Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
571-572
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;/i Brat Dreck-Rogel

Dresche«

scheu Bürger, .Nahmens Rudvlph zugeschrie-ben. Weil aber dessen Sohn aus Unverstandeinsmahls das hierzu benöthigte Werckzeuz et-lichen fremden arglistigen Leureu gewiesen, undeben dieser, da^ ihn der Vater deshalben hartangelassen und übel tractiret, die Flucht ergrif-fen; als ist dadurch und bey so gestalten Sa-chen diese Kunst anderer Orten bald bekanntund nachgemacht worden.

Drat, heißt auch das dickgespvnneneGarnvon Hauffbey denen Schuhmachern. Es sindvielerley Arten desselben, der Sattler brauchetsolches ebenfalls, sonderlich das starcke mitPech überzogene. Auf dem Lande, wo mannicht gleich einen Sattler zur Hand hat, wennam Geschirre was reistet, muß eiu guter Stall-Knecht oder Hofmeister nebst einigen Riemenund dergleichen, auch solchen Drat zur Handhaben.

Drat-Leuchtcr, ist eine aus starckem eiser-nen oder meßiuqeiien Drat zusammen geseNteMachine, welcher von unterschiedener Forme,und die Stelle eines Leuchters vertritt, wor-an die Dille mit dem Lichte sich auf und niederschieben lasset. Es hat dieser bald einen hölke»nen, bald eiueu eisernen Fuß, und sind dieseletzten den ersten wegen der Funcken vorzuzie-hen.

Drat-Schlingen, werden von mittelmäßi-gem ausgeglüheten eisernen, oder auch vonmeßingenem,einergenieinenStecke-Nadcl di-cken Drat verfertiget, und an dessen einem En-de eine kleine Schleiffe gemacht, wordnrch dasandere Ende gestecket, und an einer Hecke,Zaun, Baum oder Gebüsche, wo man einenHaasen,Fuchsen oder andereThieredurchgekro-chenzuseyn spüret, vorgestellet und befestigetwird, daß als», wenn ein solches Thier, dasden Wechsel hindurch hat, die Schlinge paßi-ren will, sogleich der Drat sich zusammen zie-het, und solcher Gestalt das Thier gefangenhält. Ehe man die Drat-Schlingen stellet,muß man vorhero die Hände waschen und die-selben sowohl, als die Schlingen mit Gras,Laub oder Erde reiben; wenn man aber zu stel-le» aufhöret, hänget man dieseDrat-Schlin-gen in ein rein lemenes Säcklein an dieLusst.Einige löschen den glüendenDrat in einerFnch-sin oder Häsin Blasen-Urin ab, worzu sie her-nach dieselben Schlingen brauchen wollen,desselben Thieres Losung werfen sie hin oderschmieren solche zurWitterung daran.

Dreck, nennet man nicht nur allen Un-rat!), der in den Strassen, Gassen, Hö-fen, und auf allen Fuß-Böden von derFeuchtigkeit mit untermengten Erd - Thei-len und dergleichen entstehet; sondern eswird auch darunter verstanden, derjenigeUiberbleibsel von den genossenen Speisen,den Menschen und Vieh von sich aeben,welcher Unflat aber in Feldern und Gärtennach Unterschied derselben und der Fruchtein guter Dünger ist. Siehe Düngungund Mist.

Dreck-Vogel, ist ein Afrikanischer Vogelw!e ein Tnik-Hahii zesiaitel, der beständig

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im Koth und Schlamme wühlet, dakn^auch sehr stincket. ^ er

Dreck-Holy-Saum, siehe Natur-

con.

Drebe-Hals, siehe Natter-Vvindel

Dreschen, heißt den Saamen oder die Kör-ner der eingeerndteten Feld-Früchte, als Mi-zen, Korn, Dunckcl, Gerste, Haber, Mlsen, Erbsei!, Bohnen, Linsen, Wicken, Hi/,se, Heydekorn, Hanff, und Flachs, nuSdmStroh bringen, oder aus ihren Achten MHülsen ausschlagen, und davon reine nnchn,welche Arbeit insgemein yon den Dreschern,«!der Scheun-Tenne mit den Drischeln »daDreschflegeln, nebst der übrigen darzu geh«»-gen Gerälhschafft folgender Gestalt geschiehet'Es werden nenilich vors erst« ein halbes SWGarben, mehr oder weniger, nachdem diSGebäude oder die Tenne groß oder klein ist.Djder Panse auf die Tenne geworffen, uns eineGarbe nach der andern zu beyden Seiten MdaßdieSturtzelnandie Tennen-Wand, dieAehren aber mitten ausder Tennezusammen!»liegen kommen) unausgebunden geleget, unddurch die Drescher gevorschlagt oder, .Meidie Bauren aussprechen, gevvrschelt; DaSisi,sie fangen an einem Orte an, »nd dreschen eineGarbe nach der andern von oben bey den Etsr-zeln anfahend herunterwerts gegen die Aehrenzu,i«b, wendensiedarnach nm, und dreschcnsie auf der andern Seite auf eben selche M>Zum andern werden diealso vorgeschlagttW-ze Garben auf die Seite an eine Tennen-Midgelegt, und das von denenselben abgeschlazWGeströhde, und die abgesprungene AelMzusammen gerechet, und dahin, wo tnm daSStroh zu dreschen pfleget, geleget, hernachsünssoder sechs von den gevvrschlagren Garben,welche man ein Stroh nennet, eine lisch d?andern aufgebunden, und fein dünne, Plang die Tenne ist, ausgebreitet, (st, wdie Stürtzeln wieder an die Wand komimiund also von einem Ort bis zumandcrnaMdroschen, nachmahls mit der Hand,immiKWeiüen und Korn; Gerste Und Haber HMgen mir dem Rechen oder Harcken unizei» -und wiederum wie zuvor abgedroschen, HM»!solches Stroh, wenn es Weihen oder »m,mit beyden Händen, wenn es aber sermoderHaber ist, mit der Schutte-Gabel«aus - oder (wie der rechte Bauerheißt) aufF-schüttelt, damit die KvrM h«'ausfallen, und endlich in Jubere SM>^(welche man sogleich an behvrigen undnen Ort in der Panse oder >onstcn,muß? gebunden und geknebelt, welkes ,legen, Abdreschen und Aufbinden st ess« 'dcrhvlet wird, als viel dcrVonchcln°'Vorschlagen vorhanden sind. So M"mitdeni Abdreschen eines solchen stgeii» '" ^

Strohes fertig ist, muß man.au« allem

das übrige und kurlze Stroh, >o nichts '

die Schütten gebunden werden tan, ^lich zusammen und bey Seite rechen, >"nachgehends die Wirr-Bunde

W«m->Kehöndc) und Aehren-Vebüntt ^