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Dach
möge. Ein Doppel-Dach aber wird ansacht Zoll weit von einander gelattet, und dieZiegel zwar auch schuppenweis über einandergeleget, daß allezeit zwischen zwey Ziegelnoben und unten ein dritter zu liegeil kommt,aber man braucht darzu keine Dach-Spane/wie bey dem einfachen ; weil durch solche Artzu decken die Fugen zwischen denen Dach-Ziegeln genugsam vor dem Durchschlagen desRegens und des Gestöbers bewahret werden.Dieses Flachwerck pfleget man nach dem äus-serlichen Ansehen, wie nemlich die Steineüber einander Iie«en, auch einen Viber-Schwany zu nennen. Die übrigen zweyArten der Ziegel-Dacher, so insonderheit inden altern Zeiten gebrauchet worden, beste-hen eine« Theils aus Hol-Ziegeln, dahervdergleichen auch ein Holwerck Heisset, undandern Theils a»ch Dach Pfannen, von wel-cher beyder Beschaffenheit das Wort Ziegelnachzulesen. Indem ^der das Holwerck einHaus gar sehr belästiget, weil es unaleichschwerer als ein ander Dach; die Dach-Pfan-nen hingegen wegen ihrer an beyden langenSeiten befindlichen tiefen runden Faltzenleicht zerbrechlich; als werden dieselben heu-tiges Tages wenig mehr gefunden, ohne woman sie etwa noch bey gany alten Gebäuden«»trifft. Jedoch dieser dreyerley Arten Zie-gel - Dächer muß aus ihrem Forste mit star-ken Hei-oder ordentlichen Forst-Ziegeln ver-sehen, und diese wohl in Kalch geleget, unddehörig mit denen Forst-Nägeln angenaaelt,auch die über das Dach heraus gehende Lat-ten, mit Wetter - Bretern unterzogen, diedarüber liegende Ziegel aber sollen gleicherGestalt sehr gut in Kalch eingeleget seyn.Welches auch, die Wetter Breter betreffend,bey denen Schindel-und Stroh-und insge-mein bey allen Dachern zu beobachten: Dennin Entstehung dessen legt sich der Wind un-ter denen, über dem Dach, auf den Lattenaufliegenden Ziegeln, Stroh und Schindelnan, hebt sie auf und wirfft sie ab, »der dochwenigstens schwächet und zerrüttet er sie. InSumma, ein Dach soll wider Reaen, Schnee,Winde, und andere Ungewitter so gut, starckund feste verwahret werden, als immermenschlich und möglich ist. Nach starckenSchlag-Reaen oder sonsten bey langwierigemRegenwetter soll ein sorgfältiger H«us-Vaterseine Boden fleißig visitiren, und nachsehen,wo etwan die Dacher schadhafft, und der Re-gen durchgeschlagen, damit er bey erster er-folgender guter Witterung solche ausbessernlassen könne; welches man eben ein Hausin einem guten Dach und Fach halten zunennen pfleget. Siehe Mathematische«
Dach und Fach. Hiervon sind in der Wirt-schafft und denen Contwcten bey derselbenvielerlei, Redens-Arten gewöhnlich. Als:Dach und Fach genüssen, im Dach und Fachein Gebäude erhalten. Das erste bedeutetden Genuß des Lagers, des Qvartiers, derWohnung in eines ander» Hause haben.Durch die Ie»te verstehet man die »orgfaltige
Sach-Rinn « Dach s ;zx
Aufsicht und Bemühung!emes guteisH^.wirtS, er sen ein Eigenthumer oder MMmann eines Hauses, dieses nicht nur'insehung des Dache« und derer äusserlich.»Wände dergestalt zu verwahren, damitZMWetter und Regen nicht eindringe» nnd»^selbe schadhafft machen mögen, sondernsonst in nothwendiger Besserung desselbenZimmer und Theile zu erhalten. Keinemges aber übernimmt man dadurch einen Ham-Bau eines Hauses oder eines neuen H,«.ses.
Dach-Rinne, ist ein von Holtz oder Mzubereiteter Canal, der das ubers Vach K.lauffende Wasser auffangen, und an e>«begehrten Ort ausgiessen muß. ES soll den.nach eine solche Rimie etwas abhanMund auch dergestalt geleget werden, daß sienicht an einem andern Orte übergiesse. D»AuSguß selbst wird entweder durch einegm-de am Hause herabgehende Rohre auf!«Erdboden, oder auch dahin geleitet, wo mmdas Wasser etwa wie in eine Cisterne samm-len, oder zu anderem Nuken brauchen irili;oder er wird gleich zuoberst frey gelassen, dijer selbst, iedsch in einer guten EnlferniWvon dem Gebäude, aus dem Canal sich hmbstürke. Und in diesem Fall werden an dieblecherne Rinnen zuäusserst allerley Fizumund Köpffe, so daS Wasser gleichsam aW-spenen scheinen, gemachet. In die höltzemRinnen aber, zumahlen, wenn sie nicht Zillgenug haben, daß daH Wasser also an der un-tersten äusser» Flache sich daran zurücke zie-het , müssen zur äusserst unten her zwey di»drey kleine Einschnitte und Einkerbungen Dmachet werden, daß an selbigen das zurnck-lauffende Wasser daselbst ablropffen nich.Siehe Rinne.
Dach5, ist ein vierfußigeS Raubthier, stunter das kleine Weydwerck oder die niedmJagd gezahlet wird. Er hat einen ziemlich I«n-gen Leid, wie ein Fuchs, aber küryere B«,eine dicke harte Haut, und harte borstige Aa-re, ist grauer Farbe, wiewohl aufm Rum»und übern Kopff schwärklichter, und a«Bauch sowohl, als an den Backen etwas wm-lich. Die Haut dienet denen Sattlern imTäschnern, Reise-Kasten mit zu dejchlG»-auch Ranyen und Uiberzüge zum Gewehr«-von zu machen; ingleichen Kummt-Dw»und Hunde-Hals-Bänder daraus!» verMgen; die Haare braucht man zu Pinseln; wter der Haut hat er das Fett über den M »Leib, so sich wie ein Fell ordentlich AMlässet, welches man - bis z Tage an diewhänget, daß es recht trockne, hernach ^klein schneidet und in einem Tiegel 'Gedachtes Fett sowohl, als der gem«'Dachs - Schweiß hat in der Arpney bey °'
schiedenen Zufällen seinen treflichen 'das Fletsch aber läßt sich, weme es mchl^gen seines süßlichten Geschmackes eckcl»fället^ oder wo dieser durch Saik »nd »n
gute Zurichtung demselben benonimett wwohl gemessen. Es giebt aber der Dacme,erley Arte«/ nemlich Sch«eins,Dawic