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-iunds.'Dachte. Jene, die Schrveins-Däch-!»( se, sind viel weißlichter, und habe» das Haar' ' oberhalb der Nase und unter der Gurgel vielweisser, auch den Leib, Kvpff und Nasen et-" was grösser als die HuudS-Dächse. Ihre! Art ist/daß sie,so bald sie aus dem Bau kommen,r ein kleines Loch oder Grüblein mit dem Rüsseli von welchem, einem Schweins-Rüssel ähn-»i lichen Theile, sie auch den Nahmen mögen be-kommen haben) oder mit den Klauen machen,und ihre Losung »der Gelos darein werffen,>i>e welches die Hundes-Dächse nicht thun. So«!-' machensieauch ihre Baue an sandigte oder a»-« dere weiche, geschlachte offene Oerter, damit«, sie die Sonne treffen, und für und sur in derWärm- liegend schlaffen mögen: Daher» siel« auch mehr Fett s.immlen, als die.Huiids-Dächse. Diese, die Hunds-Dachje, welched i. ihren Nahmen von ihrer kurften Schnautze ha,.. . den, daran sie den Hunden gleich kommen, su-. chen ihre Nahrung weiter, als jene, halten sichauch nicht bey ihnen auf, sondern suchen ge-wohnlich harte Erde und Felsen, und graben,,v ihre Baue viel tieffer und auch enger, denn dieF.! Schweins Dächse: doch sind nicht viel Neben-Locher, Absätze und Ausgange darinnen, wie^ in den andern, dieweil die harte Erde und Fel-,, . sen nicht so leichte zu gewinnen sind, wie der?' sandigte Soden; so sind sie auch am H«is,Na-sen und Ohren röthlich, wie die Marder-Hal-se, auch viel hoher von Schenckeln und viel«li». schwärner an der Farbe, als die andern. Bey-de liegen Wuiters-Zeit unter der Erde, undzwar so bald solche durch den Frost eingenom-men und verschlossen wird; Denn weil sie als-denn nicht mehr in die Erde, »ach denen Re-gen-Würmern und Kuh-Käfern (die nebstKröten, Molchen, Fröschen, Heuschreckenund dergleichen Ungeziefer ihre Nahrung sind)!r- kommen können, so bleiben sie i» den Bauen,und saugen indessen das aufgelegte viele Felt? aufeine curiöse Art, hinten zwischen dem Wey-de-Loch und Schwanke durch das sogenanntek'i Sang-Loch, nach Nothdurfft wiederum vom>«»:' Leibe, und brauchen es zu ihrer Nahrung, bisl,. l< sie nach Licht Messe wieder ausgehen, und ihre«k vorige Nahrung suche». DieDächsinnen tra-M gen ihre Zungen drey Monden lang, und brin-iü! gen zu Ende des Marrii oder zu Anfang desßc Aprils, gemeiniglich zwey, drey, auch wohl vierM Junge zugleich. Wo die kleinen Ferckel in.,<!! Mast-Zeiteii-zeworfen werden, oder wenn die,L Caninichen ihnen zu nahe kommen, thun sie^ darunter Schaden,und schleppen sie »ach ihrem^ Bau, wie auch junge Vögel und dergleichen,dahero sie im Eingange gedachter Massen u»! er^ dieiRaub-Thiere gezählet werden. Sie sindso listig, dasi, so bald sie mercken, daß Hunde in^ ihren Bau kommen, sie die Erde hinter sich ver-kratzen und zurammelen. Die Hunde furch-ten die Hunds-Dächse vielmehr als dieSchweins-Dächse, denn sie sind stärcker und! beißiqer, stincken auch ärger, deswegen die^ Schlieffer nicht so gerne zu ihnen eingehen.Man pflegt sie aufverschiedene Art zu fangen:Entweder bey Nachtzeit, da man ihnen, wenn, man ihre Geschleiffe in der Nähe weiß, und
Dachs-Bau Dachs-Haube ;z!
dieselbe nach demHoltz-Obst, oder sonste» aufihre Nahrung ausgehen, dabey aufpasset, undalsdenn dieselbe» h^et,!wo;ual'ergutc,bertz-haffre und beißige Hunde und starcke Rüden,die den einmahl angepackten Raub nicht mehrverlassen, wieauchgenugsammit Gabeln undPrügeln versehene Leute sey» müssen, die denDachsen anhalten, und seine Flucht verhin-dern können. Aufeine andere Art geschiehetes bey Tage, da man ihre Geschlelffe durch dieDachs-Hunde ausspüret, sie aus ihren Lö-chern treibet, und hernach mit SchleiffenundGabeln fanget. Oder sie werden gar ausgegra-ben , worzn gewisse Instrumente, als: aller-hand grosse starcke eiserne Bohrer, Hauen undSchauffeln, den Bau damit zu öffnen, unddie Erde damit zu gewinnen, und ansdie Seitezu schaffen, eine Zange, den Dachs damit zulasse», heraus zu ziehen und zu halte», unddergleichen, vonn^rhen sind. Wobey zn mer-ken, daß man den Dachs mit der Zange beydem untern Kieffer zu erwischen trachten soll,denn wo man den obern Kieffer mit der Nase indie Zange zwänget, so wird er alsobald sterben.Man pflegt sie auch mit denen sogenanntenDach?-Hauben lebendig zu fangen, odermit Selbste Geschossen, Schleiffe» und andernMachinen sich ihrer todt zu bemächtigen. Vondem Dachs hat man folgende WeidmännischeRedens-Arten: der Dachs hat Klauen, ei-ne Haut, wird geschossen, gehetzet, ein- undausaerust, mit Schlieffer» gesucht, verhalt,verklüfft oder verlieret sich. Das Weiüeinvom Dachsen wird eineDächsin, und der Ortim Dachs,Bau, da d-e Dachsen recht lie zen,und ihr Lager gemacht haben, ein Ressel, da«Loch aber eine Röhre genennet.
D«chs-Vau^ Heisset das gantze unterirdi-sche Gebäude, welches ein Dachs zu seinerWohnung und Auffenthalt machet. Wie ciberzweyerley Arten Dächse sind, also sind auchdie Dachs-Vaue unterschieden, wie solche«oben unter dem Wort Dachs bereits ausführli-cher gemeldet worden.
Dachs-Eicheln, siehe Eicheln.Dachs-Haube, ist eine Art von NeHen,womit e»n Dachs ohne grosse Mühe lebendiggefangen werden kan. Es ist dieselbe so langund weit, als ein Korn-Sack, nur unten amEnde spitzig, mit einem eisernenRiuge verjchen,und von festem starcken Bindfaden gestricket.Seine Schmasen oder Maschen sind, wie aneinem Haasen -Ncye, woran oben die Auz-Leine, wie an einem Geld-Beutel ist. Mitdieser Dachs-Haube wird folgender Gestaltumgegangen: Wenn man nemlich durch einengangbaren Bau, und die ausaeführte Erdeoder Sand, durch Spur oder ändere Merk-mahle, gewiß erkundiget hat, welche Röhre amgangbarsten ist, so stopsset man die alten Röh-ren zu, und stellet im Herbste, wenn die Dach-se am feistesten sind, um Mitternacht dieDachs-Haube in das Loch, und sperret mitein paar dünnen Rüthlein m der Röhre dasGarn von einander, hacket ror dem Eingangumher, und bindet denn die Zug-Leine aneinen Strauch dameben feste «n, lässet gegen
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