Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
555-556
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dem We«? - Stein wieder scharff und schnei-dend machen könne.

DlMAel Zeug oder Dennel- Zeug, besteheti)aus einem kölpernen Stocklein, welchesder Dengel - Stock genennet wird, und obenmit einem fest eingemachten platten Stück-lein Eisen, gleich einem kleinen Amboß, un-ten aber mit einer starcke» eisenwn Spitzeoder Stachel (den Dengel-Stock damit andie Erde zu stecken und > fest zu steilen) verse-ben , auch oben und unten herum mir eiser-nen Rincken beschlagen ist, damit das Stöck-lein nicht von einander reißen und zerspren-gen möge; und 2) aus einem vorne» breite»und scharff zulauffenden Hammer, mir wel-cher Scharffe die Schneide der Sense oderSichel, so auf dem obern platten Ellen desDengel-Stockes liegen muß, dünne geschlagenvd> gedengelt (gedennelt) wird.

D>'vlitar, wild dasjenige genennet, wasein? Herschafft ihren Bedienten und Gesin-de über ihn' Besoldung oder Lohn, noch jähr-lich an Holst, Getraids, Bier oder andermGeträncke, Aleisch, SM und andern Vietua-lien, zu ihrer Unterhaltung bestimmet undreichen läßt- Bey grossen Haushaltungen lpfleget man aus einen Knecht oder Magd ge-meiniglich sechs Scheffel, oder .auch, wo es^genau gesucht wird, nur sünff ScheffelDreßdner Maaß Korn, jährlichen Depu-tats zurechnen. Es pflegtauch von Altcis herbey andern Bedienungen denen Diener» ve-pmar, d. i. nicht alles an Gelde, sondernauch an Naturalien gegeben zu werden. DieFrage ist: ob es in der Wirtschafft oder beyCassen rathsam sey ? Denn man muß bey derWirtschaft nicht alles immer nach dem blin-den Herkommen und alten Gewohnheitenmachen, sondern allenthalben den wahrenGrund einzusehen suchen. Die Alten hattendarzu guten Grund. Denn sonst war die Eon-sumptio» und der Abgang der Naturalien inder Wirtschafft nicht sonderlich. Man konntenichts daraus losen, es war wohlfeil, unddagegen wenig Geld im Verkehr. Deswegenhatten sie Vortheil, wenn sie die Diener mitDeputaten besoldeten. Und wenn oder woes noch ist, da kan sich weder Herr nochDiener durch Abschaffung der Deputate ver-bessern. Allein wenn die Naturalien theueran den Mann gebracht werden können,da ist das Deputat - Wesen nicht viel nü-tze. Und woferne die Diener nach den Zei-ten eingerichtete gute Geld-Besoldungen rich-tig und zu rechter Zeit dafür bekommen, dakönnen sich diese auch nicht beschweren, zu-mahl sie durch gute Einrichtung vfft mit vielweniger» Naturalien auskomme», und alsomit wenigem baaren Gelde mehr ausrichtenkönnen. Wo also guter Handel, Wandel, undVerkehr ist, da sind die Deputate weder vorden Herrn noch den Diener rathtam.

Dese, siehe Döse.

Destllliren, heisset mittelst der Feuchtig-keit oder wasserigten Materie, die flüchtigenTheile, so in einem Cörper stecken, nachdem«elbiger durch die Mcersrioo, oder andere

Auflösungs - Arten zubereitet worden, dmcüHülffe des Feuers oder der Hitze absondernheraus ziehe», und Dunstycise in die Be-lage bringen. Es geschiehet solches auf»,.'lerley Art, entweder durch die dazuge besondere und verschiedentliche Jnstrwm-te, als die vielerhand Brenn - Oesen, K«l.be-:, Reeipienten, Retorten ic. als veM-telst derer die Dunste theils i» die Hohegetrieben werden, theils gehen sie ftiwMtheils aber steigen sie gar unter sich,die Natnr der Materie beschaffen, die himangesetzet worden. Oder durch daswelches bey dem Destilliren die Ausduiißmzu wege bringt, als: hell Feuer, glinin««Kohle», Asche, Sonne, kleiner Sand, Ei-sen-Feilig, Pferde-Mist, siedend Wasser,«dernur der Dampff davon, lebendiger oder m-gelsschter Kalch, und dergleichen. WieWman auch durch die Kälte ebenfalls zu dchl-liren vermögend ist! Es wird nemlich ssBrenn - Zeug, nachdem es augefüllet Mgehörig verlntiret, in gantz klein wie Schneezerflossenes Eis, darunter Saly gemeiWworden, gesetzt, und äußerlich rund hermdamit wohl beleget, und fest an einander ge-druckt, oben über dem Helm aber muß ch-denn von Zeit zu Zeit ein Tuch in heWWasser getuncket, geleget, und wenn die>Äkalt, wieder mit einem warme» abgeweWwerden; Diese Art zu destllliren hat dieV-geiischafft des ersten Grades. Vor allen Miman demnach die vier Grade der Hitze Mlmercken. Davon der erste nicht starker,cklaulicht Wasser, oder der Dampff von Re-dendem Wasser, woran man keinen GchMnehmen kan. Der andere ist schon stiircker,und so warm als Asche. Der dritte WSist noch heisser, so daß er empfindlich drewl,wann man dieHand daran hält, wie derm-re Sand thut. Der vierte ist so hefftig/ mman ihn gar nicht erdulten oder ausMkan, wie die Hitze von dem Eisen - FeMMFeil-Spanen ist. Der erste Grad Mlsich gut zu Destillirung der subtile» u«feuchten Materien, wie die Blumen, midi«Blüthe», und die Kräuter von kalter Mwund dergleichen sind. Der andere zu TMlirnng der subtilen und trockenen Dmze. Ugleichen alle starckriechende Sachen, als Vser, Jinimet, Ingwer, Würtz - NegeWlN'auch verschiedene scharssschmeckeiidewie der Wermut und Salbey find.dritte alleMaterien, so ein dickes uiwMtiges Wesen haben , von welchermehresteu Wurtzel» sind; und der vierteleMetalle und Mineralien , Alaun, M'nie und deraleichen, zu destilliren.übrigen dieDestillir-Oesen anzurichten,che Instiumente darzu zu gebrauche», >was sonst darbey in acht zu nehmen,weitläufftig aus Uoniceri Rrautev - -0durch Uffenbachen erklaret, er>eh«i wac!Einfältiaere können auch das DeMire»der-^-l. Menerdrack barmhertzigenhinlänglich lernen. Der Nuken ^sich vememlich in der Medicin;