Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
591-592
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Düngung

Dunzungs-Rsgister Dunst

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nc-Mi', mdeme stich? so wohl dm Wemam Gcs> nnacke verder-en, als auch insonter-ht .t demSrockzum 5h'Ul zu himg sind. Vorsllen d. ält der Dünger von Schaoien,Ochsen und K.chen allhier den Vorzn-: Die-se Düngung nun geschiehet bey rednerischem»der sonst nassem und feuchten Wetter fol-gender Gestalt: Wenn erstlich die im vorigenIM eesenckte Grube, bis aufs Geröhneoben weit und unten enge/ nur der breitenHaue fein rein ausgeschüpxet, und hieraufder Stock von seinen Ta-se-und Tkau-Wur-zeln nur dem Wein - Messer gereim;et, vonden G 'Ubsn -Enden losgezogen, und dersel-ben, enne dem Gervhne von unten her Scha-den zuzufügen, fein säuberlich benommenwerden, muß ein wenig Thcu-Erde oderBoden auf das Gervhne geschüttet, mit derHacke oben darauf herumiezogen, und alsodas G.rohne, damit solches ver Mist nichtalsebald mit seiner Hike angreissiiu »nd ver-brennen kan, 'ugedecket und übersckarret;Ferner der Mist oder Dünger daraufdisobenan die Grube geschüttet, und endlich auf ge-dachten Dünger etwa» drey qver Fingerhoch Erdreich gezogen, und die Gruben eben,wiewohl in hohen Bergen nicht gar zu ebenaemachet werden, damit die Regen-Masternicht über die Grube wegschössen, sondernsein in dieselbe hinein feigen können. Diespäte Düngung, weiche nemlich nicht beyZeiten, als etwan noch aleich mit dem Endedes Winters und des Frühlings Anfang ge-schiehet, sondern erst nach dem Aufziehen,oder auch nach «errichtetem Schnitte erfol-get, wenn nicht ein feuchter Frühling odernasser Sommer eintritt, tauget nichts:Denn es erhiket sich durch solches Düngenvielmehr der Stock, verbrennet, und wirdzum Verderben gebracht, weilen um solcheZeit der Gafft schon längstens ins Holtz ge-treten. Man rechnet insgemein auf zebendreysndigte Gruben ; item auf sechs vieren-Sigte; istgleichen auf vier fünffendigte; nichtweniger auf sechzehen zweyendigts Gruben,iedes mahl ein Fuder Dung, In den hohenBergen wird auch mehr erfordert. Uldri-gens ist noch zu erinnern, daß die Weinberge nicht alle Jahr, sondern nur etwan umSdritte oder vierte Jahr, der Düngung benö-tviget sind; oder aber, man theilet denWeinbe-'g in drey Theile, und lasset das er-ste Jahr einen dritten Theil, im andern Jahrdas folaende Dritthell, unv im dritten dasdritte und leine Drittheil düngen, und fäh-ret also Stückweise mit der Düngung fort.Die

Düngung der e?opffen-Garten oder Hopf-sen-Verge, darff nur alle brev Jahr gesche-hen, da man, wenn der Hopffen nach Mi-chaelis abgenommen, und bereits wiederumgedeckt i>^ etwan im Oktober um und aufdie Hopssen Gruben guten Schwein- Mist le-get, ^danüt den Winter über der Mist unterdem Schnee sich erliege, und das Erdreichwohl aeil mache- Ausser den Hspffen-Gru-ben aber soll der andere Boden nicht gedün-

get werden, denn es würde soiisten u>Unkraut darinnen wachsen, als welchemsachet, daß kein Sonnen- - wem zumH»'sen kan, und aljo dieser erstiaen vb« >>?!'dummen muste.

Düiiglüigs Register- ist bey einerLand-W>rt>chafft eine nothwendig.'niß der von Zahr zu Jahr besa,eh-n!'en Dim-ouna bey emem Gute, welches ani ßM.stcn nach Art einer Tabelle einzurichten i>!Es werven aber hauptsächlich darzudcrt: Ersti'chen, eine nach der ReihedeSpeeifieation, derer das Jahr über'zur WinterFelder, 5

ten, Wiejen, W-mverge, Küchen-auch Mund Frucht- ten; Vors andere: der Zn-halt sslcher gedüngten Stücke, und bey >e-dem Acker oder Stücke Feld, die Anzahl derBeete. Vors dritte, bey dem Felde, M>ues gedünget worden, ob zu Rübsen, Wciwi,Korn, Gerste, Kraut:e. Vors vierte, Wviel zwey - drey - oder vierspännige Fuder, aufiedeS Stuck 'ield gekomnicn: Wie viel derGärrner erhalten, und wie viel in die Wein-und Hopffen-Berge, auch auf die Wiesen pführet worden. Vors fünsste, was es «Mist, obs Pferde Schaaf-oder Rmds-W,Schweins-Mist, Tauben ^oder Hüner-Moder was es sonst vor Dünger? Ob es alteLeim-Wände, Mergel, Kalch, Asche»Odergleichen gewesen. l!nd endlich muß auchder Pferch oder die Pferch-Düngung,»»)wie viel Nächte damit auf einem!zugebracht worden, mit «ngemerckt wer-den,

Dünne-Vier, siehe Cofenr.

Dürrmaden, ist eine Kranckheit,, nMsich beym Rind - Bieh ereignet, wenn bievch-sen oder Kühe rothe Würmleiu auf ker Zungebekommen, weiche aber bald wieder verge-hen, wenn chnen die Jungen micHoniz mdeinem Ziegcl-Stein derb abgerieben , li«ddadurch diese uiinnken Gaste gezwungen «-oen, von selbsten heraus zu springen.

Dürr - "Margen, siehe Dörr-"VvcryM

Dürr-Wury, F!öh-Araut, isteinKiMtdreyerley Gattungen, groß, klein und mwtclinaßlg, wächst an ungebaueien Orte» MHügeln, auch in feuchten lustigen Auen, W»e!b"e Blume», eines bittern i>üd schaMG-ichmacks, und breite, haarigt- und MRiatter, Das aarme Gewächs aus dic Mden geßreuet, oder auch der v!,n dem Ar«gemachte Rauch- vertreibet Schla»^»'Wanken und Flöhe; Die Blatter re»>Wund heilen die Wunden, lindcrn dieSchnippen, und sollen ans das Korn >Mandere Getraide geleget, dasselbe vor den Al?-peln und Korn-Würmern bewahren-

Dunst, siehe Danipss. ,

Dunst, VogeUDunst oder Schrot, istelzu gantz kleinen runden Körnlem gesoiBBley, oder die kleinste Art vonwomit man nur nach den klemm Bsgew -Wessen pflegt. ^urch-