Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
543-544
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Damm

dert er auch eine» schwächeren Damm. DieHöhe des Tummeo dependirervon dem höch-ste» Wasser-Stand des Teiches, welcher ver-mittelst der Wasser-Wage durch fleißiges Ab-wägen gefunden wird. Übergedachtem Was-ser-Stand darssder Damm nicht weniger, alseme Elle, und nicht leicht mehr als zweyEllen hervor ragen. Die obere Flache desDammes soll der Höhe desselben gleich, derGrund oder die unlere Fläche ober dreymahlso breit, als die obere Flache seyn; zum Ex-empel : Man hatte durch die Wasser - Waagegefunden, daß der neue Teich-Damm vierEllen hoch werden sollte, so muß derselbeoben gleichfalls vier Ellen, unten im Grundeaber zwolff Ellen breit werden; und ist die>erAusspruch allezeit wohl in Acht zu haben:Ilefiächer ein Damm angeleget, deiro be-ständiger ist derselbe. Der Grund muß inder Mitten durchaus nach der Lange dreyEllen breit, und zwey Stiche oder eine Elletieff auSgegraben, dieses Gräblein aber wie-derum mit Rasen oder anderer guter ErdeFuß vor Fuß mit Hand - Rammeln feste aus-gerammelt seyn, welche Arbeit die atlernoth-wendigste bey einem Damme ist, indem da-durch verhindert wird, daß das Wasser imGrunde nicht durchdringen kan. Wo es ei-nen schlechten und losen Grund hat, da mußman auch wohl um ein ziemliches tieffer, unddahero auch breiter graben, bis man wiederbesseres Erdreich findet, und ist alsdenn ambesten, man nehme die gantze Anlage desDammes zur Breite des Grabens, nach wel-cher sich sodenn die Tieffe richten, und nachprnpurrwn vier, fünff und mehr Ellen betra-gen muß. Und hierauf wird ferner die gantzeLänge und Breite des Grundes mit dem Erd-reich, so man mit Svaten aus dem Teichgräbet, und in Radebergen herzu führet, feingleich angeschüttet, und dieses immerzu mitden Hand-Rammeln fest in einander ge-stampfft, auch mit solchem Anschütten, (wel-ches immer etwas schmäler geschehen muß)und Rammeln ss lange continuiret, bis derDamm eine halbe Elle, über die verlangteHöhe, hoch ist, indem so viel, wegen erfol-gender Nieder - und Zusammensetzung desErdreichs, zugegeben werden muß. Ehe aberder Damm noch in die Höhe geführet wird,muß vorher» die Ablaß-Rinne in den Grunddesselben aeleget und dergestalt wohl verwah-ret werden, daß das Wasser, neben solcher,nicht durch den Damm sickern möge. Son-derlich hat man bey Verfertigung des Dam-mes wohl Achtung zu geben, daß die Teich-Gräber kein Holtz oder Stein unter dem gu-ten leimichren Erdreich mit in den Dammschütten, vielweniger einigen Sand zur Aus-füllung gebrauchen, weil dadurch dem Dammein grosser Schade zugezogen wird, gestaltener aus solch«. Art nach langer Zeit rinnendwerden, und man alSdenn denselben mit gros-ser Mühe und vielen Unkosten kaum wiederzurechte brmien kan. Der Damm muß vonaussen und innen »lil viereckiglen starcken Ra-sen, der fein dick und w»HI mit Tras« he-

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wachsen ist, fein schräg, und wie dI7^schung läufst, aufgesetzet und anzeschiaa,,,und das grasigte Theil des Rasens nueiw«gekehret werden: Denn die Gras-helffen den Damm vor das Anspüle» UWasserS desto bester beschützen. MSteine oder Hol» genug, und in wohlfeil.«Preise hat, pflegt man die innere Seile d.Dammes mit einer Mauer zu versehen «»-.mit Pfalen und Pfosten oder Bohle» auk»setzen, und dadurch das Abspülen des kd-

reichs durch die anschlagenden Wellen j»U,

hindern: wo man aber an besagten Malen,',lien oder auch an tüchtigem Zinsen M«leidet, oder die Unkostenfcheuet, wirddmrnur ein tüchtiger Näther, oder al'er einek.ke Böschung gemacht, indem man aus die,Ellen Wasser-Höhe wohl zehen Ellen U-schung giebet, wodurch nicht nur derDanwbefestiget, sondern auch, weil Gras waswachien kann, den Fischen eme gute Nahninzverfchaffet wird. Hat man nicht Ra>en ge-nug den Damm über und über damit a>ch-setzen, so kann man nur auf solchen, nachei-nemReaen, Heu-Saamen und Haber-Ä«r-üe? unter einander säen, und dieselbe nHunterharcken, da er sich denn gar balde W-sten berasen wird. Wenn man den D»m>mit Bäumen beseken will, kan man amßz-lichsten Weiden darzu nehmen, «eil sie Mnur mit ihren Wurtzeln die Erde zusaimMhalten, sondern auch, da man sie alle tmJahre zu köpfen pfleget, nicht hoch aufwach-sen , mithin vor grosser Erschüttern».? «uWinde sicher sind, und also keinen Schade»verursachen. Uibrigens hat man sich noch ixAcht zu nehmen, daß man das Wasser im An-fang nicht so häufig und schiielle, fondem n«rallmählich und zu unterschiedenen IeiM,auch auf einmahl nicht allzuviel in den neue»Teich lauste» lasse, damit der Damm, m>-cher noch gar lucker ist, und sich nicht gems-sam gesetzet hat, nicht schadhafft werden, Mdas Wasser durchdringen, sonder» fem umund nach sich zusammen seyen, und desto pster und dauerhaffter werden msge, EM'Teich, Teich-Gräber.

Dampfs, ist eine Mrde-Kranckheit,«»'ineinem schweren Sttheni-holen bestehet, owerden aber die Pferde gemeiniglich daiiWwenn sie ihre Streu, sonderlich die, >o ein-mahl naß und feucht gewesen, este». >5«chem Uibel abzuhelffen, soll man einem ^mit behaffteten Pferde, Alaitt Wur^I, L» 'Wurtzel und Birnbaum-Mistel,gepülverteHouunder-Wurüe!unter demter zu ,reffen geben- Oder: Man nc!Macht Loth Nieß-Wurk, und acht Mb '-v->'Holder-Beere, mit etwas Wachholder-?» 'lasse es in vier oder fünff Kannen '^er i'den, und also eine Nacht über st^eu,» ,sodenn dem Pferde viermahl unter WGeträncke fein lnulicht davon zu trn>»^

Oder: Man nehme Nessel Kraut eme» ^'> viel nian mir beyden "mag, siede dasselbe in cmemv»Il W»ss»r, und thue auch s» vielGttl» ^

ichelgreiffen

so viel nian mir beyden

siede dasselbe in ciiiem^'.

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