Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
573-574
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chet. Drittens, wenn also ein halb Schock,oder so viel man auf einmahl angeleget, abge-droschen ist, wird das Ausgedroschene mittenauf der Tenne dünne ausgebreitet, die Aeh-ren und Stückeln sein ab-und zusammen ge-recht, so das Rleine und Abrechling von denDauern genennet wird. Im» vierten mußman das von dem RIeinen gesäuberte Getraidemit einem Fiederwisch, welcher an eine vierbis fünfftehalb Ellen lange leichte Stange ge-bunden ist, fleißig überkehrcn und abfledern,damit die von dem Rechen zurück gelasseneAehren und Stürtzeln vollends cheraus kom-men, welches die Bauren Uiberkehr nennen.Fünfftens wird das solcher Gestalt etwas reinegemachte Getraide erstlich durch das grosse,und hernach durch das kleine Aehren-Sieb ge-räutert, damit daS übrige Grobe vollends insolchem zurücke bleibe, und zu der Uiberkehrgeschüttet werde, das durchgefaUene Getraideaber wird auf der Tenne mit dem umgewand-ten, und die Zancken in die Höhe kehrendenHarcken oder Rechen etliche mahl, so offt esnemlich die Nothdurfft erfordert, aufgewor-fen, damit das aunoch darin befindliche unrei-ne Zeug in die Höhe, und zu oberst obenaufkommen möge, welches von den Bauern um-wenden genennet wird? nach jedesmahligenAufwerffen aber werden vors sechste die Kör-ner mit einem Stroh-Seile, das man zwi-schen den Zancken eines Rechen hängen hat,von einer Seite zur andern aufgerühretoder aufgerüsselt,( welches die Bauern Aufge-rieben heissen! und gleich darauf, siebendensdas oben liegende gröbste Zeug mitdcm Fleder-wische abgefledert, und ebenfalls zur Uiber-kehr aethan; welches Aufwerffen, Aufreibenund Abfledern also etliche mahl wiederholetwird, damit das Getraide zum Wurffen oderWvrffeln desto reiner werde. Achtens, nach-dem nun so viel, als zu einem Aufkellen nö-thig , nach und nach ausaedroschen, und aufvorher beschriebene Art, durch Abrechen, Aus-sieben, Umwenden, Austreiben, uud offt-niahliges Abfledern aus dem Gröbsten reinegemacht worden, wird endlich das worffelnoder >Vurffen vorgenommen, indem das Ge-traide mir emerSchauffel aegen den Wind zu,an den andern-Ort der Scheun-Teune fein indie Hohe hingeworfen wird, damit sich dieKörner aus einander theilen, und der Winddie Spreuer davon absondern und zurücke we-hen könne. Zst des Windes zu wcnig, so mußman das Gewurssre desto öffter mit oem Fleder-wisch abkehren; ist aber dessen zu viel, so müs-sen die Scheuii-Thore nicht allzuweit aufge-macht werden, daß der Wind nicht allzuAarckauf die Scheun-Tenne gehe, weil er sonstendas geringe Getraide zu starck unter die Spreuoder Sprener verwehen würde- Wenn derHaussen ganv gewurfft ist, so beschauet mandasgewurffle oder geworffelte Getraide, wieweit es rein ist, und so weit lässet man dassel-be vor sich liegen, und nimmt das andere umdieselblge Gebend etwas über die Helsste wie-der hervor an den vorigen Ort, (doch, daß dieSpreu vorher» bey Seile geichaffes werde)

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wursst es wieder aufs neue, und fledert es wie-der ab, da es denn wie vorher», soweit es rei-ne ist, abgenommen, und Mit diesen Wurffeinund Abnehmen vier, sunss und mehrmaklei,wiederholet wird, nachdem nemlich der Windgehet, und das Getraide sich bald reine machenlaßt. Zum neunten: nachdem letzten mahlWurssen,und wenn die Spreuer völlig i» einenWinckel über emen Haussen gekehret worden,nimmt man das allervorderste zu Saamen ab,und last das übrige durch die Rorn-Rolle oderFege lauffen, i welche hauptsächlich nur zuKorn und Weisen gebraucht wird)damitdaskleine Gesame, ingleichen aller Zusaft undStaub durchsalle. Damit aber zek>e»densdas Getraide noch reiner werde, pfleget man esferner erst!,ch mit dem gantzen, und denn mitdem halben Raden-Sieb zu sieben, wovondas DurchgefaUene den Nahmen des geringenGetraides bekommt, so d-m Vieh zum Futterdienet- Endlich wird aufgehoben, das guteund aeringe Getraide gemessen, den Drescher»ihr Lohn davon ertheilet, der Rest gesackt, undvon den Dreschern ab - und an gehörigen Ortgetragen, wo es ordentlich und fein' dünneaufgeschüttet, und anfanglich die Woche zweybis drey mahl, »achgehends aber, bis es rechttreuße wird, wenigstens alle Wochen einmahlfleißig gewendet wird. Das Dreschen wirdauch überhaupt in der Wirtschafft unterschie-den i) ins Probe-Dreschen, wodurch manerforschet, wie das Getraide scheffelt- -) Vor-schein, wovon oben gehandelt, und z) in dasRemedreschen, worauf sonderlich zu sehen.Man hat zweyerley Mittel zu erfahren, obdie Drescher rein gedroschen. Wenn man andenen Aehren des rein gedroschenen Strohesstarck mit dem Huthe hindurch fähret, und esfallen noch vielKörner in denselben, ist solcheseine Anzeige, daß die Drescher nicht reinedreschen. Wo sich solches nun, wenn maneine gankc Anlage solchergestaltprobiret, beyailenloder doch denen meisten Schütten äussert,daselbst wird die Anzeiae noch stärcker. Undman hat Ursache weiter und noch gewisser zugehen, indem man aus dergleichen Anzeigung4) gar zum Nachdreschen schreitet, welchesman durch ein paar andere Leute in selnemBey-feyn kan verrichten lassen. Die also faul undnachläßig befundenen Drejcher werden als--denn billig, wann sie vorher erinnert und er-mahnet worden, gestraffet. Sonderlich mußman ben denen Frökne-ingleichen Taaelohn-oder Schock-Dreschern, welche ihr Lohn anGelde bekommen, hierauf Achtung haben.Die beste Zeit zu Dreschen ist im Winter,und bey trockener Zeit, indem das Getraidebald nach dem Einfuhren, und bey feuchtemund gelinden Wetter zähe wird, und die Kör-ner nicht gerne losqcbe», daher» man auch,wenn man Korn und Weitzen zc. zu Saainenhaben will, ss viel als man nöthig hat, zuvorschlagen, und die «evorschlagte Garbenmillerweilen ausdie Seite zu schaffen, und zubeauemer Zeit auszudreschen pflegt. Wc»lauch ein Landwirt, nechst dem langen oderSchütten- Mi »h/ auch Fumr-Sttol), be-

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