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[1] (1764)
Entstehung
Seite
511-512
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C-sterne, ist ein unterirdisches, oder un-terhalb der Erd-Fläche gebauetes Behältniß,worinnen man in Ermanaelung des Brun-nen- oder Bach-und FIuß-Wasftrs, das Re-gen-Wasser auffange» kann. Man pfleget der-gleichen nur mehrenkheüs an hochgelegeiienVlätzen, wo man entweder gar keine Brun-nen, oder doch nicht ohne übergrosse Unkostengraben kan, an einen reinen und von allerUnsauberkeitund llnsiäterey entfernten, auchweder denen Sonnen-Strahlen, noch allzu-sehr dem Winde expsnirten Ort anzulegen,im Grunde und an den Seiten mit Thon,Steinen und Kulte wohl zu verwahren, undWasser-Haltend zu machen, gleich »ber derCisterne al'er einen verschlossenen und mireinem durchlöch rten Bleche oder Ssiherve'sehenen Trog »der Fang Kasten anzubrin-gen, worinnen das, durch die darein gehen-de Röhren, einlanffende Reaen-Wesser denmit sich führenden Unrakh sitzen lasse, undalso aus demselben reine in die Cisterne kom-men könne, welche auf der Seite ein genug-sam wutes Loch mit einem Hahnen oder Ja-psen haben muß, das untüchtige Wasser da-durch abzulassen- So muß auch der Trogoder Fang Kasten noch einen andern MUßhaben, der jederzeit, wenn man kein Malierin die Cisterne lassen will, offen bleiben soll,damit die schädlichen Mehltdaue, MPloklicheerste» Güsse eines grossen nach heissem Wet-ter entstandenen Plai; Regens, Schnee-Schlossen- und Reaen-Wasser, so man nichteinnehmen will, ausserhalb der Cisterne abge-leitet, und nur die im Frühling und Herbst,und endlich noch zur Winters-Zeit (wennkein Schnee liegt! sallende Regen-Wasserhinein gelassen werden können,

C-tron, ist die bekannte schöne und ange-nehm-riechende Frucht vom Citronen-Baum,welche die Figur eines ApffelS, einer Birnen,oder Trauben-sonnig, >avieler und mancher-ley Art ist. Eine iede aber hat, anffcr denenGaamenKerlien, dreyeriey Stücke, als einegelbe wohlriechende Schale, und inwendig,nach dem Fleisch oder der weissen Haut einscharffes säuerliches, wiewohl dem Geschmacknicht «»annehmliches Marck, welches gleich-sam aus vielen zusammen gesetzten, und ingewisse Fächer eingetheilten safftiaen, Bläs-lein bestehet, und den Saamen, vder die Ci-tronen - Kerne hie? und dar zwischen sich aus-gestreuet, beschliesset. Diese Frucht wird sehrhäuffig in den Küchen zu allerhand Speisen,ingleichen auch sehr nützlich zur Medicin ge-braucht, indem sie nicht nur der Mulmig,dem Giffke, und sonsten noch andern bösenKranckheiien widerstehet, sondern auch einetresiiche Hertzstärcknna, und besonderes Lab-sal vor dieKrancken ist, anch daher» auf al-lerley Art und Weise zugerichtet, eingemacht,eandiret, »der mit Zucker überzogen wird.Wie denn eine und die andere Erklärn»-.! indem folgenden hievon zu finden ist. Es giebetausser denen vielen ihrem Gewächs und'Nah-men nach unterschiedenen Arten saurer Cttronen, noch weiche, die mit sUm» Marck ver-

Citronat Cirronen-Brot ;iz

sehen "sind, und gieichfaÜs^hre^beUd?.

Nahmen führen. '

Cikronat, ist entweder eine Art M.C'troneu. die eine Gras-qrüne Farbeals die Limonie, die Ponzino oderivelche letzte so groß als eine Melone AG/und dergleichen; vder es ist eine v««?-Frucht des gemeinen Citronen-Baum?,che ^m m, nachdem sie in zwey undStucke zerschnitten , das Kernige «ndMin»herausgenommen, ans folgende Weise ei»-zumachen pfleget: Es werden neinllch ^cieschnirtenenSrücke erst staick eina-saltzeü^iKeine Nacht lang gewassert, sodenn imsujoenoniinen, uiid in reinem daran geaesse«Wasser so lange gekechet, bis sie gans;sichtig werden, darauf thut man das Wz,«darvon, lässet sie in frischem Wasser mi»um Kart werden, und wenn dieses eesche!»trocknet man sie aus einem reinen Tische eda! Tuch: E»t!ich ziesset man über Ubi« »läuterten dünne gesottenen k-ilten Ziick/lässet sie ein m aantzen Tag damit sieden, dieNacht aber stehen, und esntinuiret die s«l-' gende Tage mit dein Sieden so lange, bis keiZucker des Morgens nicht mehr ivässeriii iji,nur ist zu mereken, daß den ledesmabl >Vderhvilem Sieden auch ein Stuck neuer IMhinzu geworffen werde, svnst wird der SOzähe.

^ Citronen-.Baum, ist derjenige, deß«^ Frucht die erstbc,chriebene Citrone ist,welcher zu keiner so gar besondern Grösse »!-^ laiiget. Seine Aeste sind schlanck und mit ei-ner grünen stachlichten Rinde bedeckt, KPBlatter aber, welche er Sommer und Äm-ter über behält, den Lorbeer-Blättern M,iedoch von einer angenehmern grünen Mte,dichter, grösser, glänzender, und am^ herum gantz subtil gekerbt. Seine Blüthensind vonsünss weissen, von aussen etwes leid-oder purpnrsarb scheinenden Blaticni z»s'>»-me» gesent, weiche einen angenehmen Ge-ruch von sich geben, denen, wann sie »l'-e-sallen, sodenn die Frucht solget- Die CiM-. nen-Bäunie wollen eui mittelmaßiges,l ist, ein nicht zu starckes, noch zu leichtes Erd-! reich, und cme ungenieilie ftrgsäitiee W/! tiing und Pflege haben, sowohl in- als »'!-! halb des Gewächs-Hauses, mit Begiesseii/i Reiniaen, Beschneide», und des Wimu-! durch Mittheilung derbenöthigten Hitze, ö«nserden gleich denen Pomerantzen und L>M'! nie», diirch Steckung der Kerne, durü!»«-l aeschnittene Zweige, durch Oeuliren, dm«! Absaugen und auf andere Arten erzielet/ver-mehret und verbessert, (wovon unteremWort Poincranycn-Bauin ein niehrers> ii^vbwoklen sie sonn ans Italim, Spanieii Mandern warmen Ländern zu uns gebrac.itden, so zeuget man doch dieselben dem»»in Tentschland iii so grosser Menae, du!«fast sollte die ausländischen dabey eittbcorukönne». ^

Cirronen-Brot, Heisset eine Art ^uerc^Gebaclens/ welches solacnder Gestalt 'let wird; Man mnimt von zwey