55Z Deck-Bette Deck-Netze
M, Deck-2>ette, Heisset dasjenige Stücke von^5? einem vollständigen Feder - Bette, «vmitman sich zuzudecken pfleget, wenn mandarinnen lieget. Es wird dieses nach sei-ner Breite unterschieden, indem es vor ei-ne oder zwey Personen gerichtet ist. Manbraucht auch gerne nach derIahrs-Ieit einenSW Abwechsel damit, und an dessen stat »ineblosse Matratze, im Winter aber ein dickerI und derber gestvxffres Ober-Berte.
Decke, wird alles dasjenige genennt, wo-Gzx,. mit man etwas bedecket, als Pferd - Decken,, ^ Stroh -Decken ?c- wovon am behorigen Ort^ em mehrers. . . ^ .
Decke, Decken, ist eme Arbeit in Wein-^ ? bergen, welche der Winker, nach dem Pfahl-' - Ziehen, einiger Orten vor der Dungung, aneinigen Orten aber »ach derselben, noch vorWinters,und ehe die dem Wein-Stock höchst-schädliche Fröste einfallen, zu verrichten hat,W/ da ncmlich derselbe mit der breiten Haue oderI«!- Htickc, gleichsam eine Furche zum (stock hin, ^ macht, und dabey acht hat, wie mW wohin^ er sich zu erstrecken, und zu decken am besten'/M- hingerichtet, damit er, der Winker, solchenAw > recht niederbiegen, em wenig mit dem Fuß«ich betreten, und hernach mit der Haue« vollErde fein zudecken könne. Es muß aber sol-irkri chcs Decken an cinein schonen hellen Tage,WP und wenn die Sonne scheinet, geschehen, da-mit das Holtz fem trocken unter die ErdeV».' kouniie, weilen sonsten im Nassen die AugenNi o unter der Erde verfaulen. Sonsten muß auchKm:, ein Wiutzer in acht nehmen, daß er nicht«w!. w tieff, auch nicht zu seichte decke? Nicht zuM! lleff, daß es nicht ersticke; nicht zu seichte,daß es auch nicht erfriere, iedoch besser et-lickie was seichte, als zu tieff; im Sande aber, da> Z der Wind den Boden heben und wegführen!? ka», ist eine etwas liesse Decke auch nicht„,,z- schädlich.
Md Deck-Lekncn/Lönen, Liinnen oderLun-' > ftn, sind aus Eisen gemachte, und mit Fe-dern versehene Stiffte, welche oben starcke5... blechmie oder holfterne mit Nieten verwahr-teDeckel haben, und vor die Raver an dieÄ>' Achlen eines Rüst-oder Mist-Wagens, dar-, an man keine Stemm - Leisten führet, geste-'.' cket werden, damit die Räder nicht ablaufen,noch der Straßen - Koth so leicht in dieSchmiere komme.
Deck-Neye, vor die Reb- Hühner, Wach-i ^ kein, und dergleichen Vogel, werden entwe-dermitlcknglicht qevierten und Raulenförmi-gen oder viercckigten Maschen oder Schma-sen, aus ziemlich zarten und doppelt gezwirn-^ ren Faden-gestricket. Sie dürssen nicht län-ger, denn vierzig bis fünff und vierzig Ellen,und mchr kü'.l-er, denn zwantzig Ellen, dieN, Hohe oder Breite aber nicht geringer als achtEllen, und nicht grosser als zwölss Ellen, auchi >ede Masche zwey Zoll weit daran seyn. Die-sesGarn oder Netze wird oben mit einer, ei-F- nes kleinen Fingers kicken Schnur einer El-fi! le lang herabhängend gelassen; So muß manauch s„ den beyden schmalen Seiren desGarns von zwey zu zwey iSchuhen weit an-
k
Defekten Dengeln 554
dere Schnürlein aufknüpffen, damit das Deck-Garn in zwey Stangen gebunden, und von s»viel Personen kan qetragen werden.
Decken oder Caminec - Matten, sieheMatten.
Defeeten, (in Wirtschaffts - Rechnungen)heißen Mangel oder Fehler, welche man einemauf Rechnung fitzenden Beamten aus seinenWochen-Monat - oder Iahrs-Rechuunaen zuziehen pflegt. Diese Untersuchung soll allezeitvon einem unparlheyischen Mann vorgenom-men werden, der das Geschaffte der Einnah-me und Ausgabe, worüber die Rechnung ge-führet wird, wie auch das Rechnungs-Wesenselbst verstehet, damit niemanden Unrecht ge-schehe.
Deichsel oder Deissel, ein Haupt-Stück^ an dem Vorder-Therte einer Kutsche, Ruff-Wagens oder andern Fuhr - Werckes, so vonzweyen neben einander gespannten Pferdengezogen wird, ist ein sechs Ellen langes, run-des , und an dem dicken Ende etwas vier-eckig! - gehauenes Stücke Hol« oder Baum,welches zwischen den Armen an der Vorder-Achse zu stecken kommt, und daselbst entwe-der fest und unbeweglich eingemacht, oderaber nach Belieben zurück geschlagen, oderheraus genommen, nno wieder eingeschoben,denn mit einem an der Seite durch die Armeund Deichsel durchgesteckten eisernen Nagelbefestiget werden kan. Die Deichsel dienetnicht nur die vor den Wagen gespannten Pfer-de , etwas voneinander, und dieselben, in-deme sie vornen mit den Brust - und Hals-Ketren daran hängen, an dem Wagen fest,und in Ordnung zu halten; sondern auch denWagen selbst dadurch nach Gefallen zu len-ken, und wenn er in schnellem Lauffe, son-derlich, wo es Berg herab gehet, damit ver-mittelst der Halt-Ketten aufzuhalten.
Derchsel-Eisen, ist nichts anders als eingantzer, fast über das Knie gehender Steig-Bügel, oder eine vom Knie bis untern Fußgehende, oben über dem Knie etwas gebo-gene, unten aber wie ein Steig - Bügelsorimrte breite und starcke eiserne Schiene,welche oben mit einem Riemen an derrechten Seite des Sattels festgemacht ist,und verhindert, daß die Deichsel des aufdem Sattel - Pferd sitzenden FuhrmannsBein nicht beschinde, oder gar entzwei)schmeisse.
Deichsel.Rette, siehe Halt-Rette.
Deichsel-Pferde welche man auch Stan-gen Pferde nennet, find diejenigen, so mangleich vor dem Wagen an die Deichsel zuspannen pfleget. Sie werden zum Unterschiedder Riem, Pferde also genennct, welche vordie Deichsel - oder Stangen - Pferde gespanntwerden, wenn man drey-vier-fünff- sechs- odermehrspännig fahren will.
Dengeln overDeniieln, heißt die Schär-fen an denen Sensen und Sicheln, wenn sol-che nicht mehr schneiden wollen, und zu di-cke worden, erstlich auf dem Dengel-Stockmit dem Denzel-Haminer wieder dünn schla-gen, damit man. sie hernach desto besser mitS z vom