5-z Cotvn Evulis
Saltz, und wenn man sie in zeraanaene But-ter gctuncket, hernach mit a-riebener Sem-mel, Ingber und zerhackter Petersilien be-,streuet, auf einen« Rost über einem gelindenKohl - Feuer sein lanasam ab»ebratci! wird,diehsrnach, wenn man sie bcom Anrichtenmit brauner Butter übergössen, a-jö auiaetra-gen werden. Diese also zugerichtete Rippleinuennet inan auch Lzr>,o>'Ziie, und können sol-che aus unterschiedene Arten bey gewissen Spei-sen trocken gebrauchet werden,nemlich Kumps-Kraut, braunen Kohl, durchgestrichene Erb-sen, Linse», Bohnen, braune Aulen:c da-m^t zu belegen. Sie müssen aber niemahlöngarz« harte abgebraten werden, damit sie alle-zciksafftig bleiben, worzu insonderheit dieRip-iein von dämmern oder jungeit Ziegen, weil siedurchs Zurichten recht subtil werden., am bestentaugen. Man pflegst sie auch mit Eapern-undandern Soffen (8üuce„) oder auch färciret,oder angeschlagen, zuzurichten.
Loton, Catüü, ist ein von BaumwollenemGarn oerfertimcs Ost-Indisch leichteSGewebe,dessen man sich beyderley Geflechts, zu Wa-sche, Kleidungen, und vielen nützlichen Din-gen in der Haushaltung bediekiet. Er ist nichtnur von unterschiedener Güte, als klar, Mit-tel, grob, auch schmal und breit: sondern manhat denselben auch weiß und bunt gedruckt.Der all;» überfläßige Gebranch dieser Zeugethut denen weit nützlichern Leinwänden einennicht geringen Schaden. !!nb ob man schonin Teutschland dergleichen Baumwollen-Zeugauch macht, so behält doch der Ost-Indiani-sche allerdings den Vorzug. Sonderlich habennur noch nicht die Catun - Mahleren undDruckerey recht gelernet, indem uns die Vor-theile fehlen, vornemlich die rechte beständi-ge rolhe Farbe auf Baum-Wclle an^ubringen. Der verstorbene König in Preussen,Friedrich Wilhelm, verbot daher in seinen,gantzeu Lande die Einführe und den Gebrauchdes t atuns ben Strafe des Ptangcrs, oder-o-z Rth'r. Geld-Strafe, damit die Leinc-wand-und.Woll-Manufacturcu desto besserins Aufnehmen kommen soiten.
. Covenk, siehe Eof-nt-
heisj.t eiir ganü zerkochtes und durch-geschlagenes oder durchgedrucktes Essen, oderder dnrchae eihete Sasst von Kalb-Fleisch,Huncm, Tauben, allerhand Garten-Ge-wächiei:, Fischen ze. und etlichem Gewürtze,welche MüN nicht nur an Ragouten undPotagen nützlich gebrauchen, sondern auch inEil gute Brühen davon machen kau. Eswird aber solches c^ii- folgender Ge-stalt zubereitet: Man idutKalb-Fieisch, Hu-ner, Tauben zc. was man nemlich harzn neh-men will, in einen Topff, giesset rein Was-ser darauf, setzet es -um Feuer, salyet es einwenig, schneidet die Rinde von Semmeln her-unter, und wirsset selbe, »cbst Citronen,Muscaten-Blüthen und dergleichen hinein,»ind lasser alles dieses gany weich kochen.Wenn es nun weich worden, so rühret manes sciii starck unter emkuder, und ßreichsks'
Courset Credentz-Tisch x..
hernach durch ein Haar Tuch, so ist dälc^lis fertig. In Böhmen »ich Oesterreich b- e-set man dergleichen ein Gesioss«,^'oder eine geflossene Suppe, welche sl eweniger Umständen verfertigen : Dei,„nehmen nur Kalb-Fleisch mit etwas A»,'.mel und Museaten-Blüthen, flössen midliMes in ein Topssaen, giessen Brake d«Wund jireichens hernach durch. Wenn mmBrühen davon machen will, so datssmiiMsolcher Zusal; dani genonimen werden,^man den Geschmack haben will: Als >»Austern, Muscheln^ Capern, Sardelle», Ci-tronen und dergleichen, auch von denen °e-nnasten Sorten.
Courset, Corftr, Ccschet, Csssäklei»und Eamrjol, wird ein kleines leichtes mdsehr kurtzes Ober-Leibgen oder Wäinslein q.nennet, dessen sich das Frauen-Volck MUnterscheid bedienet, und bald im Hgchbald über die Gassen darinnen gebet, ^ Uwird aus seidenen, halbseidenen und wolle-nen Zeugen gemacht, bekommet kmPSchösse und wird damit an den Eriüclnund dessen Ausstaffirung fast täglich par>iret,
Eoiirs-^undc, siehe Püvsch-Hunde.
Craminers-Vogel, siehe Rrain'metö-Vo-gel.
Crammers- oder E.ranncwcts Deere, sie/he Vvachyoldcr Beere.
Erany, nennet man diejenige Verzierung,so gemeiniglich in einer geinten Erizöhii»züber dieser und jener Eache anaeraachelwird; Also bekommet auch diesen Nahmen,der rund um das obere Theil eines Bettes,oder eines Fensters, über die Vorhänge ge-machte kurye UmHang, der entweder schlechtvon weissen, wie auch bunten, seidenen Mwollenen Zeua zubereitet, oder salbaliret,Mmit Spitzen und Frautzen st.sirct ist. Es hcixlauch eineKepff Zierath der unverhcyrathcleiiJungfern fo. Daher einer geschwächten oderWittib das Recht einen Crantz zu tragen nichtgestattet wird.
Credenyeu, war vor diesem mehr als!»jetzigen Zeiten ein übliches Ceremoniel anKöniglichen und Fürstlichen Höfen, da nichtnur der Mnnd-Schenck, indem er das Gla»seiner hohen Herrschaft auf einem silberne»Teller rräseimrete, e>n wenig davon auf denTeller acsse, und solches ausschlursstc, ssn-der» es nahm auch der Verschneiter MStückgen Krume aus einer Semmel < >piOsete es an die Gabel, druckte es an die war-me Speise, und aß dieses. Beydes gc>c!)«d!in der Absicht, danur nicht leichte derglei-chen hohen Personen, in der Speise oder demTruncke ein schädliches Gisst beygebracht wer-den kvnue-
Tredeny-Tisch, Schenck-Tisch, wird das-jenige zierliche Tkrcjor, Reposirorium
^chranck an emer Wand geneiiiiet, darm
bey ansehnlichen Banqvecen und Gastere?^theils zur Parade, theils zum Gebrauchsje silber-le Baßins, Foiiltimeii/