Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
589-590
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der Misi verfaulen,^ und von seiner eigenen Düngung zu bekümuiern; gleichwie auch der,Wärme aufthanen könne. Dürres Feld aber so die Asche gebraucht, nicht nur einen frucht-

will allezeit etwas weniger und geringer ge-dülmcr seyn : Demi wenn man. dergleichen/um seiner Dürre willen schon vor sich selbst

barmachenden Dung, sondern auch ein gutesMittel hat/ das Ungeziefer »u vertreiben.Au denen Bäumen in dem Obst Garten darff

warmes Feld, zu viel misten wollte, wurde! der Dünger nicht roh noch hikia, und dahec? leichtlich verbrennen. So wird auch ein j ro weder Pferd - noch Schwein - Mist seyn,verständiger AckerS-Mann seine Felder nichts Der beste bestehet aus einer Vermischung vonleicht im zunehmenden Mond misten oder be-j Schaas-Mist, Horn-Spänen, Gassen-Kvthdüngen, weil solches das UnkrautHauffenwei-! oder erlegenem Schlamm, welchen man,ft ausschlaaen macht. Die ! nachdcme dis Erde rings um den Baum auf

Wiesen-Düngung wird gemeiniglich im Ia< die Wurkeln etwas aufgegraben worden, dar-nuario und Februario vorgenommen, und ! auf iedoch nicht zu nahe an den Stammdenn nur die kalten und niit Gras bewachse-! schüttet, und den ausgestochenen Rasen um-nen, oder aber moosia:-und nassen Wiesen- gekehrt wieder darüber legt. Weiche Dün-Gründe gedüngt. Der Schaff - Mist und ^ anng insonderheit denen alten Obst-BäumenSchaaf-Pferch ist die beste Düngung auf kal- so nöthig als nutzlich ist.te Wiesen - Flecke. Frischer, wohl verfaul-1 Die Zeit der Garten-Düngung anbelangend,i,n!> kurzer Küli-^?ii? inamt das <?iras! wird solche sowohl im /isr!»? ^i'ükima

nen und durchgeräderten Erdreich, oderStrassen - Sand vermischt, so wird solcheseine der besten Düngungen zum Wiesewachs.Asche, Tauben-und Hüner-Mist ist abson-derlich denen nassen und ebenen Wiesen gut;oder man sammlet Ofen - Rus, Haus - Keh-r richt, Gassen - oder Hof- Koth, Garten - Ge-' ^ niste und dergleichen, vermenget solches mit^ l allerhand Vieh-?)cist, als Hüner-Tauben-Pferd - und Küb-Mist, und last diesen Misch-" " Masch den gantze» Winter über einander lie-gen, daß er wohl durchfriere, und mürbe'' werde, da er denn im Februario, über denganzen Wiesen-Platz gezettelt wird. Es sol-- Icu aber die erhabenen Oerter auf denenWiesen allezeit am stärcksten gedünget wer-den, damit der Gafft davon entweder vonsich selbsten, oder durch die folgenden Regen,in die niedern Theile ablauste- DieGarten - Düngung erfordert, nach Beschaf-- n, fenheit derer Pflantzen und Bäume, auch des' -! Erdreichs, verschiedenen Dünger, besonderszu denen Mist-und Früh-Beeren. Roß Mist;Zu denen Bäumen und sonsten Schaaf-Küh-und Ochsen - Mist; Horn - Späne, oder Ab-gang von Hörnern und Thier-Klauen; altenund sein erlogenen Schlamm aus Teichenund Dümpffeln; Gassen- oder Schorr- Erde,abgeschabte Haare von Fellen oder Walck-Haare; Hobel - Späne unter einem Hausse»Erdreich gemischt und verfaulen lassen; Gar-ten-Geniste, als Jät-Kraut, verfaultes Laubund dergleichen; oder man macht aus einund andern von erstangeführten Düngern ei-ne so wohl dem Erdreich und Grund des Gar-tens , als denen darein zu setzenden Pflantzengemasse und anständige Vermischung. Wiedenn insonderheit der schwere und kimigte' Boden, durch guten erlegenen, mit saulemHol!?, verfaulten Hobel-Spänen, Wasser-' Sand und dergleichen vermengten Schlammtucker und fruchtbar gemacht werden kan.Wer die Gerber-Lohe zwey oder drey Jahr»erlieaen, und darnach die Garten-Beeterdamit düngen läßt, hat sich um keine andere

als Roß-Tauben-und Hüner Mist, damitderen übrige Hitze von des Winters Kalteund Feuchtigkeit^ gemäßiget^ und gemildertwerde. Die Frühlings-Düngung aber ge-schiehet folgender Gestalt, da man nemlichden Dünger, so nicht von denen nur ange-führten dreyen Arten, oder aber starck mitandern, nachdem eS das Erdreich erfordert/vermenget ist, den Winter durch auf dieGarten-Bcere bringet, und daselbst aufae-schöbert lässet, damit selbiger auf solche Wei-se von der Sonnen-.nitze nicht ausgezogen,sondern vielmehr von den Feuchtigkeiten desWinters nur eingeweichet werken möge.Solchenfalls darss man nachgehendS im Aus-breiten denen Plätzen, wo solche Mist-Han-sen gelegen, wohl etwas weniger Dung las-sen, hingegen aber die andern leeren Oerterdesto reicher damit beziehen. Und dieses sollgleich im ersten Frühling, kurtz vorher, wennman die Erde umaraben will, geschehen, da-mit der ausgebreitete Mist nicht von derMertzen-Lusst ausgedörret, und solcher Ge-stalt die Erde mir desto wcnigerm Nachdruckgedünger werde. Im übrigen soll auch beydiesem, wie bey allem andern Düngen , dieMittel-Maaß beobachtet werden, weil derallzu viele Dung den Grund verbrennet; zuwenig aber auch denselben zn schwach lässet,und nicht sonderlich verbessert- DisDüngung der Vvcindergc, wird insgemeinvor Winters, auch wohl im Winter bisLicht-Messe verrichtet; wiewohl die ausge-hende Winters- und anfangende FruhUngs-Aeit auch nicht allerdings zu verwerffen ist.Sobald aber die Reben zu treiben beginnen,und solgends den Sommer über, muß mandas Misten oder Düngen anstehen lassen,weil die Augen alsdeun gar zu leichte abze-stossen werden, auch die Wurkeln.von demzu solcher ?eit angelegten Mist bey grosterSommer - Hitze, bald ausdörren können.Den Weinbergen ist fast allerley Mist dien-lich, (wenn solcher nur wohl versaulet) aus-ser dem Menschen-Koch, Roß-und Schwei-T4 nc-Mist,