Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
569-570
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Dotter Drachen-Vaum

Drachma Drat

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Dotter, ist ein Gesäme, so dem Rüb-Saa-men in allen gleich kommt, ausser daß eskleiner ist an Körnern als dieser. Man sästdergleichen im April und May/ und wirdmit' dem Haber, auch wohl eher rciff, zuwelcher Zeit man fleißig nachzusehen hat,indem er gerne ausfallt/ ehe man es ver-muthend ist. Es wird aus diesem, wie ausdem Rüb-Saamen Oel geschlagen, ausserdem er auch ein gutes Futter vor die Vogelabgiebet.

Dorret-, ist das mittlere und gelbe Theilvon dem Ey, welches mit seinem besond-rnHäutlein, und ausserhalb diesem mit demsogenannten Eyerweiß umgeben ist, nebstwelchem es hauvtsächlich dem darinnen ver-schlossenen Küchlein so lange zur Nahrungdienet, bis dasselbe ausgebrütet worden, sichvon selbsren aus seiner Schale dicket und aus-Iiechet,

Dotter-DIume, siehe Gchma!y-D!mne>Dotter-Brot, ist eine Art Zucker-Geba-ckens, dessen mehrester Theil aus Eyer-Dot-tern bestehet. Es wird folgender Gestalt zu-jbereitet: Nehmet zu ein halb Psund feinenill-u«, ein Psund gutes Weii'en . Mehl, schla-get zwo lff Eyer-Dottern hinein, und berei-tet daraus einen Teig, mischet An s und Fenchel iedes ein halb Loth wohl zerflossen dar-unter, formiret endlich den Teig nach Ge-fallen, doch meist in lange schmale Schnitt-gen und backet dieses langsam ab.

Draben oderDraber, siehe Traber.Drache, ist eine grosse Schlange, die sichin abgelegenen Wüsteneyen, sonderlich inAfrica, Asien, und America aufhall und ge-funden wird. Wiewohl Kircher, Lralmu-rr.incill i und andere auch vom Drachen in derSchweitz, auf dem Hark und in Italien ge-dencken. Es sind ihrer vielerlei) Arten.Man findet geflügelte und auch einige ohneFlügel. Etliche huben 2 etliche 4 Füsse Kopssund Schwank aber sind wie an denen Schlan-gen. Einige sind gifftig, andere nicht. Dap-per hat in seinen Reisebeschreibungen vieldavon.

Drache, ist ein Lufft-Zeichen oder ein inderselben daher fahrender lichter Strahl, wel-cher von den aufgestiegenen Dünsten daselbstgesammlet und endlich entzünde: worden.Von diesem hat das unwissende Volck, inden vorigen abergläubigeu Zeiten, sich aller-hand erdichtetes aufbürden lassen, so daß derunverständige Pöbel nicht nur unter dieserGestalt sich einen wirckiichcn dienstbaren Geistvorgestellet, sondern er hat auch davon aller-ley, ja die abgeschmacktesten Mahrlein, alsdie sichersten Wahrheiten geglaubet, welchenumnehrv als ein Gesxötte dieser höchst ein-fältigen Leute aus die Bahne gebracht, voneinem verständigen Manne aber Nicht ein-mahl gerne des Anoenckens würdig geachtetwerden.

Drachen-DmunvderHoly/siehc'^lsidcer-Daum.

Drachen - wuryel, siehe Schlangen-Rraut -

Drachma, ist der achte Theil einer Unke;

der vierte Theil eines xoths oder einQvenl-lein; halt nach kleinerm Gewichre drey Scru-pel oder sechzig Gran, und führet in denApothecken dieses Zeichen Z.

Dragun, ist einunter die Krauter-Salategehöriges Gewächs, so eines scharffen Ge-schmacks ist, Hat eine weisse vietfaserichle indie Erde wie Gras kriechende Wuryel, wel-che viel Stenge! austreibt, und Blätter, wieder Flachs hat. Die Blüthe ist weißlichr undklein, auch wohl bisweilen mit etwas aelb un-termengt, wie kleine zusammen gebundeneund oben sich zertheilende schwancke Federjein.Er trägt keinen Saamen und muß dahero durchZerrheilunz der Wurtzel im Herbst und Früh«ling forigepfiantzet und vermehret werde», da-bey liebt er einen schaktichte» feuchten Ort,und gutes Erdreich, kan auch den ganizen Wni-tcr durch im Garren verbleiben, wofern er nurmit Roß-Mist oder Stroh bedecket, und vorder einfallenden ÄMe verwahret wird. Manbraucht ihn, absonderlich die zarten Blätleindavon, gemeiniglich nur unter die Kräu-ter-Salale, oder macht Sa!>en daraus, wie-wohl er auch andern Speisen, Fleisch, Hüneritund dergleichen, einen angenehmen würichaff-reiiGejchniackgiebr. Man Hai ausser diesemnoch zweyeriey Arten, uemuch den Vviesen-Dragun, welcher zerkerbte Blätter hat, undden Dragun mir gefüllten Blumen, welchenman in Karten findet, und unter die zase-richten Winter-Gewächse zahlet.

O/x ist eui gantz silbern zuberei-

tetes Gewebe / welches mir allerhand zierlichenBlumui und Ranckeii nach unterschiedenerIn-vention gewirclet wird/ dergleichen wohlbe-güterte Leute zum Ausputz ilsrerKleidung ge-brauchen.

O, ,-/> ist ein feines schwartzes wol-

lenes Tuch/ welches zart unv leicht gewebet,so daß sich dessen das Frauen-Zimmer zu ihre?«Kicldungen bedienet.

ist ein solches Tuch vordie Manns-Personen. Man hat auch

Heisset ein gantz güldenes geweb-tes Stücke mit künstlicher und aller-hand B..ime» gezicrel, welches ebeuftlls zuvielerley Putz, Galanterie und dergleichengebtaucht wird.

Drat, wird ein nach sehr unterschiedenerDicke gestrecktes Metall geneiinet, sv daß mandergleichen eben so haben kan als einen Faden,von den kiäresten angerechnet, bis auf dieSchnur'oderLeine, woraus hernach viel nütz-liches bereiter werden kan. Man hat es dem-nach in dieser Wissenschaft sv we-r gebracht,daß das Harteste Metall in der Starcke eines derzartesten Fäden sich so gank rund und in eineGleiche und Dicke, die von gank sonderbarerLänge, bringen lässet. Von Drat Ziehern undDrat - Mühlen, siehe Natur - Mexico«.Die Erfindung dessen wird einen» Nürnberg--

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