;zi Drossel-Beere Dressel-Beer-Straul
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das allerbeste Wildpret geachtet werden/ soV > pflegt man sie gebraten gerne zu speisen, dasie denn zuförderst gerupffet, ausaenvmmen,'pK:- und an einenhölsernenSpieß angesteckt, bey.'1^ hinein nicht aar zu starcke» Feuer aebratenwerden. MittlererMt begieftel man sie öff-ters mit zerlassener, aber nicht brauner Bur--. 5. ter, und sprenget ein wenig Salb darüber;
^ ^ sind sie aber bald gahr gebraten, begiesset nian.-R! sienichmahlenmit dergleichen Butter, streuet^ ^!r. eine geriebene Gemme! darauf, lässet noch."M?- hin und wieder einige Tropften Butter dar-«uf fallen, wovon sie fein gckschten, und zw-«i»? het sie endlich gemach von dem Spiesse, daßiis die Semmel nicht sv herab falle, iegr sie auf»k i: eine Schüssel, darein etwas braune Butter^ gethan, und garniret sie mit Citronen-»««' Schiiittgen. Aii den Orten, da sie häustg ge->s»„^ fangen, und nicht mit Nutzen eonsumiretl« M werden können, pfleget man sie zu känsstigem»Ach Gebrauch folgender Gestalt in Eßig zu legen:q-g,? Wenn sie gerupffet und ausgenvmmeii, »er-, i ^ den ihnen die Beine und Kv'pffe weg »chacket,^ und wenn sie reine ausgewaschen, am Spießgestecket, und aus dem Rost halb gakr gebra-ten, da sie ein wenig gesalzen und mit Bul-ter bestrichen werden müssen; hierauflegetman sie in ein Fsßgen, weiches inwendiamit Cfiig wohl benetzet und in dasselbe eineBoden-Schicht von Lorbeer - Blattern nebstS^'b gestosjener Gewüry gethan worden,Schichtweise, daß mir den Blattern nebst. - Gewürtze und den Vögeln abgewechselt' wud. Dieses Faßgen spünder man oben zu,„ bohret ein Loch in den Deckel, d iß ein Zapften' darein gehet, machet Eßig, jo viel man be-nöthiger ist, siedend, lasset ihn wieder kalt> M werden, und giesset ihn sodenn Lurch die-" ses Loch zu denen Drosseln, seizet sie an ei-kühlen Ort, und wendet sie alle Tage fieis-'«KS sig um.
't i«- Drsssel-Veere, (Rolek-Vcere) sind schö-ne hoch - rothe Beere, weiche Büschelweise,k"-' aber nicht so dichte, als die Vogel - oder Eder-jB eschen-Beere beysammen wachsen, so habenilßc sie auch eine andere Gestalt, indem sie gantzrund, in der Grösse, als Jshannis - Beere,«B' glansend und gleichsam durchsichtig sind, einen-K' guten Safft geben, und sich lange halten. SieD werdenvon denDrosseln sehr geliebet, dahero«s sie auch ihren Nahmen mögen bekommen ha-- den. Sie wachsen auf den,^ Drossel^ZZecr-Straucl», welcher zu demSchlag - oder Unter - Holtze gerechnet wird,-' weil er seilen einen ordentlichen Stamm trei-bet. Das Hoü; ist fest und hart, hat aber inder Mitte eine« kleinen weissen Kern, wiedasH»ll»nder- Holtz, aber bey weitem' nicht^5 i» iii rck. Die Rinde ist licht - braun oderrothlicht, die Blüthen weiß, nnd die Beere,wie cbgedi cht roth. Die Blätter sind dtev-theiligt, fast wie das Advrn - raub, aber andem Rand herum nicht so vrdellrlich, sondern< gan» verwirrt, zcrkerbt, dichte, und auf deri'. kbern Seite dunckel - grün und glatt, ans deruntern aber Heli-Ml! UNS rauch, wi? Asm-!>!tt anzugreiffen.
Drücken Drüsen 58-
Dri>cken, nennen die Jager, wenn sich einHaaie vver ander Thier gan«anfdie^r..'e Nie-derleget, und den Krxff niederbücket, um nicktgesehen zu werden.
Druckwerk, ist eine Maschine, von man-cherlei) Gebräue, e und mannigfaltiger Ein-richtung in M.tttt,saetiiren , im M-i„k-We->eii Ze. Hier ist nur die/enige zu berühren,welche, nenn sie groß, zu den Wasserkün-sten, klein aber in den Feuer - >"pui-en undeinigen Brunnen gebrauchet wird. Sie be-stehet aus zweyen meßingenen Stiefeln, derenjeder unten im Boden mit seinen besondernVentil versehen ist. Wenn em solches Ven-til durch Aumehung des Druck Stempels ge-öffnet wird, so ziehet dasselbe viel Wasser indie Rohren, schliesset sich aber, sobalde manden Druck-Stempel niedergedrücket, wiederzu, dergestalt, daß das eingezogene Wasser,vermitteist eines andern etwas höher in derRöhre befindlichen Ventiles, endlich mit Ge-walt oben hinaus getrieben wird.
Drüsen, sind an den Pferden Beulen rderGeschwüre, die sie an der Kehle ( dahc-wauch dimKranckheit von einigen die Redl-sucht genennet wird) und sonst an und nebendem Halse bekomme», wenn sich die Safflein denen daselbst liegenden Drüsen verstopfen,und aufschwellen, davon sie denn ansan-gen zu husten, und gleichsam rokig werden,daß ihnen der Unrath zur Nasen heraus laussr,wenn sich die SWe verdünnen und resolvi-ren. Es ist dies« Zustand nicht so schlimm,als der Rotz, und wird von demselben leicht-lich also unterschieden: Man darff einemPferde nur die Nasenlöcher, so lang man kanfeste zudrücken, und ein Trcknck-Faß oder ander Gefässe voll Wassers unterhalten, sodennaber, wenn man das Pferd loslasset, unddasselbe auszuwerffen anfanget, fleißig Ach-tuna auf solches geben, ob die aus der Na-sen kommende Materie im Wasser schwimmeoder nicht: ists das erste, so sind es nur dieDrüsen, fallet aber die Materie zu Boden, ssist das Nferd rokig. Die danut behasstetePferde stecken andere gesunde leichtlich damitan, doch sind sie mi Winter nicht so sehr da-mit geplagt, als im Sommer. Diesem Uibeiabzuhelffen, nimmt man Honig, Zwiebel»und alt Schmeer, lasset es mit einander sie-den, und schmieret die Beulen oder Drusendes Ta«es zi'.'eymal damit, sv warm man esan der Han^ leiden kan. wenn sie denn weichwerden, drücket man sie mit den Fingernwohl aus, falls sie aber von sich selbst nichtaufbrechen wollten, so öffnet man selbige mikeiner Fliethe, reiftet das Loch ziemlich weit,baß man es reinigen kan, halt auch das Pferdum den Kopffund Leib fein warm, und giebtihm das Futter in einer Mulden oder Fasseauf die Erde, daß es sich bücken muß, sswird es desto eher von ihm schiessen; im Falkes aber nicht fort wollte, so !ziehe man den,Pferde unter den Augen einen Sack ohne Bo-den über die Nase und das Ma»l , neh-M5glüende Kohlen in einen Topft oder Pfanne,thue Wermut, Weyrauch und Rauten diir-T - «M,