e-5 Einschlag Einschmieren
ftiger"öder zähe werden, sondern erhalten >
selchen jederzeit schon und frischman sich in Acht zu nahmen , daß «nun nichtdie Maaß überschreite, und zu viel Einschlag.gebe, weil dergleichen Weine dem Menschenso widerwärtig als schädlich fallen. Und die-ses ist die Ursache, warum von vielen dieMuscaten - Nüsse vor allen Einschlägen belie-bet werden, da man nemlich auf em drey„der vier-eimeriaes Faß, eine ziemliche Mu-sealen-Nuß, auf grössere Fässer aber n.ichBedüncken zwen oder mehr an einen Draianmacht, anzündet, und durch den Spundim Faß verbrennen läßt, welches nicht alleinweit gesünder, als alle andere Einschlage lst,sondern auch den Wem bey beständiger Farbe''und Güte, bis auf den letzten Tropffe» er-halt.
Einschlag, heißt auch dasjenige Hulsss-Mittel, welches denen Pferden, so Huff-Mänzel oder Gebrechen am Leben und Kernhaben, äusserlich auf dem schad!) issken Orteaxplieiret wird. Siehe Huss und Rern.Man brauchet aber auch die Einschlage zurVorsorge, damit die Hüffe gut erhalten wer-den, insonderheit soll man das Einschlagennicht vergessen, wenn man beschlagen willlasseii, daß selbiges allezeit des Abends zu-vor geschehe: Denn solchergestalt kan manbesser auswircken, und bleiben die Hufe feinzähe und gesund. Ein gemeiner Einschlag istLeimen, Küh-Koth, Roß-Mist und Lein-Oel durch einander gesotten. So offt manvon einer Reise Heini kommt, soll man de-nen Pferden gleichfalls fleißig einschlagen;auf der Reise aber im Winter, oder wenndie Wege hart und schroppicht sind, M !gman ihnen nur alle Abend mit heisser Ascheund Eßig einschlagen, und solches mit Wergvermachen; vorher» aber jederzeit den Pfer-den die Hüfe wohl ausräumen. Man kauihnen auch mit feuchtem Leimen, Küh Kothund Lein-Oel einschlagen, als wovon dieHufe wohl wachsen. Oder: auf iede» Hufei» Ey, eine Hand voll Saltz und Schmol-len, oder Krumen von Rocken-Brot genom-men und den Pferden damit eingeschlagen,ist tteflich gut, wenn man weit damit zu rei-sen hat.
Einschlagen, (Bäume) heißt junge mitsamt der Wurtzel ausgegrabene Baume, wel-che man sich anderswo anaeschafft, so laugein ledige und pur mit Erden gefüllte Kübelsetzen, oder aber deren Wuryeln nur mit sri-x scher Erde an einem gelegene» Oit im Gar-ten bedecken, bis man solche an gehörigen Ortbrinaeu kan.
Einschmieren die Schlösser, wie auch dieHaspen und Angeln, au denen Thüren undThoren mit Baum-Oel, oder welches nochbesser, mit Klauen-Fette bestreichen, damitsie in gelindem l^ang bleiben und nicht verro-sten mögen. Dieses soll weniastens in einerwohibestelltei! h uishiltnna alle Viert l-7^ahreimrahl geschehen, und dabey die Echchsservon Staube und ander»! Wust fleißig gerei-«igcl werden.
Einschneiden
Einschneiten, ist
Einwassem 626
^ ^ « > , eins Küchen-Arbeit/
Nur hat j da entweder uberbliebener kalter Brate» inStucken vollend geschnitten, und hernachtkeils mit emer warm, n Brüh, theils in nochkleinere Theile zerstücket, mir Baum-Oel undEßig gemacht wird; öderes wir" darunterverstanden, die verschiedene Artder?uaemü-ien, als Kraut, Mohren, Rüben, Birn Aepf-fel u. f. f. nachdem seN-ige «ere>ni,iet und ab-geputzet, viertheilig oder noch lieber ,n denTopff zu schneiden; oder m m begreiffet dar-unter, wenn Semmel oder Bwr, theils würs-lich, theis länglich in die Suppen qeschnit-ten, und zum Genuß beqvem zugerichtet wer-den soll.
Einscncken/ siehe Einlegen.
En,seyen, suche Einschressen.
Einseyen, heißet, wenn man in einerHaus-haltung srische Sachen in Eßig seket, unddadurch den Geichmack aus selbigen und ei-nigem hinzugethanen Gewürtz, an-ziehen las-set, um dieses hernach zum Veispeisen zu ge-brauche!!; Dazu dienen Kirschen, Hmibecr,
Einsiedlerey , siehe Eremitage.Einspännig, wiid der,ei!il>e'Wagc!i ge-nenner, so an stak der Deichsel eme Ga-bel, o^er wie die Fuhrmanns-Karren, zwe-en Bäume hat, darein nur ein einheiltPferd eingespannet wird: Dem zwey undmehrere vorgeleget werden können. Da-her?
Einspännig fahren auch so viel heißt,als nur mir einem Pferde fahren.
Einstossen, wird von der Handthie-rung gebraucht, wenn man bey dem Wurst-machen, die darzu bereitete Fülle, ver-mittelst eines Riegels oder Trichters, inden Darm flösset, und selbigen damit an-füllst.
Einsprengen, Einneyen, heisset die kla-re weißgewaschene Wasche, so man plattenwill, vorher» mit reinem Wasser zn bespri-tzen, und wenn dieselbe etwas anaeseuchtet,über einander derb zu legen, und in einfeuchtes Tuch einzulegen, daß sich solchewohldurchsiehe, und fein glatt platten lasse.
Einstreuen, heißt nicht nur den Pferden,Rind-und anderm Vieh in ihren Stallen,mit Sttoh, Laub, Tangeln, oder Nadelnvom schwartzen Holye, Moos, und derglei-chen ihre Streu oder Lager machen, sondernauch nur besagte zu Bereitung des Düngerstaugliche Materien in die Mist-Stattn, Se-erete s. v. und andere zum Mistmachen ge-legene Orte werffen, damit dieselbe mit an-derm Zeuge untermenget, über einanderserfaulen, und eine» guten Dünger gebenmöge».
Eintdüren, nennen die Windmüller, wennsie b.-y weniaem W»id in die Wind Flügel nochmehr Schindel-Wände einmachen, daß dieMühle hurtiger umlauffe, und sie besser mah-len können.
Einwässern, «der 'wässern, wird Nichtallein vom Stock-Fisch und anderen hartenSpeisen gesagst, wenn sie vorher», ehe sieU ; !»!!!