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Blätter schmäler, und seine oberste Zweigemit weissen Blümlein gezieret sind. Dssdritte Geschlecht >st den» vorigen ebenfallsauch gleich, ausgenommen, daß es kleinerist, und gelbe Blumen trägt. Das vierte Ge-schlecht hat etwas schmälere und längere Blät-ter, als die andern. Seine Blumen kommensowohl oben an den Stengeln, als auch mittenim Gewächs Herfür, von warben erwas bleich-briuii, sonst ist es den andern gleich, ohne al-lein, daß es kleinere Blumen und Knöpsieinhat. Dieses lekte Geschlecht findet man imFelde unter dem Haber, und wirb daher auchdas wilde genenuet; die drey erster» aberwerden in den Garien gezogen, da sie sich dennfast von selbst vermehre», und zwar theils durÄausfallenden Gaamen, theils durch die sichausbreitende Zäserlein, der obschon ziemlichhart- und holyigten Wurkel, Wenn man aberden Saamen säe» will, muß solches im Früh-ling geschehen, so blühen sie annsck im Herbstdesselbigen Jahres, sonst aber, wenn sie überWinters im Garten ^ Feld gestanden fangensie in dem May und Iunio a» zu blühen.
Dorn, Dorn - Strauch, also werden ver-schiedene Arten Sträucher und Gebüsche ge-mnnet, welche an ihren Aesten und Zweigen,«usser den Blattern und Früchten, »och spi-tzige Stacheln haben, und besser zu Zäunenvnd Hecken zu gebrauchen, als in Feldern,Hölkern und Brahnen und Wiesen zu lei-den find; als der Hage- oder wilder Rosen-oder Hagedorn, der Schwary-oder «Zchle-dendorn, der (Lrenydorn, der Rraydorn,der "Weißdorn, wilde Dörnlein,oder Mebl-beer-Standen :c. von welchen allen an sei-nem Ort Erwehnung geschehen.
Dornreiche, ist eine Art kleiner Vögel, de-ren man insgemein sechserley Geschlechtezählet: Der erste, als der eigentlich so ge-nannte aemeine Dornreich, dessen Gesangnicht sonderlich schön ist, und der im Gingenin die Höhe stiegt, ist über und über am gan-zen Leib einfarbig, nemlich bräunlicht, aus-ser, daß er am Bauch hinab etwas weißarau-licht ist, und an denen Flügeln, sonderlichum die Achseln herum, hellbramilichrer aus-siehet, als an denen übrigen Theilen des Lei-des. Seiner Grösse nach kommt er dem Brau-neliein gleich. Der andere ist der schwary-köpfi.me Dornreich, welchen man an etli-chen Orten Meisen-Rönig oder Meisen-Mönch nennet. Seine Farbe ist am Kopffobt» Kohlschwark, n»d die Backen um dieAi gen weiß, wie der Meisen-Kopff auf bey-den Seiten ist, der Rücken aber Aschen Färb;«n der Grosse ist er fast wie eine Blau Meise,nur daß er in erwas länger und hochbeinigterseyn mag- Der dritte Dornreich, ist demnstbeschriebenen andern Dornreich oder Mei-sen-S^onch, in allen gleich, ausser daß, wiejener eine schwarte, dieser eine hellbrauneKarpe oder Kopff hat, um weswillen er auchricht unbillig der braunköxfigte Mönch ae-li^nnct wird. Der vierte ist der Schilff-Do> nrelch, der noch kleiner als die lestten
Dorten Dosten ;«z
zweyen, im übrigen aber gänylich aussieheswie der zuerst beschriebe»- gemeine Dorn!reich- Der fünfte ist derjenige Vonel,
an Grösse dem schwarkköpffiaten D
vmreich
oder so genannten Meisen-Mönch aauykommt, aber auf dem Kopff nnr ein i»MBläslein oder Plättlein hat, mit den,«sich unterscheidet, wiewohl er e.ucb nichts,aar dick am Leibe ist, als der gemeiiie, cd erselbigem schon an der Länge nichis nachzjAtDieser hat den schönsten Gesang unterDornreichen, ist aber schwer zu fangen. Äasechste Dornreich, ist das weichbauchjziiVögelein, welches etliche Tage vor der Nach-tigall kommt, und in dem Gebüsche, -»zwelchem es össters singend in die Höhe g>e-aet, und wieder in ein anderes niedeMel,einen aanft kurken traurigen Gesang von sichhören lässet. Dieser ist an der Grösse, imein Schiiff-Dornreich, aber am Bauch sehrweiß, und dadurch von allen andern zu un-terscheiden, die übrige Farbe ist gäntzlich, wiedie Farbe des genieinen Dornreichs. Sienähren sich mit Würmern, welche sie nichtauf der Erden, sondern meisteniheils an demLaube suchen und hinweg schlucken. ArStrich gehet um oder bald nach >!cobi an,nur der schwartzköpfizte Dornreich hält sichetwas länger auf, und bleibet im HM,nachdem das Wetter ist, fast bis mitteaiinOetober, nm die zeitigen Hollunder-Beerezu gemessen, mit welchen er wider die Na-tur der andern Dornreiche, als die auch des-wegen so lanne nicht bleiben können, gernevorlieb nimmt; Hingegen ist er auch im Wie-der-Strich zur Frühliiigs-Zeit, einer von denspätesten.
Dorndreher oderDorntreter,sieheNeun-
tödter.
Dorsch, siehe pomuchel.
Dorten, Durt, ^.walch oder Lulch, iß c»iUnkraut, welches Stroh und Aehren hat, wieder Haber, doch ohne Kern. Es wächset amden Rainen, dürren Wiesen, und auch aufLeim-Wänden und Stroh-Dächern.
Dosten oder Wohlgemutl), ist ein Kranl,welches auf den Feldern, an den Zäunen,Wege» und andern ungebauten Orten wach-set, und dem Äkajoran fast gleich kommthar aber breitere Blätter, als dieser, ie zrwaegen einander gefetzt, in deren GewerM«kleinere Blätter, vier, auch bisweilen ftw»wachsen. Der Stengel ist viereckig!, ram,rothlicht, über Ellen hoch. Die WiirtzclNischwach, und läuffl oben im Griintthin. Die Blumen sind braunrolh, biswei-len auch weiß oder Leibfarb. Das Kraut rie-chet wohl, ist am Geschmack etwas schmund zusammenziehend, öffnet die Vern«'pfungen, löset ab, nnd vertreibet den am»Husten. Die Blumen sind in dem Kraum-Salat gesund zu essen, indem sie dengen stärcken, allen Eckel vertreiben, und.«p-petit zum Esse» erwecken. Von diesem Äü»uwird ein Wasser aebrennet, weiches dem Hai»"und Mäzen sehr dienlich ist.
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