;zz Duchsteirr Dängerr
Düngen
auf, und halte es unten in den Sack, daßdem Pferde der Dampff in den Hals und indie Nasen-Löcher gehe; wenn dieses zwey-oderdreymahl ae,chehen, so wird der Uuratt) vonihm schiesscn. Andere berauchern dasdrüsiz-le Pserd mit der äussersten weissen Rinde vonBirckcn-HM, oder mit 5)vr>i>ssen-Nestern,und decken dl>bey den Kopff mir einer Deckewohl zu, damit der R,mch dem Pferde rechtin die Nasenlöcher gehen könne ; und alsowiederholen ne es drey od>r vier mahl. Et-liche schälen mich vier Häupter Knoblauchganft reme, zerstoßen solch.' wohl, thun Pfef-fer daran, und giessen beydes in laulichtemEßig und Baumöle dem Pserd in den Hals,und beräuchern es sodenn mit Wermut:Für die harten Drüsen wird rother Knob-lauch, Meer - Rettig , Calmus, schwarzerKümmel, Ebereschen-Beeren oder rothe Vo-gel Beeren, gelber Senff und Gartheil, al-les zusammen fein wohl in dem Wasser ge-kocht, und dem drüsizten Rosse laulicht ein-gegosse». Uiberhaupt ist zu mercken, daß inaller Drüse oder Kehlsucht den Pferden keineAder zu lassen, weil es höchst schädlich, undgemeiniglich der Tod darauf erfolget, undzum andern, daß, so bald die Drüsen rinnendwerden, es sodenn mir dem Pferd weiter keineGefahr mehr habe.
Ducaren-Roslein, siehe Mausöhrlem.
Duchstein, Duckstein, Tuchstein, istder Nahme eines berühmten weissen Bieres,welches z» Königslutter im Braunschweigi-schen Gebiete, ohnweit Helmstädt, gebrauet,und wegen seiner Güte häufig an andere auchweit entlegene Orte verführet wird. SeinenNahmen soll es daher bekommen haben, weilin und um den Fluß, daraus man das Wassertum Braue» nimmt, sehr viele Duck - oderToff-Steine gesunden werden.^
Dudelsack, siehe Bock pfelffe.
Duhm-Pfaffe, Thum-Pfaffe, suche Dlut-finckc.
Dünckel, siehe Dinckel.
Düngen, heisset einen durch vielfältigesBestellen und Frucht Tragen gleichsam ermü-deten, entkräffreten und von denjenigen Nahrungstheilchcn, welche zum Wachsthum ei-ner Art Pflanzen erfordert werden, entblöstseten und ausgezogenen oder einen von Naturmagern Erdboden, durch gewisse Materien,so dergleichen Nahrungsrheilchen, welche sichzum Äcker und der Frucht oder Manne schi-cken, und der Dünger oder Dung genennetwird, dergestalt verbessern, daß er dadurchneue Krafft bekomme, wenn Regen, Lufft,und Sonne initwircken, die Materien desDüngers'und des Bodens aber mit einandervereinigrund ingejetzet werden,als wodurch nicht nur allerhand salkigte,öilchte, und emp)-r<.-vm->r!sche, son-
dern auch brennende, und alcalische:c. Theil-chen entstehen, welche hernach, wenn derdem gedüngte» Boden anvertraute Saamedarinne aufieschlossen und d.>s in demselbenliegende Leben erwecket wird, diene», denKörper der Pflantze nach ihrer Art «usjubauen,
und ihren Wachsthum, Trieb, ihre Nakrmü.und Fruchtbarkeit befördern, wosernedie Witterung zuwider ist. Und.dieses K»schaffte, so nebst andern den Erdboden 'bessern, in der Landwirtschafft bey ben,M„und Garten-Bau vorfallet, wird die^„gung genennet. Wenn und wie solche»»»ans denen Feldern und Wiesen, in M,""Wein - undHopffen-Bergen :c. vorjunchM«davon ist unter dem Wort DüngungNachricht zu finden.
Dünger oder Dung, wird alle dichlij».Marerie genennet, womit so wohl der von M.tur schlechte, als der durch vielfaltiges Ar-beiten und Früchte-Tragen seiner NalM-j.Krafft und Tkeilchen vor die Wanken, de-raubteErdboden verbessert und zu seiner»«-rigen Fruchtbarkeit gebracht, und nach derNatur und Eigenschafft der Frucht, so dar-aus wachsen soll, zubereitet wird. Vornehm-lich wird darunter der mit StrohLaub und dergleichen vermengte Aieh-Mchoder Mist, von allerhand bey einer Hausnm-schafft nöthigen und nützlichen Thieren m-standen: Davon das Wort Mist, gleiche«Mist- State nachzuschlagen. Ein besonder!guter Dünger zu unfruchtbaren Bäumen, in-gleichen zu dem Wein-Bau wird solaMGestalt zubereitet: Man laßt nehmlich eineGrube nach Gelegenheit wohl drey Ellen liefmachen, und eine Schicht von altem mhlverfaultem Rinder - Mist einer Halden Mhoch darein thun, auf diesen eben so WSchaas - Mist, denn gleich so viel Wcin-Trester daraus werfen, hiernächst noch eimziemlichen Theil Wein- Hefen, oder in demErmangelung soviel Wasser darüber gießen,damit die eingebrachte Materie wohl befeuch-tet seyn möge; hierauf wird wieder eineSchicht Rinds - und eine Schicht SchachMist nebst einer Schicht Wein -Trester zei-get, und also sortaefahren, bis die Grube da-mit arrxesüllet. Dieser Mist muß ein IMJahr liegen, ehe er mit^Nutzen ka» gebrau-ch:! werden. Man hat auch ausser dem ge-wöhnlichen Mist noch andere zum Dünge»dienliche Materien und Mittel, womit nmentweder alleine dünget, oder solche mit dmVieh - Mlst vermenget, und find svlgMAsche, sowohl gemeine, als Laug - undfensieder- Asche, die in schweren dohmMFeldern zwar gut ist, aber nicht lange im-hält; Baum-Laub, welches in E"»Mluug des Strohes in die Ställe »nd M>-Stäten eingestreuet, und also unter ^Mist gebracht wird; Düng-Üauge , >rMunten ein mehrers; Erbsen und Feld-M -nen, wenn solche, gleich nachdem sie »«Mher, wieder umaerissen und uiiterze?»werden, welche Art zu düngen entweder, »man im andern Dünger Mangel leidet, «wenn dieser nicht ohne grosse Koste» >"Versänniniß auf ein allzuweit entsernles»»oder »usBerge zu schaffen ware,ilukl>mu?brauchen ist; Gute Erde oder settc kuhie u"' 'mengete sandigte lLrde; Garten Gen»''/Zate-GraS, und was sonsten von Ste-^-