Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
513-514
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;iz Citronen-Kraut Citrullen

Claffter

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Eyern das Weisse, reibet von zwey schonenfrischen Citronen oder Pomeranzen dieäusser-ren Schaalen ab, rührer dieses unter d»s Ener-Weiß, mischet zwey Psund Puder-Zuckerdar-unter, machet alsdenn runde Äugeln daraus,wie ein Eyer-Dotter groß, treibet sie auf inrunde, eckigte und länglichte Pläkgen, legrsie auf Pappier, und bäcket sie in der Pfanne,dis daß sie auflauffen.

Citronen - Rraur, wird wegen des gutenCitronen-Geruchs die Melisse genennet.

Citronen -Mus, ist eine der gesündestenund schmackhafftesten Speisen, die von demKoche folgender Gestaltzubereiret wird: Mansetzet nemiich Wein mit so viel Jucker alsnothig zum Feuer, lasset ihn aufsieden, legeteine Citrone, die wie zu einer süiieii Kannegeringelt geschnitten und doch an einanderhangen bleibet, hinein, wenn selbige eineNett darinnen paßiret, nimmt man sie undbrückelden Safftdavon heraus, doch so, daßd>e Citrone noch gany bleibe und nicht all-zusehr geqvetschet werde, Hieraus werden soviel Eyer-Dottern, als die Skärcke des Mu-ses erfordert, in einem Näpssqen mit etwasWein abgeqvirlt, der übrige Wein darzu ge-schüttet und immer herum gerühret, so lan-ge, bis es über dem Feuer genugsam dicke ge-kocht, Endlich wird oben gedachte Citrone indie Mitte einer Schüssel gesetzt, und dasMus darüber angerichtet, welches man sodeunmit Zucker bestreuet, und mit geschnittenenund gerissenen Citronen-Schalen garnirel.Siehe Creme.

Citronen-Reisser, ist ein besonderes-chen-Zlistrumeiit, dadurch man die Cltronen-Sclzechen, so die Essen zu garniren, auf dieSchüssel-Ränder geleget werden, zu reissenund auszuputzen pfleget.

Citronen-"wem, wird folgender Gestaltgemacht: Zu einem Eymer Wein nimmt manzehen Citronen, drey Pfund'Jucker, undzwey Loth Ziuimct. Die Citronen müssen aufeinem Reib-Eisen so liess abgerieben werden,damit das Gclbe alles davon kommt, derJinnnet muß gröblich , der Jucker aber garklein gestoßen werden. Dieses rhut man alleszusammen in einen Eymer Wein, versxündetdas Faß wohl, und laßt es acht Tage liegen:Nach solcher Zeit kan man den Wein kosten,und wenn er nicht starck oder süß genug, sol-chen verbessern. Oder: Man nimmt sechsCitronen, schalet sie fein dünne, schneide: dieSchalen aantz klein, thut dieselbe, nebst zweyMäaß Wein, und einem Qvint zerstucktenZiinniet in ein irdeneS Gesäß, j'e»t es aufden Ofen, daß es eine Nacht fein ausziehet.Mit diesem kan man alsdenn eine» Citronen-Wein anmachen, so starck als eS beliebig ist.Soll er süsse seyn, so kan solches mit geläu-tertem Zucker geschehen.

Citrullen oder Annurien, sind eine Me-lonen-Art, so viel die Blüthe unddieäusser->lche Gestalt ihrer Frucht betrifft, an derGrosse derselben aber, wie auch an den Blät-

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kern gar sehr von denselben rmterschieden:denn die Blätter sind rauh, zerkerbr, undliessausgeschnitten, fast aus die Art der Co-!oq»inten, doch sind sie grosser als an diesen.D-e Zweige oder Ranckcii breite» sich weitan ^ Erde aus, wie die an den Melonen-Die Blüthe ist Gold-gelb, die Frucht groß,schwer, rund und glatt, grüner Farbe undbisweilen weiß-flecligt, auch noch einmahl,o groß, als die Melonen; der Saame ist>chwartz,rothlich oder Aschen-Farb, länglich»rund und ziemlich breit, das Fleisch aberweiß, wa'sserigr, in etlichen süß, in etlichenaber säuerlich. Sie werden in Mist-Beetegesäet, und wie die Melonen uiid Gurckenverpfianket, doch, um ihrer Grösse willen,ziemlich weit von einander; erfordern einfeuchtes und gutes Erdreich, an einem Son-nen reichen Play, und wollen bey trockenemWetter wohl und fleißig begossen sey». Mansammlet sie, wenn sie reiff sind, und ver-wahret dieselben, wenn sie einen Tag langgenugsam abgetrocknet, an einem temperir--ten Ort, Wf Bretern, man muß sie aberwenig berühren. Vornehmlich wollen sie vordem Frost wohl verwahret seyn, weilen siewidrigenfalls gar leichtlich verderben. DieFrantzvsen machen Potagen davon, oder rich-ten sie frieaßirt zu, oder backen auch mit un-termengtem Mehl Brot daraus, welche«schon gelb, vou einem angenehmen Geschmack,und insonderheit denenjenigen sehr gesund seynsolle, die einer Erfrischung benölhiget sind.

denen Sommer-Monaten werden sie auchfrisch vor den Durst genossen, gestalten sieden hitzigen und entzündten Magen und Leberabkühlen, überhaupt aber geben sie keinegute Nahrung, weil sie allzu viel Feuchtigkeitin dem menschlichen Cörper verursachen.

Claffter, Rlaffrer, ist eins theils einLängen-Maaß, so weit ein Man» mit ausge-streckten Armen von der Spitze des einen Mit-tel-Fingers, bis zum andern gerechnet, rei-chen kan, wofür insgemein drey Ellen odersechs Schuh genommen werden. Und alsopfleget man die Länge einer Schnur, mglei-chen eine mit dergleichen Schnur gemesseneTieffe nach diesem Maaß und Grosse auszu-sprechen, wenn man sagt: diese Schnur hältzwantzig Klafften«, das ist ein Schock Ellen;Der Brunnen ist funffzehn Ciasstern liess,oder sünss und viertzig Ellen. Es wird aberauch absonderlich das zu Scheiten geschla-ne Brenn-Holtz, in Clafftern geseyet unsdarnach verkaufst; und ist eine ClaffteeHoly, soden» auch ein Cörperliches Maaß,welches die Länge der Scheite zu seiner Brei-te, im übrigen eine Claffter oder drey Ellenlang, und eine Claffter hoch, auch in denenStädten mit einer Reihe guten Scheitenannoch überlsget werden muß. EineDusch-Claffter, das ist eine ftischgeschlagene Claff-ter Scheit-Holtz, muß von denen Scheit-Schiäaern an vielen Orten um eine ViertelElle höher gesetzt werden, weilen gerne s»viel, auch am weichen Holtze wohl anderthalbViertel Ellen einen Sommer »der in derR Höbe