Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
617-618
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617 Einhemmm Einkauf

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,!? > werde» hier und dar bey Erklärung dererSpseial Kranckheiten der Pferde vorkommen.Hier ist nur noch zu gedencken, daß man alle"Z-/. Eingüsse denen Pferden früh Morgens, ehe

> > ^ sie noch gefuttert und getrckncket worden, 'ge-^ ? s den muß; der Kopff muß dabey in die Höhe! gebunden, eine saubere Striegel oder Horn

' in den Mund eingezwänget, und der Tranck,!>!> dadurch einaestösjet, dem Pferde die NaseSi zugehalten, und mit der Hand dessen Kehle.U gestrichen werden, so wird das Eingiessen gut^>>t von statten gehen,v Eindaiiig, siehe Eimnäkdig.

Einhemmen, heißt mit der Hemm - oderÄi,' Sverr-Kette den Umlauff eines von den Hin-tcr- Rädern einer Kutsche oder Wagens ver-hindern, welches auf abhängenden und jähen

> Berg einwärts gehenden Wegen zu geschehen^ psteaer, den allzuschnellen und folglich ge-^ Ehrlichen Lauff des Fuhrwercks dadurch auf-

zui,a!ten.

Einhorn, ist ein langes, bald gedrehetcsbald glattes Horn, deren man dreyeriey Ar-^ ten bemercket: Eine Art wird aus der Erdegegraben «nd unter die koKli» gezähiet,^ I stehe Natur?Voicvniu tollils, welches? liebst der anderen Art von einem vierfüßigen«jlden Thiere herzukommen geglauber wird,so sich nach t.c>niceri Bericht !N Indien aus-halten soll, und wFgen dieses einen Horns,i" so es an der Stirne habe, auch eben diesenM- Nahmen führe; dem Leib und Halse nach» ^ gleiche es einem Pferde, dem Kopffe nach ei-nem Hirsch, am Halse, de^ wie der gantzeM>k Leib gelb. habe es lange Haare, gleich ei-«k»r nem Roß-Kamm, Füsse wie ein Elephant,r und einen Schwan«? wie ein wildes Schwein,^ seine Stimme sey brüllend, und was der-B t. gleichen mehr, darinnen aber die wenigsten..-j. /wwr« bey der Beschreibung dieses Thieres: einstimmig, und viele zu den gegenwärtigen>5 Zeilen an Verwahren Existentz desselben ;wei-v fein wollen; die dritte Art des Einhornes,die allermeist in den Apotheeken gebrauchet,und hin und wieder von besonderer Länge,,,, und auch auf artig gewundene Manier ge-, funden wird, kommt von einem Fische, der- ),! in dem Eis - Meer anzutreffen, und eineGattung der Wallsische seyn soll, der dieses/ Hern über dem Maul hervor ragend trägt./, Einkauf, das ist ein besonderes und !N vie-" / len Dingen vorkommendes Geschaffte derAusgabe an Geld, wodurch man allerhand5'.'. bewegliche Dinge und Vietualieu, Bau-Ma-tmalien, Zcug uuo Zugeyör zu Kleidern :c.' .5 aut Marcklen, Messen oder sonst bey guterGelegenheit, kaofct, dabey auch das Geld,!! Haus-Wirt jährlich, monatlich, wv-cheutlich oder täglich zum Einkauf einer Sa-che widmet, das Einkauff-Geld heißt. Nach«er Wirkschafft niuß soIÄ>es geschehen von' , Leuten, so die Sache, die zu kaufen , «erste«en, und den gang und geben Preis wohluntersuchen können, hiernächst muß man zuM keinem Einkauf schreiten, wenn man nichtweiß, womit es zu bezahlen ; man muß auch

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Einkreisen Einlege» 6rz

fein überlegen, was es kostet, und also einenÜberschlag machen; Man soll alles zu rech-ter Zeit und an dem rechten Ort, wo es ambesten niid wohlfeilesten zu haben, emkau-fen. Was man in grosser Menge und noth-wendia oder doch zum Nutzen nöthig hat,muß man, wenn es senn kan, im Ganyen,aus der ersten Hand und so fort, über demaber nichts uniiöthiges und unnützes, oder garschädliches einkaufen, ->pu5, isij r>».

celie eli Denn der Einkaufs kostet Geld, beydem Gelde muß man aber allemahl bedencken,daß es auch ein Mittel, andere Dinae dafürzu erlangen, die man auch nöthig hat:daß es auch gewisser Massen ein Mittel in derNoth sey, deshalb man immer etwas davonzu ersparen habe. Wer diese Reael nicht in >?chtuimmt, derselbe begehet das Laster der Ver-schwendung, liederlicher Wittschafft, und ver-suchet Gott. Wer aber auch nichts einkau«fen und alles Geld behalten will, der verste-het nicht, was das Geld sey, und ist meisten-theil» ein aberglänbiaer Geikh.US.

Einkreisen, ist ein Jäger-Terminus/ undheiffet rings um ein Gebüsche oder Sträu-cher herum geben, dahinein man zwar imSchnee einen Wolff, aber nicht wieder her-aus gespüret hat-

Einlegen, wird von der häuslichen Ver-richtung gesaget, da mui einiqe rohe undgrüne Sachen, weiche man verspeisen will,und baß sich solche eine Zeitlang aufbehaltenlassen, in gewisse Saitz-Lake und einigem dar-in dienlichen Gewüry'einsetzet, als das Kraut,dieGnrcken, rothe Rüben Sauer - Bratenoder anderes in Eßig gelegtes Fleisch, u.s. f.

Einlegen , Einsencken, ist eine gewisseund gantz leichte Art gute Frucht - tragendeBäume und andere Gewächse zu vermehrenund fortzuzeugc», weiches folgender Gestaltgeschiehet: Man erwählet unlen am Stam-me eines guten Baumes oder Strauches ei-ne» Zweig', so der Erde nahe ist, aiei't ihmetwas abwärts vom Stamms einen Q»er-Schnitt, der bis an den Ker» hinein gehet,schlitzet auch etwa eines Gliedes lang von daherauswärts de» Zweig, und drücket ihn als-denn feste in die Erde, so daß er mit derSpitze gerade als ein junger Baum in dieHöhe stehe, und aus diese Weise lassen sichWein - Reben, Rosen , Nelcken und anderedergleichen,auch rare Gewächse am leichtestenvermehren. Wie nun aber bey denen Bäu-men nicht gerne ein Zweig gelitten wird, denman hernach auf die'beschriebene Weise ein-legen könne, sondern die besten hierzu, sohoch auf dein Baum stehen: so nimmt mansonderlich be» Granateii-Pomerantze» - Ciiro-nen-süssen Dattel» -Oel - Feigen - Maulbeer-Bäumeu, und deraleichen, im Frühling, ehedie Äugen ausbrechen, einen Schößling, vondem Baume, dessen Art man sortzeUaen will,stecket denselben durch das Loch, so in demBode-n eines dazu bereitete» irdene» To-pfes ist, bis es aenug oben heraus gehet, ritzetdie oberste Rinoe am Säuglinge an einerU? ' Seite