-hens die Hasten u. einige Zierattze» daran nachj Ve-