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Darr-BIeche
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tj», als man in einer Hand hatten mag,und lasse es mit einander sieden, undtränckedaß Roß davon. Noch ein bewährtes Mitte,für den Dampff soll dieses seyn: Man sollAmeisen -Nester mit allem, was damin ist,nehmen, und sie in einein neuen Sack zusam-men thun, (ie mehr m«n haben mag, >ebesser es ist) diesen Sack soll man zubinden,in einen Kessel Wassers thun, und wohl auf-sieden lassen, und wenn ein gut Theil desWassers eingesotten/ seil man den Kesselwieder füllen, und wieder drey Stunden ko-chen lassen, darnach den Sack samt allem, wasdarinnen ist, herausnehmen, und an cinerStangen über den Kessel hängen, daß eswohl auStrieffe, dann schäumet man das Un-reine vom Wasser ab, lässet dieses kalt wer-den, und das Pferd da«,on 'trineceii. Mangiebt ihm kein andres Wasser, bis es diesesausaetruncken hat.
Dampf, ist auch eine Kranckheit der Men-schen, und bestehet in der Engbrüstigkeit,darinue alS ein Hausmittel vorgeschlagenwird, Hopfen in Wein zu sieden und zu trin-ken, oder aber Roßmann-Blütheoder Blät-ter in Weine oder Honig bis »m die Helfreeingekochet, und bey Schlafengehen davon ge-lruncken. Siehe des armen SandmannsAryt.
Dampf, heist die verdunnete und ans e,,-neni feuchten Körper ausdünstende FsuchtiMkeit; dahingeaen Dunst die verdünlieteii iin-nen und aussteigenden Theiichen aus einemtrockenen Körper bedeutet - Aus dein Dampfeund Dunst der Erde werden Winde, Regen,Schnee, und llngewitter in der Lufft erzeuget;allerhand Vorher,'ägungen und Zeichen in derWirrschafft von dem Welter, >a auch ver-borgenen Wasser ^ Quellen, Mineralien undMetallen daraus gemachst und daran de-mercket. Der Dampf kan auch verschiedeneböse und gute Wirkungen bey den Gewäch-sen, Menschen und Thieren haben. Unddaher hat ein Wirt den Anblick und den Ge-ruch des Dampses auf vielerley Weise inobacht zu nehmen.
Dann-^irsch, siehe Dam Hirsch.
Darmbruch der Pferde, siehe .Bruch.
Darm-Gicht, (Grimmen oder Bauch-
Vvche) der Pferde, ist ei» Hesstiger Schmerkin den Gedärmen, welcher init einer grossenAufblähung des Leibes und harter Versto-pfung der Gedärme verbunden, darbey offrerseine Entzündung entstehet, die kurtzes Endemachet. Sie kommet entweder von harterArbeit, oder geschwindem Reiten und Erkältenher; sie wird auch durch grossen Unfleiß undUnachtsamkeit verursachet, wenn m in nichtAchtung giebt: Ob die Pferde zirchen kön-nen oder nicht? und ob sie zu rechter Zeitstallen? Denn wo die Därme und der Ein-gang zur Blasen verstopfst werden, so blähendie Winde das Gedärme aus, daß die Pferdsnicht nur qronen Schmertzen leiden, sondernauch vffters plötzlich umfallen nnd sterben.Man kan diese Krinckhelt b.nd meicken:Wenn diese Pferde mit den Füssen scharren,
niederfallen und sich wältzen, wenn ihnen dieLhren kalt und, wenn sie ksumni zusammenund an keinem vrte stille stehen, am gaunenLeibe, bej nders aber am Geschröt sta-ckjchwiüen und nicht iressenwollen. Wie mmdas beste Mittel dafür ist, dem Leibe baldeine Oeffnung zu verschaffen, also darss manauf der Reise, wo sonst kein Mittel vorhan-den, dem Pferde nur Menschen-Harn, sswarm er gelassen worden, eingicssen. Sonstei,aber dienet'folgendes Clnstier darwider: Neh-met drey Hand voll braunen Kohl, siecetihn wohl im warmen Wen! und Wasser, thutein halb Quartier Baumöl darein, giesset esdurch den Llystier-Sack, und wenn es lau-lichr oder ziemlich kalt worden, so ziehet esiu eine Spritze, und drücket es dem Pferdeweh! in den Mast-Darm. Oder nehmet einhals Nsstel Schaaf-Milch, thut darein einLoth Saffran, cm Lo:y Feld- Kümmel undein Loth Eamillen-Blumen, wärmet dieMilch, und gicsset sie sodenn dem Pferdeein. Oder aber zerfresset Knoblauch, undthut zweymahl so viel Lorbeer-Oel dazu, da-mit salbet das^Roß um den Nabel sein starckund aus allen Kräfften, so erweichet es ihmden Bauch, und vertreibet das Grimmen.Wenn grosse Blähung und Verstopffuna da-bey ist, welche, wie obgedacht, eu-em Pferdebald das Leben nehmen können, sol! manfolgendes Clystier brauchen, n-cp. Käs-Pap-peln, Eibisch-Kraut, Bären-Klau, Cannllen,Stein A lee, Schmeer-Kraut, iedes andert-halb Hände voll, Weitzen-Kleyen zwey Hän-de voll, Leiii-Saameil anderthalb Loth,schwartze Nießwurtz zw-y Loth, große und klei-ne Seniiet- Blätter vier Loth. Diese Stückedurch einander gemischet, in einen Tvpff ge-than, mit frischem Brunnen Wasser gelvrlen,bis daß von dreyen Maassen eines bleibet,darinnen zertreibet noch eines
Eyes groß, einen Löffel voll Saltz, vermischetalles wohl, und brauchets mit der Sprmen.Oder nehmet ein Stücklem Speck eines ZiN-gerS Iang, und starcken Daumens dicke, be-streuet das w?hl mir gepulverter Odermen-nige oder Agrimonien, stosset es ihm wohl inden Mastdarm, es wird bald helffen. Nichtschädlich ist es, wenn man Hand und Armemit Seiffen schmieret, und so weit man kan,in den Mastdarm hinein greiffet, und herausziehet, iv viel man kan, weil bey dem Aus-gang meistens die Aerstopffung am stärcksteuist.
Darr -Dl -chc, können diejenigen Blechegenenuet werden, bis nian einiger Orren anstat der Hörten auf die Darren zu legenpfleget. Es bestehen dieselben ans starclemzusammen genieteten schwärzen Bleche, wel-ches gleich einem Durchschlug, durchlö-chert; sie haben den Nutzen, daß sie bestän-diger als die hölserncn^ und sich nicht leich-te zusamt der Darre anzünden, erfordern abereine mehrere Aufsicht, in Ansehung desMali- es, damit dieses wegen vieler Hitze nicht-.-sv jähliNg Uiid allzuviel öarre. Diejenige!!,denen diese.Blechs zu kostbar, pflegen sichS star