Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
615-616
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Einführen

Einguß

tken, Heu-Bäumen und Heu-Seilen, Stroh-Seilen oder Schäb Rändern, Harcken oderRechnn. Knebeln, Reich-Gabeln :e. habe;das? das Pferde-Zeug oder Geschirr in gutemStande sey ; daß er die Acker-Pferde dreyoder vier Wochen vor der Erndte in gutemFutter halte» und wohl wnrten lasse/ damitne lein starck und munter werden, und dieharte Arbeit, die sie bald darauf im^ Feldethun müsse»/ desto besser verrichten könnendaß er die schadhafften Scheu» -Tennen, w- gleichen die l ösen Dächer bey Zeiten ausbes-sern ; die Pansen und Emxor-Scheunen aber(so die Bauren nur Por Scheunen zu nennenpflegen) von dem alten Strok und Gcnistcräumen, und also den neuen Früchten Playmachen lasse; daß er zu rechter Zeit seineSchnitterund Mähder beKelle, weil er wi-drigenfalls zur Zeit, wenn er dergleichenLeute nöthia gebraucht, entweder niemandwird bekommen können, oder aber doch solcheLeute nehmen müssen, welche andere nichthaben mögen ; daß er endlich den Boden inden Pansen mit frischem <?troh und Ellern-vder Erlen Laub, als durch dessen Keruchdie Mäuse sollen vertrieben werden können,belegen lasse. Bey dem Einführen hatder Haus-Vater vor allen in Obacht zu neh-men, daß er die Früchte bey gutem Wetterund so schleunig als ihm immer möglich indie Scheunen bringe, und solche keineswe-ges unter der Gefahr des Auswachsens, oderbesorglichen Mäuse Schadens lamie auf demFelde liegen lasse; daß die Garben wohl ge-laden, und ordentlich auf den Wagen geleget, aber ja nicht herum gerissen, hartnieder-gestossen, erschüttert und liederlich hinaus ae-schmissen, noch grob bey den Aehren ergriffenwerden ; daß hiernächst in der Scheune dasGetraide ein jedes seine besondere Stelle,Korn, Weift-m, Haber und Gerste aus dieSeiten des Sch>'un - Tennen in die Pansen; Erbsen, Wicken, Linsen und derglei-chen aber aus die Empor - Scheune kommen,dasjenige Getraide hingegen, wovon der Saa-men genommen werden solle, alleine, und sogeleget werde, daß man Dreschens Kälber vorallen darzu kommen konte; daß reine, or-dentlich, und nicht verwirrt und liederlich«epanset werde; daß er, wenn der SegenGottes so groß, oder sonst so viel Raumnicht in den Scheune» vorhanden, alles ge-sammlete Getraide darinnen zu beherbergenden Uiberschuß, besonders aber den Hader,weil er das Wetter gar wohl leiden mag, jazum Ausdreschen dawn noch besser wird, nahebey dem <^cheun Thor in Feimen iel-en lasse,damit, wenn die Garben zum Ausdreschen hin-ein getrauen werden, nicht mel an Körnernausäernhret und verzettelt werde: hievon sie-he unter dem Woit Feim?!,; dass er endlichauf die Knechte ein n"ichs?mes Auae habe,damit sie bev dem Eins' b>en denen Pterduikein neu Getraide zu fressen a,ben, weil sol-ches einen Abnana an der Frucht verursachet,und doch dem Vieh keinen Nuxen, sondernvielmehr Schaden billiget; «Msehen das

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Vieh solche rohe und neue Frucht, abKÄ«lich Weitzen und Roggen, übel verd^et' >»vielmehr, wie aus dem Mist zu scheu,gank durch sie weaaehen läßt. Nach demEinführen hat der Hauswirt vor Mn!,?»,lieben Gott vor den mitgetheilten A/,?herzlich zu daucken, und, daß er ihmsolchen in der Scheune und auf denvor allem Unglück ferner gnädig behüten W.le, inbrunstig zu bitten; seinen Arbeitern id,ren aebuhrenden Lohn zu aeben;

Schiff und Geschirre, währenden EinföhMschadhafft worden, wieder bessern 'Min,»'teil Stand stellen zu lassen, und wasniiüd,'von,bis zu der künfftiaen Erndte, nichtster benöthigt, an behörigen Ortenben, und endlich sein Zug-Vieh uut Mmgesunden Futter, Träneken, Nutzen undSchwemmen, mit genügsamer Streu, »tzanderer Wartung und Pflege, auf die »Mgethane Feld-Arbeit, wieder wohl ergkeu,damit es wieder zu Krässlm kommen und kyLeibe bleiben möge.

Einguß, heißt in der Roß - Arkne« ei»Tranck, welcher weil ein Pferd, alsein mer-nünffcigesThier, dergleichen willig einMehmnicht kan bewogen werden, demselben «Vertheil oder Gewalt eingegossen «damuß- Ein guter Einguß für alle Krank-ten eines Pferdes, sonderlich aber, wen»einen bösen Magen hat, ist folgender: Mmsosnum zrzecum zehen Pfund, stosse es I«Gthue es in einen neuen Topff, und giesse Wis-ser daran, daß das toenun, xrzecum bedkl!!sey, decke den Tooffwohl zu, und laßeste?dem Feuer zu einem Mus siede»», wenn die-ses geschehen, so thue vier Pfund frische But-ter daran, Baumöl und Nußöl iedeS vierUnsten, und eine Unke Rosenöl, thue Mdarunter, und rühre es wohl unter einander,alsdenn rucke den Toxff vom Feuer, läßeterkalten, theile es in drey Theile, und alleM-gen, drey Tage nach einander, schütte ihmein Drittheil m den Hals. Dieser Einguß,welcher die Pferde puraieret, seist machet,undbey guter Gesundheit erhält, kan denenM»zu ieder Zeit geaeben werden. Ein indemauter Einguß ist folgender: Nimm SiM,spikiaen Wegerich, und eine Kanne gut»alte» Wein, verkleibs in einem nwen TMmit Leimen, daß kein Dampff heraus kome,laß es halb einsieden, und gieß es dem Pft»drey Morgen nach einander allezeit warm ein.Noch ein "guter Einguß ist dieser: NimnüMLoth Sennes Blätter, ein Loth Lavendel,ein Qventiein Rhabarbara, zwey Loth Anqe-lica, anderrhalb Loth Seven - oder)'>aum, diese? alles zusammen klein gejMl,in ein vaar Kannen Bier aufaekecht,dem Pferd, welches kranck ist oder Mangel >iuLcibe hat, einaeaoffcn, wird dasselbe raliwieder ae-und machen. Man muß aber ueleuEinauß zween Morgen nach einander demZierde eingeben, und dasselbe zwey ober dmStunden daraus fasten lassen, des solaentw?m,es darauf kan man ihm die Lung -

Spvr - Ader» schlagen.

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