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aber doch bald wieder durch die Därmer, undspület dieselben fein ab.
Toffee, siehe Eaffee.
Coüea, ist eine derer schmertzhafftestenKranckheiten im Unter-Leibe, aliwo derMensch ein immer anhaltendes Stechen undAeissen, sonverlich in der rechten Seite ver-spüret, weiches zuweilen mit einem Erbre-chen, manches mahl aber auch bald mit pur-gierendem, bald mit gar verstopfflem Leib ver-«efeilschafftet, Das gemeinste und sichersteMittel davor ist, daß man den Leib im Bettewarmhalte, über dieses auf selbigen nochwarme Tücher oder Warm-Steine lege, unddarbey einen guten Schluck Rheinischen Bran-tewein, oder an dessen Stelle abgezogenenCalmus, nebst einem eintzigen Nissen Brotzu sich nehme, und darauf eine Weile ruhigliege. Siehe des Armen LandinannsAryt.
Colwtl?», wird genennet, da man aussereiner ordentlichen Mahlzeit mit einer Gesell-schasst beydemTruncksich ergötzet,und darne-ben einige Speisen auftragen lasset, die mehrzumTtunck als zur Sättigung dienen.
Coloqvint,istein ausländisches Gewächse,welches bey uns in Gärten qezeuget wird, in E-gypten aber hausig von sich seibsten wächset,und daher in grosser Menge an andere Orte ver-führet wird. Die Blätter sind gantz rauh,grau, und rmasumherzerschnitlen, wie die Ci-trullen Blätter, aber nicht so gro > als diese.Ihre Stengel und Rancken sind lang, und krie-chen auf der Erde her, wie die Gurcken. DieBlütheist bleichgeib, die Frucht aber erstlichgrün, und nachgehends gelbfleckicht, rund, wieein Ball oder Apffel, inwendig locker als einSchwamm, mit vielen Kernen besetzt nnd ei-nes bittern Geschmacks; Ist nichts anders alsgleichsam ein wilder Kürbs, Sie wird in un-sern Lande» niemahls, oderdoch gar sehr seltenreiff und zeitig, gestalten auch die Blüthe sehrspate im Sonnn« hersür kommt, Sie haben ih-ren Nutzen in der Ari-ney, jedoch muß, weilsie aus einem bittern schleimiaten und kartzig-ten Wesen bestehen, und eines der atterstckrckstenPurgier-Miitel find, sehr vorsichtig damitumgegangen werden. Sie wollen ein warmesLand und Erdreich haben, rind werden über-haupt iin Säen und Verpflantzen, wie die Ci-trnllen, traetiret.
Commentgen, nennet man die kleinenfia-cheuSchüsssln, darinnen die Dütschen ange-richtet werden. >
Cow.mode, hieß vor diesem ein gebogenerund mit Seide oder klarer Leinwand übenvun-deuerDrat, der nach dem Kopffe eingerichtet,und oben einen runden Umfang hat, darüberdas Frauen-Zimmer die Fontangen und Auf-sätze zu stecken und zu befestiaen pflegte. Jetzorennet man aber auch einen mit Schubeka-stei: zu Wäsche und Kleidern versehene» niedri-gen Tisch-Schranek so.
(.'s»/'heißt ein Essen von gewissen Früch-ten, welche zwar in Zucker, aber nicht so lanae,als man die zum Einmachen bestimmte kochenlässet, gesotten, mit klein geschnittenen Cirro«
nen-Schalm oder Zimmet bestreuet, und in!vla,er Brühe aufgetragen werden. Mai,»inimt zum Exempel so viel Aepffel, als manbraucher, ichalet und schneidet dieselbige invier Theile, uudthutdenKriebshcraus/hier-auf sei t man in einem Geschirr Zucker mit et-was Wasser aufs Feuer, welches zusammen sie-den muß, leget darnach die Aepffel darein, undläßt sie darinne,aber nicht gar m weich werden:Wenn sie denn welch sind, so hebt man sie mireinem Löffel ein Stück nach dem andern her-aus, und leget seidige ans die Schüssel oderTeller, darauf sie sollen angerichtet werden,und streuet klein geschnittene Citronen-Scha-len, oder klein geflossenen Zimmet darüber,da man sie den», wenn sie erkaltet, gentesse»kan.
Conccnt, nennet man einen gemeinen wol-lenen, glatten und buntfärbiaen Zeu^, dereinen starcken gedrehetenDratkat, dessen sichdasFrauen-Volckzu Haus-Kleidern bedienet.Einige nennen dergleichen auch Polemik; Diegantz schmahlen hergegei! heisset maiMvnier-ten.
Condimenta, Heisset man die Gewürtze,und alle andere Hiüzuthuung, wodurch eineSpeise schiuackhafft gemacht werden kan. Mantheilet sie insgemein in einfacheund zusammen-gesetzte, Die zus-nünengesetzte sind nach heu-tigem Gebrauch alle Salate, wie sie nur immerNahmen haben mögen: Diesen folgen dieTuncken, von was ^vor Art sie auch nur seyn?Denen noch beyzufügen diejenige Mixtur vonmancherleyGewürtz, so man in den grossen Kü-chen schon bereitet bey der Hand zu haben pfle-aet, um die Speisen damit abzuwürgen; Esbestehet aber dieselbe aus acht Loth Pfeffer und)ngwer.zwey Loth Zimmet, Nelcken und Mus-ealen, welches alles zwey und zwantzia Loth zu-sammen wohl durch einander gefressen, undgesiedet wird. Die einfachen Condimentensind, theils Wurtzeln, als IugSer, Zwiebeln:e, theils Rinden, als Zimmet:e-theils Blät-ter, als Lorbeer :e. theils Blumen, als Saf-fran, Musealen, Carern :e. theils Früchte,als Nelcken, Pfeffer, Cardanwmen, Citronen:e. theils SässteundExtracte aus dergleichenund andern Sachen, als Zucker, Honig, Oel,Saltz 11. f, f.
Condiren, siehe Einmachen.
Confcer, darunterwird in einem weilläuff-liaeu Verstände genommen, der gaii!?e Nach-Tisch verst -nden, welchen alles Back-Werck,wie es nur Nahnsen haben mag, ingleichen alleFrüchte und Ersrischungen, sowohl von Bäu-men als Kräutern, nicht weniger alle Sckffte,und die mir Zücker eingemachte weicheSachenausmachen/ Eigentlich aber verstehet man da-durch, den ordinair ans Mandeln:e, bereilekMNlarzipa». Die trockene cvndirte Früchte,alsCitronen, Iohannis-Beer, Kirschen, Pflau-men , Pomeranzen, u, s. s Die mit Zuckerüberzogene Sachen, dergleichen Anis, Caröa-momen, Coriandcr, Cübeben, Fenchel Man-deln, Nelcken, Zimmet n. s- w. welche alleaufzweyerley Art, nemlich entweder mir lau«R - «ett»