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[1] (1764)
Entstehung
Seite
599-600
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55? Eck-Bander Edelgesteine

wen, und sie matt und müde'machc» solle;dah^ro es unter den Reutern für ein verbotenesStücllein gehalten wird-

Eidlich - >vury, siehe?lltdee-

Edrisch - ZZaum, suche Wer-Eschen--

siehe

Eck-Banden Eck-Sckuk/ werden dieje-nigen leisten Beschläge von Viech an den Cof-sers und Kisten genennet/ davon die ersten atiden scharffeii/ langen oder krummen Kantm,die andern aber an den witzigen Ecken acdach-ter Stücke fest genagelt werden, und theils zumehrerer Befestigung/ theils aber auch zu Ver-wahrung vor der Feuchtigkeit daselbst gebrau-chet werden-

Eckel, wird derjenige Abscheu genennet/oder die widerwärtige Empfindung, so derMensch/ja auch wohl ein Vieh, vor dieser undjener Sache träget. Dieser betrifft vielmah-len die schwangeren Weiber/ indem sie beydem Anfange ihrer Schwangerschaft!/ da beyVeränderung ihrer Natur, die Lebens-Gei-ster eine Alteration empfinden, und nach die-sem, durch die viele in dem Geblüt zurückbleibende Unreinigkeiten, die Chylifieationsehr turbiret wird, bald vor aller Speise, nach-gehends aber nur vor dieser und jener, einenWiderwillen hegen

Eckern, siehe Eicheln.

Eck-Zähne, werden bey denen Pferden die-jenige Zähne genennet/ welche nach einer klei-ne» Zwischen-Weite, gleich auf die Hackenfeigen, und von den jungen Pferden im vier-ten "mhr abgeschoben und abaeworffen wer-den,^ An diesen Zähnen und denen übrigendarben stehenden/ will man sowohl wegen ih-rer Farbe, indem sie vorm zehenden Jahreimmer aelber und aelber werden, als auchaus folgenden Uniständen, das Alter einesPferdes erkennen: Denn vom fünfften Jahrbis zum siebenden, haben die Zähne in derMitte eine Vertieffung, wie ein eingeboge-ner Pfennig; nach dem siebenden Jahr istdiese Höhle gantz heraus gewachsen, und sinddie Zähne gleich, wo aber die Grube gewe-sen, zeiget sich ein brauner Fleck, und diesevergehen nach dem siebenden Jahre/ eben soin der Ordnung, als wie die jungen Zähneabgeschoben, nemlich in den zwey minbrnzuerst, denn auf ieder Seite die nähssten,und endlich zuletzt in den Eck-Zähnen, sodaß diese von dem zehenden Jahre an, weißoben sind. Vom zehenden bis in das drey-zehende erhebt sich diese Ebene allmählichüber sich; nach dreyzehen Jähren bis in dassechzehende, wird solche Erhebung noch run-der; nach sechzehen Jahren aber immer spi-tziger.

' Edel'gcsteine, werden diejenigen genennet,welche von der Natur theils mit einem beson-ders ausnehmenden Giantze, theils grosser Här-te, theis mit anderer Seltenheit und Schönheitbeaabet, wodurch sie in ihrer Kostbarkeit auchso gar über das Gold jederzeit den Vorzug ae-hsbt. Sie werden eingetheilet in Durchsich-tiqe, dergleichen derAmethist, Beryll, Car-

Edel-Marder Tge «ov

funckel, Chrnsolit, Diamant, ^yacinFRubin, Saphir, Smaragd zc. und in Dicht«als Achat, Carniol, Chalcedonier, Jaspis, diesogenannte Katzen-Augen, l-z-ui i und Lg-sur-Stein, I^>'i^>^kriricnx undGrieß-Clen,'Onych, Opal,Türckis, von denen allen Mx/sondere das Natur - l^-x icun nachzuschl,^Sie entspringen aus einer der reinesten WBerg-Saltz impragnirten Feuchtigkeit, undeinem sehr zarten und flüchtigen metalli-schen Schwefel, welcher letzte ihnen die anmu-tigsten Farben, das erste aber das durchsichtigeWesen zuwege bringer. Es werden demnachdiese fast in allen Bergwercken unsers Europa,und zwar in rauhen Schalen gefunden; dochkommen sie denen Orientalischen, die in Indi-en gebohren werden, sowohl an Härte alsSchönheit lange nicht bey- Eine feme T>-theilung und Beschreibung ihrer Eigenschaf-ten, findet man in des .4»/ //j.

woselbst auch zugleich etwaivon ihrer Verfälschung erwehnet wird- Die-se Steine etwas schöner mit den Strahle»spielend zu mache», gebraucht man die r«!!,oder Blattlein, so ordentlich unter selbizege-legetwerden, siehekoNe; Sie heraegen gross»scheinend, als sie selber sind, vorzustellen, ma-chen einige entweder an dem Unter-Theil,derin den Kasten gescyer wird, mancherley Oder-Flächen, daß durch den Wiederschein, der ver-mittelst dieses Handgriffes vermehret wird,der Stein desto grösser scheine; odcr fie setze»den Stein hohl, daß zwischen der Folie »nddem Stein ein leerer Raum bleibe. Manpflegt auch die Edelaesteine, am meisten aberheut zu Tage den Amethist, Carniol, Jaspiszc- zu schneiden, uud Siegel-oder Wnppen-Ringe damit zu besetzen. Und obschon insge-mein geglaubet worden, daß allein nur denAlten die Kunst berannt gewesen, in hatteSteine zu schneiden; so erweist doch die Er-fahrung, daß solche Kunst nicht verlvhrengangen, indem nur vor einigen Jahren, meinem berühmten Steinschneider, in der Kö-niglichen Preußischen Residentz Berlin, da«Königliche Wapen in Diamant gejchmttc»worden. Der allermeiste Handel mit Edel-gesteinen ist in Engelland und Holland, undzwar meist, vermittelst der Juden, die sie Mdenn an die Juwelirer bringen. Sie werdeilnebst den Perlen nach'Uiitzen und Carath Ge-wicht ausgewogen; aufeineUntzerechiietw»»

;?6 Gra», bey den Steinen, bey den Perle»aber 4oo Grain.

Edel-Leder-Rraut oder Gulden -Me-siehe Leber - Rraur. ,

Edel - lNarder, wird wegen seines schonenund raren Peltzwercks derKaum-Marder genennet, siehe Marder. .

Ege, ist iiächir dem Pflua das nothm»Werckzeug benm Feld - oder Acker - Bau, wo-mit die Erd-Schoilen und Kloster zerbrochen/die Qvecken und anderes Unkraut aus den ^ckern gerissen; und das Erdreich über dein«^eld gestreuten Sammen gezogen wirv^°»folglich dieser damit bedecket, und voi den^geln bis zu seiner Auskeimung verwahret ^