So; Ehrenpreis
dieses letzte nur siehet und b,aS vorher ange-Mte aus den Augen seüet, so pflegen der-gleichen Ehe» und Wirtschafften eben so aus-zufallen, als wie bey den, vorigen ange-zeiget-
Ehe-Steuer, siehe Ehe-Geld.
Edle/ suche EUe.
Ehrenpreis, ist ein Kraut zweyerley Ge-flechts/ nemiicl) Männleiu und Weiblein-DaS Ehrenpreis - Männlein, kriecht aufder Erde weg. Seme Stenge! sind Spannen-lang, auch darunter oder drüber/ nach derGüte des Erdbodens/ blaß-grün, an man-chen Orten röthlicht, rauch und an allen ihrenKnoten und Absätzen mit zweyen gegen einan-der überstehenden länslichtcn hellgrünen, rau-chen und gleichs-nn Sammet-hassten, amRande herum subtil und Sägenweise zerkerb-tenBlätlein besetzet, welche jederzeit in derMitte der Stengel und etwas drüber hinaufam grössesten sind. Die Blumen sind klein,vierblatterich und weiß, purpurfarbig , so dieseabfallen, folget ein sehr kleiner Saamen, wel-cher in kleinen Täschlein verborgen lieget. DieWurtzel ist nicht groß, iedoch zasericht. Die-ses Kraut wächset an nnaebauten wilden undsandigten Orten, nnd halten einige den Ehren-preis, so um die Eichen und deren Wurtzelngefunden wird, vor den besten, besonders wennman ihn im Julio sammlet. Er ist ein trefli-ches Wund-Kraut, treibet den Schweiß, die-net der Brust, ist aut vor die Schwindsucht,Kratze und andere Unreinigkeit des Geblüts/Verstopffuüg der Leber Lungen-Beschwerden,u. s. f. Man braucht ihn heut zu Tage wegenseiner herrlichenTugenden, an statt des Thees,dahero er auch von vielen der EuropäischeThee genennet wird; und sind davon des,lllmischen Nc-jici, Johann Franckeiis, Tra-ctätlein, Vervmcü T'KeWZNz, und eines Fran-zösischen Lompzrailon -!u l'db üvecia Veronique. oder Vergleichung des TheesMit dem Ehrenpreis, so zu Rheims im Jahr1707 gedruckt worden, insoiiderheit sehr wohlzu lesen. Das
Ehrenprcts-Vl?cil'Icji,, ist dem Ehren-preis-MännIein fast in allen gleich, ausser daßes dickere, grünere, rundere und unzerkerbteBlätter hat. Seine Blüthen sind aelbmitetwas Purpur-violet vermischt: der Saamenaber steckt in kleinen runden Täschiein, unddieWurkel kommt mit der Wurtzel des Ehren-preis-Männleins allerdings überein. Daßdiese Art von Ehrenpreis weniger Krafft undWirckung habe, als das Männlein, wird derFeuchtigkeit der Oerter zugeschrieben, wo eszu wachsen pfleget, nemlich in Wiesen undfeuchten sumxfigten Wäldern, inzwischen kauman cs doch innerlich wider die Rothe-Ruhrund Krätze, äusserlich aber vor Wunden.Mund, und HalS-Geschwüre ?e. gar nützlichgebrauchen.
Eiben-oder Iden-Zaum, sieheVciui».
Eibisch?Veev-^f.nm, silche !Ldep?schey-
SKUM>
Eiche 6a6
Eibisch, Eib,sch-N)ury, Ebisch-Wury,siehe Althrc.
E-chsuche Gail-Apffel.
Eiche, ist einer von denen gemeinsten , be-kanntesten und nutzbarsten Bäumen / undsowohl unter dem schwartzen und harten Gehol-ze, ais aucy in Brahnen zu finden, wie erdennfastallerOrten,a»fBerqen und in Thä-lern, es sey in schwartzen, sandigten ober lei-mizten Boden, fortkommt, iedoch an derSommer Seiten und in Gründen viel masti-ger, als an denen steiniaten Höhen und Som-mer-Bergen wächset, wiewohl eine auf dieseArt an der Sommer-Seite erwachsene?iche,wegen ihrxx kleinern, und wie ein Norn aufein-ander gewachsenen Jahre weit fester und zumGeschirre viel dauerhafftiger ist, ais die, soim Grunde und an der Winter-Seite aufge-kommen. Diejenige Eiche aber, so in schwar-zem , als Fichten - Tannen - oder Kieffern-Holtze sich befindet, wächset zwar schön geradein die Höhe, weil ihr das schwastzeHoltz denGipssel immer mit zusammen hält, und sienicht so sehr, als wenn sie frey stünde, in dieSeiten-Aeste sich ausbreiten und sommernläßt; alleine weil sie auf solche Art schatticherwächset, wird sie dahero brvsch und brüchig,und ist also nicht wohl zum Bauen, Pfosten,Kickern und dergleichen zu unken. Man zäh-let insgemein dreyerley Arten von Eichen, wel-che aber nicht aller Orten aleich, ja selten zweyArten beysammen zu finden, welche hier so,und anderer Orten wieder änderst genennetwerden. Die gemeinste Art von Eichen, wei-che aus Feldern, Wirsen und Angern wachsen,und von den meisten den Nahmen Srcin Ei-che bekommen, hat einen niedrigen starckeilStamm, aber dabey viele grosse ausgebreiteteAeste, und kleinere Blätter als die andern bey-den Arten, von dm'.ckelqrüner Farbe; unddiese träget die meisten Eicheln, so zur Mä-stung der Schweine absonderlich dienen, weil'ie grösser und süsser sind, als die aus andernEichen wachsen; so hat sie auch ein weit väl le-res Holtz zum Bauen, wenn sie nur wegen ih-rerKurtze und ästigen Wuchses darzu tauglicherwäre. Die Hasel-Eiche hat einen geradenund hohen Stamm, aber desto weniger frucht-bare Zweige und Aeste, trägetauch nicht so vielund noch darzu kleinere Früchte, als die erste.Sie wächset meistens in Heyden und Wälder»,und wird von einiaen ^och-Eiche oder Xoth-Elche genannt; das Laub derselben ist etwasgrösser, aber an Farbe lichter als der Stein-Eiche. Der Gafft färbet die Axt blau, dahe-ro die Farber solches Holtz gerne gebrauchen.Die dritte Art wird die Zirn-Eiche, ohneZweiffei von dem LateinischenWvrk ge-nannt, welche die beyden ersten Arten an Hö-he des Stammes übersteiget, und gleichfallswenig Früchte träget, welche noch dazu so kleinsind, daß sie kaum aus iluen Müügen oderKärpgen heraus sehen. Diese beyden leinenGaktunaeli taugen zum Bauen, die erstere hin-aeaen, wie gedacht, hauptsächlich zur Schwein-Mästung- Solisten ist iealiche von diesen nur
hkschmbeiW MM! M besten mi> schicklichste!»
Ml