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[1] (1764)
Entstehung
Seite
609-610
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So? Eichel-Schweine Eich-Traubs

Eiche!-«chweine, nennet man diejeni-gen Schweine, weiche.man in das Ecke-rich schlägt, das ist, in die Eichen- Walder treibet, und die darinnen bcsindliAenEckern auffresseil laßt. Siehe Mast undSchweine-

Elchen siehe Archen.

Eichen-Mistel, suche Mistel.

Eiche» Schwamm, dessen ist oben bereitsunt r em Worce Eiche gedacht.

Eicker oder Eichner, siehe Aicher.

Eichhorn, ist ein kleines, denen wildenM,.roern im Springen und Klettern, denengeme-nen Wieseln aber an der Leides-Gestaltgleick- und ähnlich kommendes Thierlein,weiches aber nicht so lana als diese, undmeiste-,rheils von rother Farbe ist; unten vonder Kedle an, ani Bauche hin hat es einenweissen und lniden Strich, emen lanahaa-riaten und fast so grossen Schwank, als je»!übriger Leib ist und im untern Kiefer langeund sch.rffe Zäd»e. Es giebt deren auchaschenfarbene, oder schwärxlichte und graue,welche aber etwas seltsamer als die röchensind. Das Weidlem l.ec'et gemeiniglich drey,vier bis f'iuff Junge in ihrem Neste «us, wei-ches sie i>on ailerkand klemen Sträuchern undBaun, Maltern im Frühling iurüsteli, und.zuiauimen träget, bisweilen auch in hohlenBäumen und wilden Tauben Nestern. IhreHeckzeit ist meistentdeiis im April, und kom-men die Jungen ganl; blind auf die Welt,welche, wenn sie vier Wochen lang an d^rAtten gesauaet haben, derselben schon ausdem Nest nachlauffen, und auf den Dau-men strinneii und klettern lernen, da iluiend-nn die Alte etwas von wildem Obst, Nüs-sen, Eicheln, Mich-Eckern, Tannen-undandern, Hol»-Saamen zu fressen briiiget.Um Michaelis gelangeil sie zu ikrer vollstän-digen Grvne, und suchen sodenn auf Eichen-Büchen-T-nnen-Nuß - oder Castanien-Bäu-men ihre Nahrung sewsten. Wenn sie voneinem Ast auf den andern, und von einemBaum auf den andern springen, so bedienensie sich ihres Schweiffes an stat der Flügel.Sie werden entweder >i>ng aus den Nesterngenommen, und an Kettiein gelegt, da siedxnn leichte zahm werden, oder aber geschos-sen, gestreiffet, und ans verschiedene Art ver-speiset. Absonderlich aber schmecken sie gut,gebraten oder gesotten und mit Zwiebelnsauer zugerichtet, oder man zerhacket undtractiret sie, wie das Hasen-Klein. Diezatmi gemachten Eichhörnlein hecken auch inHäusern, wenn man ein Paar in eine beson-dere Kammer thut, und mit Werg oder an-dern! Zeug, ein Nest daraus zu machen, ver-sieht

Eich Pfahl, siebe Mahl-Pfahl.

Eich Traube, ist ein Gewächse, welches>m Frühling an den Wuryeln der Eichen un-ter der Erden, von vielen an einander Han-genden Schwamm lein, in Gestalt einer Traubezujanimcn wächset, und an Farben auswen-dig roth, inwendig aber weiß uud milchigt;

äecvnonl. I^exic.

Eiderdun Eimer 6ro

wenn solche abgedörret und zu Pulver ge-stoßen wird, wider den Durchbruch, rotheRuhr und Binlfiüsse dienet, auch äusserlich imPodagrischen Schmertzen frisch aufgestrichenwird.

Eiderdun, Eidcrdom, Etter oder'"in-ländischer Feder-Staub, sind weiche, wvl-lichte, und wie Seide so zarte «n der Farbezum theil weisse, zum theil graue Pflaumse-dern, welche aus Inland und Norwegenkommen, und daselbst in denen Nestern ge-wisser wilder See-Voael von denen Inwoh-nern mir der grösten Lebens-Ge,a!,r gesamm-let werden, gestalten sie sich über die böchstenFelsen darnach herunter lassen müssen. Siesind ungemein leichte, und werde» duhersvon reichen und vornehmen Leuten nur zuKrancken - Reise - und Sommer - Bettengebraucht, welche sie in leichte Emgsfie-der von Taffent oder Catun fassen, vorhe-ro aber dieselbe bey einem warmen Ofen,oder aber bey Hellem und warmen Sonnen-schein mit Spitz-Ruthen tapffer schiggenlassen, damit die osst häussig darinnen 'ste-ckende Hülslein und Sand davon fallen,und der Eider nun völlig reine werden mö-ge. Dergleichen rein gemachte und so-tirteffedern verkaufft man in Dännemarck dasPfund vor 2 bis ? Thaler.

Eidexe, ssede Eydechse.

Esd, oder Eid - schwur, ist eine Re-de, womit man die Wahrheit einer Aussageund die Aufrichtigkeit eines Verbrechens, un-ter der Anrufung Gottes, als eiues Zeusensder Wahrheit und Rächers des Betrugs, nachseiner Art und Weise Gott zu verehren, gewis-senkafftig anrnsset, und solcher Gestatt denandern versichert, daß man es vor eine Pflichthalte, nichts anders als die Wahrheit auszu-sagen, und, was man verspricht, zu thun,welche das göttliche Gesetz von uns erfordere.Ein vernünfftiger Wirt muß also nicht leicht-sinnig und nnbedachtsam schworen, weil dar-an der Credit in der Welt gebunden. Alleinein wahrer Christlicher Wirt besinnet sich nochvielmehr, ehe cr schwöret, wen» es nicht ausNoth oder aus Gehorsam geschiehet. Von ei-nem Eide sind zwar unterschieden allerhandBetheurungs-Worte und Flüche. Alleinauch »ene braucht ein vernünfftiger Wirt imHände! und Wandel nicht wider die Wahr-heit, dieie aber zeugen von einer verwegenenund frechen oder verwüsteten Seele.

Eimer, ist ein gewisses Maaß in flüßigeiiDingen, vornehmlich aber des Weines, wel-ches nach einer ieglichen Laiides Art unter-schiedenen Inhalt hat. Zum Exempel inLeipzig bar der Eimer nach dem Visier-Maaßvier und funffzig Kannen, und nach demSchenck-Maaß drey und sechzig; in Nürn-berg aber hat der Eymer nach dem Schenck-Maaß acht und sechzig, und nach dem Visier-Maaß nur vier und sechug Kannen. Eil«Fuder Wein halt zwölff Eimer.

Eimer werden auch die von eichenen Dau-ben zusammen gesei-te, mit eisernen ReifenU gcbuudc-