;-7 Creutz-Beere Creuy-Kraut
herunter wohl aebahet, und das Roß alle Ta-ge zwey Stunden herum aeführet, daß ihmdie Adern gelenck bleiben. Befindet manaber, daß der Schaden gar alt ist/ so mußman solchen oben auf dem Creuk ausmachen,und pe-rol-um, oder c^tcin-Qel und Wach-holder-Oei darein gießen, bis es wieder vonihm selber heilet, darnach machet man euieSalbe von dleum , oder Pappel-
Knosxen-Oel, Lshr-oder Lorbeer-Oel, AI-thee, Kamm-Fett, und Hunds-Fett, iedesein Pfund, und schmieret dem Pferde dieGchranck-Adern damit, so wird es bald wie-der zu rechte kommen.
Creuy im Hirschen, siehe Hirsch-Creuy.
«Lrcuy-Baiim, suche Lock-Vaum.Creuy-Blumen, siehe Rnaben-Rraut,welches eben so genennct wird.
»Lreuy-Deere, oder Wegedorn, sindschwartze weiche Beere, welche mit einemschwärst-grünen Safft und etlichen zusam-men gefügten Saam - Kvrnlein angefülletsind, und nicht nur in der Artzney-Kunstwider vielerlei Kranck)e!t, sondern auchvon denen Färbern zum Färben gebrauchtwerden: Denn wen» sie recht und wohlreiff, und man kochl ne in Wasser, worinnenvorhero Alaun aufgelöset worden, so bekommtman d«von eine grüne Farbe, welche nach-gehends in trockene Schweins - oder RindS-Blasen gefüllet, und also verkaufft wird.Diese Farbe wird insgemein Safft - arnn ge-nennct, aber von Gewinn-süchtigen Leutengar offt verfälscht. Wenn aber obiger Pro-ceß mit diesen Beeren vorgenommen wird,ebe sie reiff werden, so bekommt man einegelbe Farbe davon. Der Baum oder viel-mehr der Busch, daraus sie wachsen, wirdder
Creuy-Dorn genannt, welcher ein gelb-lichtes Hol,;, und mit spitzigen Dornen be-setzte Aeffe und Zweige hat. Seine Blättersind kleiner, als das Schwartz - Dorn-Laub,qrun und am Rande herum so subril gekerbt,daß man es kaum mercken kan. Seine Blü-then sind klein und bleich, woraus nachge-hends obaedachte Ereutz-Beere entstehen. Erwächset in Wäldern unter anderm Bnsch-Holtz.'
Creuy-FIüael, nennst man ben der ^äge-rey, wenn nur zwey Flügel oder Stell-Wegein einem kleinen Waldaen sei'«, und Crenst-weise über einander lauffen. So werden auchCreuft-Flügel genannt, die. so in der Mittendurch einen grossen Wald recht gver überein-ander lauffen.
Creu^ - Gewölbe, ist in der Bau - Kunstein Gewölbe, welches oben Schwibbögen hat,so Crenk-weise durch einander gehen. SieheNlatkemat. l^icon.
Creuy-Rraut, oder Creuy wuryel, istzweyerley Geschlechtes, das gemeine Creny-Kraut, und das grosse. Jenes hat eine klei-ne mit weissen Zasern behängte Wurstel, dieBlätter gleichen f-'st denen Blättern amSenss, doch etwas schmaler und kürtzer, und
Crentz-Nath Creutz-Tritt
ist ein iedeS Blätlein Creutzweis zerschnittdaherv es auch den Nahmen bekommen Di?Stengel sind rund, hohl, braunroth, sM,.und nicht über Grannen hoch, mit kleine»zerkerbten Blätlein bekleidet. An den M.sein der Stengel wachsen gelbknvpfigtemen, welche sehr bald zu grauem daariG»Saamen werden, der von der Lufft au«ander gewehet wird, und davon flieget.Das grosse Creuy-Rraut, ist mit schiMStengel, schartigten und zerkerbten M.tern, gelben knöpffigten Blumen, und«'lichten fliegenden Saamen, dem gemn.nen Creutz - Kraut allerdings gleich, anGnommen, daß es grösser und höher ist, MAschen-saibene und breitere Blatterhat. D«zerste Geschlecht wird in den Kohl- und Ära«.Gärren, auch bey denen Zäunen undMamenfast aller Orten gefunden, das andere »>>!,ist seltsamer; Doch haben sie einerley Kraffl,und wird von beyden allein das Kraut ge-braucht, weil die Wurtzel zu nichts t-malchist. Die zarten Blätter können den «amenWinter über, dergleichen arch im Frühling,vor sich selbst allein, oder auch biswcilcn Mandern Kräutern zu einem Salat, mit Ei-sig , Baum - Oel und ein wenig Saltz, ge-braucht werden, welche Speise nicht nm Uzum Essen macht, und die Wurme tvdttt,sondern auch denen Gelbsüchtigen sehr dien-lich ist- Das Kraut nebst Ephen - Blätteniklein zerhackt, in srischer Butter gekocht,»»»solche durch ein Tuch gedrückt, siebt einetrefliche grüne Brand-Salbe ab, welche »ich!nur den Brand von dem mit Feuer oder feu-rigen Dingen Versehrten Orte gleich auszie-het, sondern auch geschwind heilet. Derautdem Kraut (welches in einem steinernen Mör-ser geflossen werden muß) gepreßte und durchFließ-oder Losch-Papier geläuterte EO,alle Morgen und Abend auf vier bis stÄLoth, in einer warmen Brühe eingenommen,vertreibet die Gelb-Sucht, eröffnet die Ver-stopffung des Gekröses und der Leber, tvdleldie Würme, reiniget das Geblüte, »nd hel-let den Scharboek. Aus diesem Safft koche!man mit Zucker auch einen Syrup, welch»in dem Blut Auswerffen, Reihen -Ruhr, vie-len Nasenbluten und andern Blut-FlM»sehr dienlich ist.
Creuy-Viatk, wird diejenige besondereArt zu nehen genennet, da man öfftersa«ze Aiauren, »nd Bilder, inSgememBuchstaben und Ziffern in die Wäjche Miin ein anderes Tuch, durch lauter N»Stiche zu nehen pfleget, welche ul>cr ouFaden gezählet i-reutz-weise zusammen M-gen, und also an einander geseyet werden, Msie die begehrte Figur vorstellen.
iLreuy-Sall'ey, siehe Salbey.
Creun-Tritt, ist eines von denen vornMsten Zeichen, so der Hirsch in der W"?dem Thiere macht, indem er mit dem?ter-Fuß also tritt, daß er damit MMden vordern Tritt spaltet, und dieles?schieht, wenn der Hirsch durch den ?