Dille Dinte
Dinten-Fisch Diptam
liehen Reisen nach Proportion des mehrernAufwands der Kosten, so sie dazu brauchen,als wen» sie ordentlich und zu Hause arbei-ten, aus die Tage gegeben werden.
DU!, ist ein Kraut, welches dem Fenchelfast ähnlich ist. ^Sie wächset etwan anderthalbEllen hoch mit runden Stengeln und vielenDiesigen, treibet kleine, zerspaltene Blätlein,wie der Fenchel, iedoch schmahlerundkürtzer.Oben am Gipffei des Stenaslsund der Neben-Zweige , kommen gelbe büschlichte Blüthen,nach welchen ein dünner, aber breiler undsch-N's schmeckender Saamen folget. Dieserwird mit anderer Krätzere» im Merken oderApril, im zunehmenden Monden gesäet, dadenn per ne'ie Saamen im Julio reiff, unddarauf im allen Monden bey trockenem Wettersiesammlet und wohl verwahret wird. DenBüschel oder die Crone brauchet man bey Ein-machung der Gureken, den Saamen aber in dieQ»a?ck-Käse, zum Cappes-Kraute, welchesübers Iadr zu aebrauchen, eingesal"en wird,das Fleisch mit einzumachen, und zu den Wür-sten, davon denn alle solche Speisen einen an-muthigen Geschmack bekommen, und auch de-sto verdaulicher werden; Denn es hat dieserSaamen die Krafft zu erwarmen und zu zer-theilen, daher» er auch in der Arkney zu vie-len nützlich gebrauchet, auch in Avothecken einWasser daraus destilliret, und ein heilsamesOel davon z«bereitet wird.
Dille, Tille, wird das runde und hohleTheil an einer eisernen Sehäpve, Mist-Gabel,Kraut-Stamrffe, und dergleichenwo derhöltzerne Stiel einaestossen wird, genennet. Soführet auch diesen Nahmen derjenige Theil ei-nes Leuchters, in dessen Verrieffung das Lichtaufgestecket wird.
Drucke!, (Dünckel'Z Dünckel-Rorn oderSpelt, ist eine Art von Getraide, «Mes. ei-ne mittelmäßige Natur zwischen demWe-tzenund der Gerste hat, indem er eine bessere Nah-rung, als diese, und eine geringere, als jenergiebet. Der Dimkel ist zweverley Art, da-von die eine dem Wemen, die andere aber derGerste ähnlich siehet, beyde müssmaufderMühle zum Gebrauch gerollet nndgestampffetwerden, weil man sengen die Hülsen nichtwegbringen kan. Die Felder, worauf er ge-saet wird muH man also düngen und besteklen, wie die Korn -und Weitzen-Felder. DerSaamen soll nicht alt, sondem von dem nachsten Jahr her sevn, und wird am besten vonEgidtt bis Michaelis gesaet. Er giebt nichtnur ein schönes, weisses. gesundes, krafftiges,allen Menschen dienliches Mehl, sondern läßtsich auch zum meisten Bierbrauen mit sonder-barem Nutzen gebrauchen.
Dinnev Lappen, heisset an einem ausge-schlachteten Rinde dasjenige Stück, so untenaus dem Bauche weggeh.,cket worden.
Dinte, heissct diejenige siüßige Materie, soaus klein zerstoßenem Kailus, oder klein ge-raspeltem Brasilien-Holtz, oder klein geriebe-nem Grünspan u. s. k. darunter Kupffer Was-ser,MttriclM'bg ewai Alaun und Gummi ge-
mischt, aus Eßig, Bier und Wljftrzübesx-7.,wird, deren m«n sich zum Schreiben geii? -niglich bedienet. Es giebt aber nach de^j,„'terscheid der darzu kommenden Stücke, »»1'unterschiedene Arten derselben, davon die ^bräuchlichsten dieschwarye, iothene. Da man nun unter diesem Worte W.gemein nur die schwartzeDintevergchtt.dils-auch die gewohnlichste und unentbehrlich^ .will ebenfalls an gegenwärtigem Ort eine^.inaen guten Pulvers gedenaen, woraus««'selbige machen und ansetzen kan. Nehm« h-zfeinsten türckischen Gailus sechs Loth, VicM»der so genannt Kupffer - Wasser vier MGummi Arabieum zwey Loth, Alaun einMmischet dieses alles, recht klar zu Pulver ge-macht, wohl unter einander, giesset eine guteKanne Eßig oder Bier darauf, sc>- r es bey Tei-le, und zwar im letzten Fall an einen ««IHMOrt, rührt es alle Tage um, und so Wihr etwas daran zu giessen nöthig Wl't, s»braucht darzu Regen-Wasser mir Sehlehe»-Wurtzeln abgesotten, darein etwas Saltz zi-worffen worden; denn von Sali; soll dieDiüteweder zu dicke werden, noch weniger «ber schM-mc.n: Das Regen-Wasser und im WmicrkaiSchnee. Wasser wird vor das beste echsim,und darum mit zugegossen, daß der Eßig nichtso starck werde, und solslich die Dinte durch-schlage: Der Eßig dienet darzu, daß dieDintenicht schimmle; Alaun hingegen verhindert,daß sie keine Hesen setzet! Das KupffwAWloder Vierriol endlich erhält sie bey frischer gu-ter Farbe. Wer im übrigen die Dinte langeZeit frisch und reine zu erhalten gedencket, misie sein zugedeckt vor Staub, und sonderlich «Brotsaamen verwahren, von welchen letzten sieam ersten schimmelt, und in gläsernen, blc»-ernen und hart gebrannten irdenen Gesäße»,die nicht glaiürt, aufbehalten; denn von d«Silber-Glatte, davon die Glasur eben ge-macht wird, verdirbt dicsell'e am ersica.Wolte sich ieinand aus eine weite, und durchentlegene wüste Orte vorzunehmende Reise nnlderaleichen Dinte versehen, der darff mt p.dachtes Pulver mit sich führen, doch muMGalius, so darinnen befindlich, ehe er dar»ter aeniischet worden, zu verschiedenen mad>e»mit Eßig gencket, und allezeit wieder dürre Pmachet worden seyn, wenn er denn beeii!»senden Falles nur etwas weniges darr» «ein Läpeen schüttet, dieses zubindet, >nwwenig Wasser oder Vier und dergleichen m-tuncket, daß es sich recht satt und vrlwchN'alsdenn aber in einein Schälgen oderdern Gesäiirr rein ausdrücket, wird dickdie beste Dinte geben, wenn auch Mdiese Operation ein paar mahl wiederlMwird. .
Dinten-Fisch, oder Dinckten, ItemFisch, ist ei» Fisch, der ein sehr sch>>'^.Blut hat, welches er von sich lässet ^Wasser damit färbet, daß ihn die FiMNU«sehen rönnen. ^
Diptam, ist ein Kraut, daron dreva^Gattungen bekannt sind. >) Der eAtiMDiptam; -) falsche Cretische oder