579 Drey-Fuß Drossel
zunächst am Stic! bey dem Schotlein liegen,sollen am besten seyn, ihre z.ute weisse Wur-yein aber wollen keine Düngung leiden.
Drey Fuß ist ein breilfleschlaffener rlin-derund mir dreyen Füssen versehener eisernerRing, worauf man Kessel oder Pfannen übersFeuer zu stellen pfleget.
Dreylm?, ist ein holtzernes Gefässe oderArt eines Bierfasses, welches sechzig Meß-kanne» hält/ daß also drey Dreylinxie soviel als ein Viertel von hundert und achtzigKannen ausmachen.
Dreyling, pfleget man auch eine gewissePortion Brot zu nennen, wie man sie beyden Leckern hiesigen Orts gemeiniglich vorz Pfennige zu Kaufte haben kan.
Dreymähdlg, Dreymattig, werden die-jenigen Wiesen geneun'et, welche osst gewas-sert und gedünget werden, oder sonsten et-wa» niedrig an einem gewachsigen Boden lie-gen , daß das Gras gerne und geschwinde auf-wächst, folglich dergleichen Wiesen dreymalgehauen oder abgemähet werden können, dadenn das erste Gras, nachdem es abgehauenund gebortet worden, He«, und die andernbeyden das Grummet genennet werden. Diedreymahdigen Wiese» pfleget man das erstemahl gleich nach Pfingsten, das andere mahlnach Johanms, und denn zum drittenmahlum Michaelis zu hauen.
Dreyspannig heißt, wenn man mit dreyenPferden fähret, also, daß entweder dreyPferde nebett einander, nemlich zwey an derDeichsel, und das dritte auf der Wildbahne,neben dem Hand-Gaul, oder aber das drittePferd vor den beyden Deichsel-Pferden her,an einem einkelnen Ort Scheit angespannetist, und an den Riemen geleitet wird.
Drischel, suche Dresch-Flegel-
Dritte Art, siehe Arte».
Drosch, ist eine Art von Flachs, welcherseinen Saamen in denen Knoten sehr festehalt, dergestalt, daß derselben nicht, wie beydemAleng, von selbst, wenn die Knotendürre sind in der Sonne herausspringet, somdern ausgedroschen werden muß. Man sehein Marpergsrs Hanf- und Flachs-Baunach.
Drossel, (Troschel) ist ein Krammets-Vogel, von dem man zweyerley Gattunaenhat, nemlich die weiß-oder Zipp Drossel,so man auch nur msgemei» die,'-!ppe;>i nen-ne» pfleget, und die Xotl^ oder Wein-Dros-sel. Die weiß-oder Ztpp.Drossel, wel-cher auch einige den Nahmen ^oinmer-Dross.'i beylege», ist am Rucke» Aschenbraun, und also anch oben aui am Kopff, andenen Flüaeln und v-'chwai:i<, »ncenher abersogleich von der Keble >'», dunckel-weiß nutschwarten Düppe-qe» besprenget welche sichdoch unten um Bauch in etwas verlieren, unddenen weissen Federn gl-ei^e Platz lassen. Un-ter denen Flügeln ist sie etwas heU-bräunlicht,und eben selche Farbe siehet man auch untenher am Ende des Leides, oder vielmehr amAnfang des Schwanzes. Zhre Leibes Gesielt
ist hochhejyigt/ und der Grosse n»ch,Mle eme
Amsel, ausgenommen, daß die Drvss^7der Brust dick aussiehet, auf die Art wieMistler. Sie fetzet auch, wie dieser,^,die Amsel, ihr Nest an die Bäume aufzwischen die Aeste, und bringet, nach »im,,he»-tagiger Brüt, vier oder fünffaus. Ihr Strich gehet an, noch ehe UKrammets-Vv»iel und Roth- oderDrosseln ziehen; sie ist aber nicht geW, .Hanffen-weis. wie diese, zu streichen, sWvier, fünff bis sechse ist gemeiniglich dieste Zahl, die man bey ihrem ordentlichenHlua erblicket; zuweilen liehet man zwar vier-zig bis funsszig Weiß-Drosseln oder Zi«mit einander fliegen, als welches nur ^We-het, wenn sie eintzeln zusammen stoßen,leine sie bleiben doch nicht lange bey einander,und wählet bald darauf eine Parthey dich»,eine andere Parthey aber wieder einen MeinWeg. Und wie dieser Vogel seinen Zttthbey Zeiten beginnet, so endet er solchen achsehr früh, und zwar wenige Wochen nachMichaelis, da er von der Roth - oder Wck-Drossel, als welche besser, denn er, dieMevertragen kan, abgelöset wird. Uibriginjlässet er sich ans dem Heerde wohl fangen,und suchet seine Nahrung i» Wachholder-Drossel- Vogel- oder Ebereschen-auch W-beeren, wie nicht weniger, ehe diese noch >»finde», in allerhand Gewürme; im Vogel-bauer aber, wenn man ihn zur Lock einstellchwird er mit Milch und Hirse-Kleyen gefüt-tert. Die
Rotl> - oder Wein-Drossel, so anch eichsdie Winter-Drossel nennen, ist etwas ge-ringer und schmachtiger am Leibe, als dieZipp Drossel, hat auch sowohl am Baucheund Halse, als unter den Flügeln mehr ro-thes eingesprenget, als jene, und ist mlgelblichlcn Strichen unter den Augen gezeich-net. Der Kopff ist länglicht gestaltet/ unSder Schnabel, ob er gleich, wie einer WAoder Weiß-Drossel Schnabel geformet, »ldoch viel subtiler und elwas schwärtzlichlcr.Die Füsse sind auch mehr schwartzlicht, a>San der andern Drossel, doch sieht sie eben sshochbeinigt aus. Gleichwie sie mit dem Kr»mets Vogel zu einer Zeit kommt und vorbe»ziehet, also wird anch davor gehalten, msie zusammen ihre jungen an einem Lwausbringen, weil man niemals hiesiger Mden dergleichen Brüt gefunden hat. Nehet nicht einzeln, sondern streichet gleich bKKraminets-Vögelnmit vollem Haussen, umfället gerne auf die Herde und Leim -Mei-le, woselbst sie i» der Zug-Zeit inM»Mengegesange» wird. Ihre Nahrung M«alle bey der Zipp-Drossel erwehnte Bee ^iiicht wenigergeniesset siealleSorlen «clur-Beei e, nnd im Frühjahr kIei>le Schnecke!i>MGewürme: insonderheit aber belustiget stcimzur Herbst-Zeit an den Weinbeeren m cwWeinberge», welches vielleicht Anbiß Zli i»-rein Nahine» (wein Drossel) mag Mtthaben. Weil diese Bog--l einei! londeiMangeuebmen Geschmack habe», und we,?eihrer Güte iicchst den HW'eii vo» viele»»»