Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
613-614
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Ciz Ei »brühen Ein flechten

meln, und solche Brosamen zu kalten ^chaa-len, stMies Mil6>undd?igleichen^rsrischuiiaen «ebr»uchen, woraus sie wenn seidige eine'Zeitiwweichet. mit Löffeln als eine Suppe ge-fteiset werden.

Einl'i'üden.wisset die <^iede, Spren,Uiber-keyr, Kr'ut, Klenen, Schrot und deraleieben Futter vor das Rind - und Schweine-Vieb, (wiewohl bei, diesem lefttern es aeniei-mglich Einbrennen genennet wird) mit keissem W'sscr beaiess--n, welches z» Winter'Zeit, an denjemaen Orten, wo man dasViel, zum Brüh- Futter gewöhnet, zu gesche-hen Meaet. Sicb^ Vrüh-Futter.

Ernenen, siehe Ec?en.

Einerndten, heißk die reiffen Feld-Früch-te, ibrer Besch'ffenheit und Art nach 'ent-weder mit der Sichel abschneiden, oder mitder Sense «leich wie das Gras/ abhauen,und in die Scheunen oder auf die Boden»n'naen. Siehe Erndte, «gleichen Heu-Erndte.

Einfadenien, Einfädeln, heissen dieNäh-teriiinen, wenn sie einen Faden mit dem ei-nen Ende durch das Nadel-Oehr bringen,welches bey den gezwirnten oder glatt gespon-nenen Fäden gar leichte zu verrichten; beyden rauhen und sasichten Enden aber wie daswollene Garn und die nnüezwirnte offene Sei-de bedienet m n sich des Vortheils, einesscharffen Bruchs des doppelt gebogenen Fa-dens. Doch es ist eine bekannte geringeSache

Einfalteln, siebe Einreihen-

Einfannen, Heisset man bey der Iägsrey,wenn ein N-uib-Tlner oder Hund in dasandere aMssen hat. Man sagts auch, wennman wilde Thiere in einem vermachten Ortelauffen hat, und selbige anders wohin in da-zu gehörige Kasten bringen wil!: Man willsie einsangen.

Einfassung, wird dasjenige genennet, wo-mit eine Sachs an ihren äussersten Theilenbald zu einer Zierde , bald zur Nothwendig-keit umschlossen und besehet wird. Zu diesensind zu rechnen, die aus gewissen'Gliedernder Ordnungen bestehende Rahmen umSpiegel, Fenster, Thüren und mancherleyOeffnungen, davon siehe Marhein. i^ricun;nechst diesen bezreiffct man auch da-unier alleund iede Besetzung der Ränder an den Blu-men - oder Küchen - Beeten, nebst den ge-machten Abtheilungen in dergleichen Gärten,wrrzu am meisten Bux-Baum, ausser die-sem aber auch Salben, Majoran, Lavendel,Gpiea und dergleichen Kräuter gebrauchtwerden. Endlich so pflegen auch die Weibs-Verjonen durch Bander und Streiffen anverschiedene Gerathschafft mancherlei, Verzie-rungen anzubringen, die eben diesen Nahmenbekommen, insonderheit werden von ihnen diemeisten Röcke mit einer Einfassung von Band,Tressen u. s. f. versehen

Einfiechten, Heisset das vorhero wohl aus-üekämmete und durchzebürstete Haar inZvpffe flechten und Bänder einschlagen. 1ns-zemein pfleget d«s WM? KM ihren Kopff

Einfrieden Einsühren 654

dadurch alatt zu halten, daher sie die 5>aarein zwey Aopffe oben nahe ben'dem Wirbel cufgedachte Art zusammen bringen, jedoch heutzu Taae !"->l"net diese Art sonderlich unterden Vornehmen abzukommen, indem ent-weder ihre Haare kni.« wie die Ma"i's-Pe^nen beschneiden, und ülatt oder anfgekrau-selt tragen, oder aber dieselben abschnei-den und sich kleine? Peiuqven bedienenDes Einflechtens bedienen sie., ebenfalls dieStel' Knechre, und sind gewohnt als eine?m-de d-e Mahnen derer Pfei de nacS, der »Su-ge des Halles i" einen Zopff zu flechten, undhangen Limas wohl noch an dergleichen ein--aesiochtenes Ende eine wohlgeniachte Qvaste,Band-Roje n. f w. Bey denen Soldatenaber ist es eine besondere Mode und Zierde,daiinne man denen Preußischen nachgeahmethat, da«? sich dieselben die Haare lang wach-sen lassen, solche einflechten oder Schwänpsdaraus machen.

Einfrieden, heißt ein Stücke Feld , Gar-ten, Wiese, Wein- oder Hopffen - Berg, miteinem Zaun, Mauer, Plancke oder Gelandereverwahren.

En-frieren der Mühlen, Brunnen, Teicheund Wasserleitungen kan einem Hauswirtsgrossen -Schaden verursachen, dahero derielbi-ae bey herannahendem Winter die Brmmen-Röhren fleißig mit Stroh verbinden, dieBrunnen - und Röhr-Kasten, wie auch disausser der Erde, oder nicht tieff genug in der-selben liegende Wasser-Röhren mit langemMiste beschütten und beschlagen, in die Tei-che, Fischhälter und Einsäke aber, wenn eshart gefrieret, alle Morgen unterschiedlicheLöcher in das Eis hauen , oder, wie die Fi-scher sprechen- Wuhnen machen lassen soll,damit die Fische Lufft bekommen, und unterdem Eise nicht ersticken, welches bey grossemFroste und unterbleibendem Aufeisen gar leich-te geschehen kan- Eben so geschwinde ist esauch mit den Mühlen gethan, daß die Was-ser-Räder einfriere», und manchmahl etli-che Wochen, ja wohl gar den gantzen Win-ter über nicht gemahlen werden kan, daher«ein vorsichtiger Haus-Vater vor und umMartini noch, also vor Einfailuua der harte»Fröste eine Bsrlhie Getraide im Verrath, da-mit er den Winter ausdauren könne, mahlenlassen, und solches Mehl, weil sich langehält, und Winter und Sommer dauret, woh!verwahren lassen soll.

Einführen das Getraide vom Felde, ist ei-ne von denen wichtigsten und mühsamste»Arbeiten, so einem Landwirt und Bauersmannvorkommen: Denn wo man dasselbige nichtmit Fleiß und Vernuufft verrichtet, ist alledas ganl-e Jahr durch angewandte Mühe ver-gebens. Es hak aber ein Haus - Vater son-derlich vor, bey und nach dem Einführenfolgende Stücke zu beobachten. Vor demEinführen muß seine erste Sorge seyn, daßSchiff uud Geschirr tüchtig, nemlich daß ereinen guten, siarc^n und daueidafften mitbehörigen Erndre - Leitern versehenen Wa«gen und andere Zueehöruiig a» Bauch-Stri-U, üe»,