Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
627-628
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Einweichen

'-um Feuer aefttzet werden, eine geraume ?eit

in das Wasser geieget werden müssen; sonder-,es wird von einem rechten Koch erfordert, daßer alles Fleisch, es sey zum kochen oder braten,eineZeir vorhero in den Fleich-Fäßaen, icdocyeines mehr als das andere, wässern lasse, ehe eres zum Feuer setzet.

Einweichcn, heisset das zum Brauen he-stimmete Getraide in dem sogenannten Weich-Botcich, mit Wasser übergiessen und eineIeit-lang darinnen stch?n lassen, daniit es weichwerden, und hern-ck auf d:m Malk - Tennezum behörlgen Wachsthum gelangen möge.L8eil aber dasGetraide an derHärtigkeit unter-schieden, also mui auch eines langer, als dasandere im Wasser verbleiben; sonderlich wennSommer-und Winter-Getraide, als Som-mer-und Winter-Gersten, ^>der Sommer-Gersten und Weitzcn mit einander sollen ge-mältzet werden, muß die Winter-Gerste umvier und zwanzig Stunden eher und langer,als die Sommer-Gersten, ingleichen diesezweymahl vier und zwanüig Stunden ehe undlänger, denn der Weiken oder Haber einge-weichet seyn: ist aber der Winter - Gersten we-nig, kan man sie zuunterst in den Weich - Bot-tich schütten, so weichet sie desto eher, und demandern Getraide gleich. Jähriges und heuri-ges Getraide, soll man zum Brauen auch nichtunter einander nehmen, denn es würde un-gleich weichen und wachsen, auch viel zurückebleiben, folglich kein gut Malk daraus werden.Wenn nun das Wasser an das Getraide, es seyevon welcher Gattung es wolle, gegossen wird,soll man es fleißg durch einander rühren, son-derlich, wenn eS viel geringes Getraide undleere Hülsen in sich hat, damit diese über sichsteigen, und abgeschöpffet werden können.Man muß auch das kothiae und schleimichte. Wasser, nach solchem Abschaffen, gantz undgar abseihen und ablauffe» lassen, damit derBrand und Schleim des Wemcns und derGer-sien davon komme, hingegen soll sogleich wie-der frisches und reines Wasser darauf gegossenoder geplumvet werden. Damit man aberwisse, wenn das Getraide aenug geweicht sey,indeme man solches xu kalter Zeit länger als beywarmem Wetter in dem Weich-Bvtlich lassenmuß, so greiffe man mit berHand liess in denBottich hinein, nnd hebe eine Hand voll desgeweichten Getraides heraus, wenn von derGerste die Körnlein mit beyden Spiken überden Nagel sich biegen lasse», und also zusam-men gebogen, das äusserste Bälglein zu Un-terst bricht, oder das Körnlcin den Balg vonsich lasset, auch zwischen zweyen Fingern, ausdem äussern Balg vorn hinaus sich schiebenlässet, so ist sie genug geweicht. Weitzen undHaber aber brauchen weiter keinesWeichens, sosie sich balgen lassen, oder im Balgen zusam-men gehen, wenn man eine Hand voll davonzusammen nimmt; Insenderheit aber mußman den Haber nicht zu sehr weichen, sondernweil er ohne dis weichkörnig ist, bey der Mittel-Maaß bleiben lassen. Wäre es aber ja überse-hen, und ein oder anderes Getraide zu langim Wasser gelassen worden, muß man das

Einweiche» Eisen e-8

Wasser alsobakd ablassen, das Getraide herausthun, und auss dunneste von einander werffei?svlaends wohl übertrocknen,und wiederum an-ziehen lassen, so wird es ihm nicht besondersschaden. > Siehe Dicr-Brauen it.Maly

Eimvei cl>en, die Wäsche, Heisset die schwär-

ze Wasche Stückweise in eineWasch-Aanne,oder Wasch-Dvse legen, und über seidige Lau-ae oder warmWasser giessen, damit derSchmutzund Unflat weich werde, und besser ausgewa-schen werben könne.

Einzäunen, Heisset einen Garten, Wiesen,Stücke Feld oder andern Platz, den man hegen,und vor dem Anlaufs w>lder undzahmerThiereverwahren will, mit einem Zaun umgeben.

Eis, ist ein durch starcke Kälte und Frost er-wachsener harter nnd durchsichtiger Lörper,der ans Wasser, Erde nndLufft bestehet, »>iddurch dieWärme wieder ausgelöset werde» kan.Jeweiliger sich «un wässerige, wie auch Erd-Theilgen in einer Sache befinden, dargegenaber mehr geistreiche, flüchtige und beweglichedarinnen anzutreffen, um so viel weniger kander F5ost eineWirckung darinnen haben, unddiese zu Eis machen. Dahero wird keiu^i-rinis zu Eis, und man kan den noch mitvermischten >k>irinim vini durch den Frostrecii-fieirui, nicht weniger durch das Eisfrierenrirum vini machen. IadasSaw-Wgsseruiidder gemeine Eßig frieret langsamer ein, alsdas süsse Wasser. Das Gletscher-Eis, oderdas von den Alpen und von demKKio, ist so hart als ein Stein, und durchsich-tig wie ein Crystall, welches in Italien haußzgebrauchet wird; Man pflegt daraus so garBecher zu machen, und das Geträncke damitabzukühlen. Anderer Orten bedienet mm sichdes auf reinen Teichen oder Fiieß-Wasser ge-frornen Eises, zu gedachter Abkühlung, lindpfleget in dieser Absicht solches des Winters beygrossen Stücken, in die besonders darzu erbaue-te Eis-Grube zu schaffen, daß man sich des-sen des Sommers bedienen, und entweder indas Geträncke oder'um das Geschirr desselbenlegen könne- Siehe Art. Eisyrude. Wieman aber die Natur durch die Kunst nachzuah-men, und in einer warmen Stube Wasstt ge-frierend machen möge, ist den Natur-Kundi-gern eine gar gemeine Sache. Siehe Philo-sophisch t.exicnn.

Eis-Bein, wird der halbe Theil von demSchlosse einesThieres genannt, wenn aber bey-de noch beysammen, so heißet es das Schloß.

Eis-Böcke, werden die in Flüssen midStrömen vor die Io cbe oderPfeiler derer darü-ber gehenden Brücken, entweder schräg hinge-setzte nnd mit einem guten Wiederhalt versehe^ne, oben auf dem Rücken gcschärffte gM!«Bäume, oder aber an die Pfeiler angenmueMund gegen den Strom mit Schärffen versehen«steinerneVorüagen, daran sich beym Eis-G«dasselbiae brechen, und folglich der Brückekeinen Schaden zufügen kan- .

Eisen, ist das bekannte harte, schwere unschwärzliche Metall„'welcheS wie das anoe

in festen Hand-Steinen und Stussen untac

Erde gebrochen, und Eiftn - Smn genen^