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Capaun
Capaunen
ein, nebst etwas Butter, und lässets durcheinander koche», lttir Xeiß: Allsangs kochtman eine» oder mehr Capaunen recht schonweiß; setzt alsdenn Reiß zum Feuer, lässetihn halb gahr kochen, gießet hernach guteFleisch-Brüne darauf, lasset« gemach kochen,wenn es bald gut, würtzetmans mitMuiea-ten-Blüthen, rühret es mit einen, StückeButter und einigen Eyern ab. Ferner thutman ein Stücke Butter in ein Casserol, le-get die Capaunen darauf, thut C-t onen-Scheller und Gewüry daran, und last es einwenig paSiren. Endlich wird ein Krantz umeine Schüssel gemacht, dieselbe mit Butterbestrichen und die Helsste von den? Reißdarein gegossen, die Capaunen darauf gele-get, der übrige Reiß darüber gezogen, seinsauber zugestrichen, und in« Ofen gut abae-backen: Wenn der Reiß in guter fetter Fleijch-Brühe gekocht, und der abgekochte ^Capaunmit diesem Reiß und der Fleisch -Brühe etwanoch eine Halde Stunde zusammen über demFeuer paßiren, kan er auch gleich als» ange-richtet, mit Musealen-Blüthen unv etwasJngbergewürket, auf den Tisch getragen wer-ben- Mit Sardellen gepreßt: Wenn derCapaun vehvrig vorbereitet, am Spieß ge-mach halb gahr gebraten, saugt man m ememPfännaen die herab messende Brühe fieis-sig ans, bestreichet ihn vfft mit roher But-ter, und lasset ihn ferner braten- Hierausziehet man ihn vom Spieß, leaet um aus eineGaMel, seket oben wieder eine Schüssel dar-auf, und beschweret ibn, daß aller Sasstherausgehe; nach diesem bestreichet»nan eineSchüssel mit Butter oder beüer mit Schmaltz,hackst Sardeilen, die vorhero gewässert, ge-waschen, und ihnen das Fleisch abgezogen,gank klein, thut selbige auch auf die Schüs-sel, und leget den Capaun darauf, setzet die-ses übers Feuer, würket es mit Muftaren-Blüthen, schneidet Citronen-Schalen dar-über, messet etwas Fleisch-Brühe und ein we-nig Wein hinzu, und lässets mit einanderkochen; endlich wird die aufgefangene Brü-he auch an den Capaun gethan, eine gautzeZwiebel dazu aeworffen, und dieses Essen al-so fein zugedeckt aedämpffet. Mit Sauer-kraut: Man kochet zuvörderst gures Sauer-kraut schön weiß, machet in einem CasserolButter heist, rühret ein wenig Mehl darein,schüttet das Sauerkraut hmein, und lassetsdämpffen. Alcdeiiii thut man den Capaun,der indessen am Spieß sein gemach und mür-be gebraten seyn muß, dahinein, giesset dieBrühe, welche von dem Capaun gercopffet,darunter, und wenn es etwas paßiret, rich-tet man dieses an: Oder man brät den Ca-paun halb gahr, und das Sauerkraut kochetman ingielchen mir halb, mmmt es vomFeuer und hacket es klein. Hierauf seyetman Butter in em Casserol übers Feuer,wirfst ein wema Mehl darein, lässets ei» we-nig braun werden, thut das klar gehackteKraut darzu, und läsjets durch einanderdampffen. Nach diesem destreichek man eine
Schüssel mit Butter, machet em!» Reiffmvon Teig darum, schüttet etwas vomhinein, leget den Capaun darauf, zie^x ^übrige Kraut auch über denselben, und su-chet es als eine Pastete zu, daß esschlecht wird. Endlich nimmt NWPinsel, bestreichet es anfangs mithernach mit Butter, streuet klein gerietSemmel darüber, seket eS in Ofen M las-secs gahr backen, gleich einer Pastete, »lit- Anfangs wird der Capaun hch«§hgebraren, und die davon trovffende Ujhfleißig aufgefangen. Hernach lasset n« ^guier Brühe die 'Muffes eiiie gute Im U.-chen, drücket diese aus und bebet die Bchoavon auf, thut gedachte l rug-s inserol, giesset schon fertigeMuppe darauf, «Si-zet ma Museaten-Blüthen, Jiizber mddergleichen, und lässet dieses abermahl ei»wenig kochen. Endlich wird der C««ebenfalls huicin geleget,die aufachabeiieWhe, darinnen die Truges gelegen, nebst ein«gani-en mit Neläen besteckten Zwiebel achhinzu aethan, und wenn es über ZeM Mwenig paßiret, ordentlich angerichtet.
Capaunen, kappen oder koppen, heißt
eineil Haushahn verschneiden, mid durch Be-newnung der Geilen oder Hoden zu Vemsd-rung seines Geschlechtes untüchtig nnW»!weiches folgender Gestalt geschiehet: Michneidet dein Hahn an der Seiten eineAmdl,so groß, daß manmiteinemFinaerdie HMGeilen oder Hodlem, (die zu oberstan deiiwden unier des Hahnens Eingeweide, stermdem Rücken liegt, hangen) mchenundhemjnehmun kann; wäre es aber nicht mözliuMbeyde heraus zu l'ekommen so niuß NüUiMn'-r entzwei) t rücken, denn sonst wird er mseiner Art nicht lassen. Hernach näbel iimmit einein Faden die Wunde wieder behulMzu, damitman die Darnicr nicht mit am«und dadurch ihren augenscheinlichen Tod mü-dere, und reiber alsdenn ein wenig Asche««'srisnie Butter oder Gchmalk darauf. Miseniaer wird ihm auch der Kamin abgesaMteil, undgleich-alls etwas Asche und M«oder Schmalü damufgeschmieret, daS Bis»dadurch zu stiUen. Räch dem Capauum mKappen soll man ihnen in den ersten zweiM^'gen nichts zu sauffen, hingegen aber achtge lang wohl zu fressen geben, und ye M'sehen so lange innen hatten, bis sieheilet sind. Die Hahnen, so doppelte ^nie haben, pfleget man nicht aernezuwwweilen sie sich zn sehr verbluten, daher M»init einfachen Kaminen lieber dazu mm ^ >man muß aber auch diese nicht zu alt >>»'.lassen zum Kappen, und geschiehet daiM
besten, wenil sie drey oder vier Monat aui
nach dem vollen Mond an einemWlM'und heilen Tage^ Man pfleget au« wos« ^sonderlich al>er i» Franckreiw die ^Truths-ner zn kappen, welche »um
delicaler als die Haus - lind Tiuthahiie.^ter werden, und sind auch die Eyer