Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
551-552
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Daum

Debbel

December

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lichte Zufälle dienet, xurgiret und den Urintreibet.

?anm, ist der zwölffte Theil eines Werck-Schuhes oder Fußes, der hinwieder in zwölffGrana oder Gersten - Rörncr abgetheiletwird.

Dauung, ist eine Arbeit des Magens beyMenschen und Thieren, worauf ihre Nah-rung, ihre Stärcke, Gesundheit, !» bey denenThieren die Güte und Gesundheit des Fleischesankommt. Daher diejenigen Thiere, welchedie beste Dauung ihres Futters h.iben, dasbeste und gesundeste Fleisch vor den Menschenund dessen Dauung geben. Darum ist dasFleisch der wiederkäuenden vierfWgen Thieream gesundesten, als die ihre Dauung durchdas erste grobe Schroten des Futters, welchesdoch sehr schlecht von starten gehet, da sienur eine Reihe Zähne haben, ansangen, hier-auf in dem i sten Magen, so der Wanst heißt,erweichen lassen, und nach dem es wieder inMund gebracht, von neuem zerkauen, dar-auf sie renn weit zärter in dem andern Ma-gen, so die Haube ober Hülle heißt (reilcuium)aus diesem aber als noch besser »erweichet indas Mannigfald oder den zten Magen, wo dieSpeise vollends aufgelöser wird, und daraufendlich in den vierten Magen, der an denenGedärmen lieget, und mit unserm Magenerst übereinkommt, gehet. Ja eben dieserguten Dauung dieser Thiere ist auch zuzu-schreiben, daß sie nebst dem Fleische und demSchmeere, wie auch Fette unter dem Fleische,noch eine besondere Art des Fettes, nemlichTalch oderllnschlitt ansetzen, welches die an-dern, so nicht wiederkäuen, nicht haben. Jeschlechtere Dauung diese Thiere im Gegen-theil machen, ie schlechter und unverdauli-cher ist auch ihr Fleisch. Und dazu gehörenalle diejenigen Thiere, die nicht wiederkäuen,z.E- das Schwein. Diese Nachricht dienetnun zu vielen Annierckungen und Sätzen,darinne allerhand Wircschaffts-Geschaffte,son-derlich in der Viehzucht ihren zureichendenGrund haben.

T-ebbel oder Del'el, wird eigentlich nurderjenige viereckigte höltzerne Keil genennet,den man gemeiniglich in eine Mauer oderLeimwand einzutreiben pfleget, daß dareinein Haspen, Haken, Nagel, Schraube, unddergleichen recht feste gemacht werden kön-ne. Es muß derselbe aus keinem feuchten,nochgrünen Holtze gemachet werden, welches sonstbalde eintrocknet, und sich alödenn gerne wie-der heraus ziehen lässet; Auch soll man kein ei-chenes und solches Helft darz» gebrauche»!, dassich gerne spaltet und in Stücken gehet. De-bel-Voden -aber Heisset hernach auch derje-nige Fuß- Boden, zwischen zweyen Stockwer-ken eines.Hauses, wo zwischen zwey Haupt-Balcken der Raum Mit dichte an einandergeschlichteten, und zur Seiten mit eingebohrlen runden Dedeln verbundenen etwas schwä-chern Balcken ausgefüllet ist, so daß ihre un-tere Flache, die die Decke der darunter ge-legenen Zimmer absiebet, gantz gerade ist,

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oben hergegen, wo der Fuß-Boden darüb»I zu liegen kommet, wird die zwischen i>-Haupt - Balcken entstandene kleine Vertief! fung mit klare', trockenen Schuttfüllet.

oder wie die Bauren sprechen^.

zen, siehe Zehend,

ist der zwölffte und letztes«

im Jahr, vom Januario an gerechnet, ab»der zehende vom Martio an, daher er Mj»,Lateinischen seinen Nahme» v-cemb«kommen. Dieser Monat, welcher ein»»dreyßig Tage hat, ist des Herbstes Ende, Mdes Winters oder des letzten Jahr-TMAnfang, da die Sonne in das himmlischeZeichen des Eteinbocks tritt, welches in ei-nem gemeinen Jahr den zwey und

sten dieses Monats , als den Tag

Thomas-Tag, m einem Schalt-Jahrum einen Tag ehender, nemlich am ein undzwanyigsten December, als am Tbomas-T«,selbsten geschiehet, und den kürfteste»Tq,aber die längste Nacht macht, woraus je«wieder zu wachsen, diese aber abzunehmenbeginnet. Kayser Carl der Große hat kie-sen Monat den Hilic- oder Hcjlici-!N«wegen der darinnen einfallenden heiligen Zei-len des Adventsund der Geburt Chußi ze-nennet. Heut zu Tage heißt er der Chnß-Monat, weilen das heilige Christ-Fest,»»der Christlichen Kirche feycrlich in demselbenbegangen wird. Was ein guter Land -undHaus - Wirt diesen Monat über in seinerHaushaltung zu verrichten und vor Anstaltenzu machen habe, kau man in dem zu Endedieses l^exici befindlichen Wirtschaffts-Eilen-der nachlesen. Auch kan man daselbst dieWetter-Vermuthungen, ingleichen von !«Fruchtbarkeit des folgenden Jahres iiW-chen- Sonst aber ist zu mercken, daß dieserund alle diejenigen Monate, worinnen«der Kirche gewisse Feste und heilige Zeiten ze-feyert werden, durch den Aberglauben mlvielen fabelhaften Dinaen, auch i» derWirtschafft bisweilen zugebracht irme».Sonderlich pflegt dieser Christ-Monat iveDdes heiligen Christ-Festes, so doch nur imkührlich dahin geleget worden, indem die Ge-burt des Herrn nicht um diese Zeit geWl«ist, durch solche Dinge gemisbrauchct >mdiese heilige Zeit vornehmiich entheiliget!»werden. Ein Theil der zwölff Nachte f»darein. Was nun darinne vor Mergln«»überhaupt und in Ansehung der Wirtsch»getrieben wird, ist bekannt. Was der M«i-Tag, nachdem er auf die Wochen-TM Mvor Bedeutung in der Wirtschaft geben Mist eben so ungereimt. Allein wir wollen Wabergläubisches Zeug nicht fortpflanzen, Wdern vielmehr unterdrücken, daher wir damdie thörichten Stückgen nicht erst anfuhren,die sich alle auf das falsche 5u?i'oücmn, «nob die Geburt des Herrn sich aus «a«"'che Dinge beziehe, und daß dieselbe zuser Zeit wircklich geschehen sey, jadere Irrthümer von diesem Geheimniß wReligion gründen. ^