6-r Einpflügen Einreichen
> Uch selbige aufzeichnen, sondern auch nachi derselben seine» Uiberschlag zu machen wis-se»/ daß seine jahrliche Ausgabe wenigstensja niemahlen die Einnahme übersteiae, in-dem er sonst mehr hinter als vor sich et-was brin-zen / und es kein gutes Ende mitseiner Haushaltung nehmen wird.
Einpflügen/ die Raine/ heißt so viel/ alsdie Mischen denen Feldern zur Marcknngund Unterschied von denen Alten mit Fleiß«elassene Rasen - Streissen, mit dem Pflug
- umreissen und zn Felde machen. Dieses Ein-pflügen der Raine, ist an manchen Orten un-?uläßm und schädlich, au andern «der auchi,i-lziich,und vortheilhafftig. Unzuläßigist
> cS an denjenigen Orten, wo eine Herr-schafft die Schaaf-Trifft und HutungS - Ge-rechtic'keit auf der Unterthanen Feldern bat,
- und vicc vsrl!> auch da, wo das Bauer-Vieh' mit auf die herrschafftlichen Felder zu geben^ und darauf zu weiden befugt ist>, folglich ist
ans den ersten Fall daS Einpflügen der Bau-er Raine der Herrschafft, und aus den an-.. der» Fall, daS Einpflügen der Raine an denT herrschafftlichen Feldern. den Bauren schäd-lich. Schädlich ist solches Einpflügen fer-^ ner an denenjenigen Orten, wo ein Dorffoder Gut wenig Wiesen - Grund oder andereEräserey hat, da die Feld-und Rain-Grase-i- rey eine grosse Hülffe und Znbusse zur Som-' wer-Fütterung ist, it. wen-: es Gren»-Raci-ne sind. Nüylich hingegen ist das Einpflü-gen der Raine, wo man mehr Gräserey als?eld bat, oder wo die Raine nicht ordent-lich getdeilet sind, und die üble Gewohnheitcingcrissen ist, daß derjenige, so nur das Ge-meinde-Recht, dabey aber keine Hand brietFeld hat, ohne Unterscheid die Raine, siegehören wem sie wollen, begraset, und alsoden rechten Eigenthümern und Inhabern, de-rer an solche Raine stossenden Felder, dasGras, so sie zu ihrem Viehe selbsten benöthi-zet sind, nicht anders als vor der Nasewearaubet.
«einreichen heißt, wenn ein Pferd mit denhintern Füssen ungeschicklich hervor greifst,und das Geäder an den vorder» Füssen da-mit stößt und trifft. Dieses geschiehet nichtleichtlich aus ebenem Wege, sondern wennman das Pferd jckhling zum Lausten ansvrengt,oder im Aufstehen, wenn es strauchelt oderfällt, oder so man über einen Graben oderGeHäge damit sprengen will. Man nenntsolches auch das Streichen, und sagt, dasPferd flreicht^sich. Für dergleichen Schaden>ir nichts bejzer, als selbigen ein paar Tagenach einander und zwar täglich zweymahlmit folgender Salbe zu schmieren: Nimmc-wlkzricies oder Spanische Fliegen ein Loth,pulverisire sie aus das kleincste, «IS du kanst,MleiHsn eben so viel oder ein wenig mehrAltrioi, gantz Uein geflossen, ein gutes Pfundvon einem Stücke Schmeer, wovon iedvchdas zähe und häutige hinweg gethan seynwuß, zerflösse es im Mörser zu einem MuS,thue alSdcim die zwey erstgedachten Pulver
Einreihen E ins«?
darunter, und stvsse eS so lange, b,S sich al-les wohl vermischet, alsdenn salbe daS Pferdaus obangewieiene Art fein warm damit, thueweiter nichts mehr daran, als bis das Haarund die Rufen gantz abfallt, darnach nimmS^aden-Saamen und Salbe», beide klein ge-pulvert, mische Honig, Eyer-Dotter undTerpentin darunter, reibe den Schaden erst-lich damit, und binde eS hernach daraus;dieses thue also bey acht Tagen, darnachschmiere es mit vbaedachter Salbe wiederOder: wenn ein Pferd eingereicht Hai, sonimm Eibisch-Wurßeln und Pappeln, thuedaran altes Schmeer, Dachsen-Schmalk undHonig, laß eS mit einander sieden, und legeeS über den Schaden, so lange, bis es garausheilet. Wenn aber unterwegs ein Pserdeinreicht, und man noch weit zu reisen hat,so putze erstlich den Schaden mit warmemWein oder Bier sauber ans, hernach nimmKnoblauch,ungcsalncneButtcr und Schweins-Koth, mache es mit Cßig an, und legs wohlwarm über den Schaden; dieses lindert, ver-zehret die Geschwulst, und ertheilt das Ge-blüte, man muß es aber alle Nachte brauchen/bis es heilet.
Einreihen, Einfälteln, heisset alles, wasin Bundgen gesetzer werden muß, als denHals an denen Hemden, die Ermel, Man-chetten und einige Schurken, zu zarten unddichten Fältlein schlagen, solche mit einemFaden fassen und wohl ausstreichen, daß so-denn das Vnndgen gehörig aufgesetzet wer-den könne.
Einsacken, siehe Sacken.
Elnsäen, heißt so viel, als den Saameilin das Feld streuen. Siehe Säen.
Einjage, sind nichts anders, als kleineTeiche, die mit ihrem Ablaß so wohl als diegrossen versehen sind, und »wischen welchensich kein anderer Unterscheid, als wegen derGrösse und des Gebrauchs, ereignet, den»die!Einsätze werden deswegen angerichtet, da-mit man, nachdem die Teiche hin und wie-der gefischet worden, die herauSgefanaenenFische drein setzen, und also bis zu weitererVerordnung oder geschlossenem Kauff frischund gesund erhalten möge- Gleichfalls wer-den auch die Seklinge und die Brüt hineingethan, doch iede Gattung besonders, bissich die Zeit, die rechten Teiche wiederummir zu besetzen, heran genahet hat. SieheFischhälter.
E-nsäye, heissen auch diejenigen Sachen,welche dergestalt zubereitet, daß sie inwendighohl, und in dieser Hölung ein eben derglei-chen Stücke, iedoch von kleinem Inhalt, sichjust wieder dahinein schicket. Demnach Heis-set zum Erempe! ein Einsatz-Gewichte, wsdas äusserste Theil innen hohl ausgedrehet,und in die Höhlung ein anderes eingedrehetworden, so accurat dahinein passet, mit wel-chem Theile und dem folgenden auf gleicheWeise verfahren wird, daß immer der fol-gende Theil sich in den neckst vorhergehendenschicket; Eine gleichmäßige Beschaffenheit hat
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