Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
619-620
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«i? Einmache» Eittm-shdkge

Seite eittzwey, sa weit nemlich die Wurtzelnci-isschlaaen si-ileu, darzu zwey Zoll gnuug,uud füllet den Topff mit guter 'guter Erdeüber haid voll/ und so es etwas hoch von derErde ;« stehen kommt, d«ß ihn der Wind!allzusehr trifft, muß er feste angebunden, und«lies wohl verwahret werden. Uiber dasJahr wird solcher)ößling von seinem Aste«beschnitten und verpflautzet, wohin manes begehret. Zu den Obst - Bäumen, vondenen man glätte und gerade junge Aeste,auf gleiche Art einlegen kan, wodurch manin einem Jahre einen.wohlgewachsenen Baum,der seine Frucht schon bringet, leicht bekom-met, gebraucht man einen viereckigten hölyer-nen Kasten, weicher nach der Grösse undGtärcke des Säuglinges dergestalt zusammengenagelt, daß drey Wände fest au emanier,die vierte aber daran gleich einer Thüre be-weglich,, der Boden mit dem Loa,,e, wodurchder Schößling oder Säugling aesteckt werdensoll, muß aus zweiien Theilen'bestehen, unddurch gedachte Thüre^ können her.uis genom-men werden, auch mögen einige solcher Bo-den mit verschiedenen grossen und kleinen Lö-chern darzu eingerichtet werden, so liessensich dergleichen Kästen sonderlich bey demVerpstantzen dergestalt mmen, daß mehrereMutter-Erde UM die Wurzel lie.en bleibe,als bey der andern Art, mehrerer Vortheilezu geschweige!!. Siehe Absencksn.

Einmachen, dieses Wort wird von einigenin gar weitläufftigem Verstände genommen,und alle Art darunter verstanden, wodurcheine essende Waare zum künffngen Gebrauchlauge auf zu behalten ist, so daß es bey diese»soviel heißt als Einlegen; doch begreiffetman allermeist darunter das Cand-reiz, undhechet alsdenn allerhand Wurtzeln, Rinden,Stengel, Fruchte und Blumen, m syrusi-firtzn Jucker, oder in Honig einwerffen, da-mit sie um so viel angenehmer im Geschmackwerden, und sich länger halten mögen. ' BeyE-nmachung derer harten und bittern Sachenist zubesbachtcn, daß mansche vorher etli-che Tage im Wasser einweiche, alltäglich fri-sches Wasser zu nnd daS alte abgieße, bis solange sie weich und zum kochen bequem wer-den ; doch hat man sich auch vorziehen, daßdurch dieses Einwässern nicht ihre beste Sub-stanz ausziehe, und der blosse todte nnd un-krässkige Leib zum Einmachen dahinten blei-be- Etliche nehmen auch wohl Lauge, ansrat des gemeinen Wassers, erweichen dieMaterialien darinnen, und süssen sie hernachin frischem Wasser wieder ab. Auch kanhier wiederholet werden, was unter den Wor-ten Eandiren, Confect, ingleichen Eonservxgesaget worden.

Einniähdige, (Eimnättige) Wiesen, wel-che man auch einhaui-ze zu nennen pAegt,sind diejenige» , welche wegen ihres dürrenund trockenen Bodens und langsamen Grase-wuchses, des Jahres nicht mehr als ein-mahl gehauen oder abgemähet werden kön-ne»/ welches erst im Herbst msisteittheiis um

Einnahme «2°

Michaelis geschiehet. ^Daö davon geh«^.,-Gras wild, wenn es dürre gemacht, allgeneunet.

Einmaß, siehe Vodcn Riß.

Einnahme, w-rd entweder vor eine beym-liche S^che, die ein Mittel uuseier^^.'dursst und Beqre ^ichkeit ist. z-Etz^,Feld-Früchte, uud die bestimiutc Menge i-r-jeibeu oder vor d.ejeiii^ett Geschafftemen , welche unmittelbar vorher.>eheir »emiman solche Sache», durch Dienste, lttckr,Arbeit, -Ulerhuid Vertrage, durch A»U.-dung einer andern beweglichen oder ..lw,«g-lichen Sache, :c. von einem unbeweglicheoder lebendigen Gute, als Accer, Gami,Vieh, nicht weniger von einem Rechts»nian an einer P.rson oder Gute hat, in in-nen wircklicheii Besitz bringet, oder m EMsenet, solche zu obgedachtem Zweck du», iieAusgabe anzuwenden. Diese Einnahme i»Änach der Regel Ler Wirtfch-ffr iaii >ederZeit, der Arbeit, des Glücts und gsli-lichen Segens vor allen Dingen nach d«iiUlustäiiden, iiinerliche» uud äusserlichcnvi-bes-unv Seelen , natürlichen oder erlaiiMKrafften und Fertigkeiten uue,nobii-tte nach Sefseibeu Narur u>.b BqüHfenheit, folglich in e^i e? gewiisen Lebens -All,Nahrungs - Geschaffte, einem Vvmch Mbeweglichen oder unbeweglichen Güter», Min gewissen Rechten gegründet, und i» ge-wisser Maaße zum Anlange erlanget, hmichaus >ich >eibst durch kluge und stechte M-schafft vermehret, durch Wachiamccit i»öSparsamkeit aber erhalten, iedoch soneMdie einzunehmende Sache richtig und ordent-lich eingebracht, angemercker, ausgezeichml,in acht g>,nommen, bewahret, und entlichnach emem jährlichen Uiberschlag so mispaeben werden, daß i) die Ausgabe solche iiichlübersteiget, sondern ihr wenigstens zum-jgleich «st. Jedoch ist dieses noch keine sMer-

licheWirtschafft, sondern es nur.' z, «ich«-deutlich die E»ina»mc so an uvender werSc»,damit ein proportionirlicher ttibmchG dlei-be. Wer das erste nicht beobachtet, ißMböser Verschwender nud gar keiii Will. W»das andere thut, ist ein schlechter Wut.dritte heißt eigentlich ein guier H^liSn>l"<wenn es ohne Gen; und UnbamihMMlgeschiehet. Siehe Einkauf. Enslich Dre-het alleEiNimhuie entweder i)!uGeib, ocer2) Geldes-werthen beweglichen Dingen, >r^>'cheS entweder Naturalien oder »erbelftMDinge sind, ob wohl die Einnahme des Gel-des-wertheu Dinges allemahl nach Gelbe ge-rechnet und geschähet wird, wenn manweGrösse bestimmen will, weil das Gelb««eunzige Mittel ist, das meiste dagegen za lm-scheu- Was im übrigen noch weiter >M»der Einnahme in acht zu nehmen, ist uolcrdem Wort Rechnung zn >uchen, KurlU tli>-ietztgedachtem Grund-Sätzen fließtdieHWpl-Regel: Ein ordentlicher Haushaitersolinemlich gute Richtigkeit, i» Aniehu«»Eiiiiiahinc halte», allezeit nicht nur