Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
485-486
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485 Capaun

klein geÄMtteiie Nieren-Stollen oder Talg/kleine Rosinen, Museaten-Blüthen, Citro-nen -Schalen, einige Eyer^- Dotter» , und einwenig Salo hinzu, und rühret es wohl durchejiianvcr. l!m die Schüssel/ darein aincricl)-M werden sou, machet inan von Teia einenKr,-''«, bestreicher die Schüssel mit Butter,schüttet von dieiemGehäck etwas hinein, leaet den Capaun/ er sey vorher» gebratenöder gekocht darauf, Überzieher ihn nur demübrigen Gehack, streichers mit einen, Mes-ser aar sauber zu» messet zerlassene Butterdarüber, streuet klein geriebene Semmel dar-auf, und lassets also in einem O'en backen.Dieses Essen kan mit Lorbeer-Blattern destecket, und mi: Citronen garniret werdeii.NZit ^cringen: Indem man nach behöri-ger Vorbereitnlig einen Capaun nicht halbgghr kochet, werden frische gewasserte Herin-ge die, wie man inSaemei» psiegct, geschälet worden, in Stucken als Speck, oderwie man ihn zur 5 ia c!,iukl.- schneidet/ ge-schnitten/ der Capaun damit gefpicket/ dasübrige aber samt der Milch schneidet man stich. Hierauf leget man den also ge-spickten Capaun in ein Casserol, schüttetauch aerie! «ne Semmel, Fleisch Brühe undden übriaen geschnittenen Hering darzu,wirfft ein groß Stücke Scl'mals daran, und läs-set? an dem Feuer ein wnna dicke kochen. MitIol'amns-Becrtn kalt oder >varm: Wenn«nCar-'U» aankausqebraken. setzetnian ehn-gelä!r eine Kanne Mannis-Beere mir ein we-nig Wein anS Feuer, thut viel Zucker und ae->«ebene Lltröiien-Schalen daran, und lassetsmit emander dän?pssen; bey dem Anncytenschurret in«,, dieIehuvniS - Beere in dieSciiüssei, leaet den Capaun fein zierlich daraus, undsne^ei T, ssoner darüber: Will man es kalthären, so lässet man den Capann und die Bee-ren erst ^kalten, und richtet alsdeim erstlichan. Nur Rrebscn und Spargel: Erst ko-ch^ man einen Capaun schon weiß, siedetK'ebse haibyabr, bricht sie aus, schneidetSpar-ge! mn ordentlich, bindet ihn zusammen undkochet ihn ebenfalls nur halb, und daß er feingrüne bleibe, muß erst das Wasser siede» undein wenig Sal» daran geworffe» werben, ehemm ihn hinein schütter; hieraus nimmt maneUl«e rohe Krebse, schneidet denen die Kovffeab, daji das Bittereberaus komme, thut sie ineinen Mörser mit etwas gebaheter Semmel,Eparee! und ein wenig Butter, stößet dieseßalle^i! in, thlits in e>n Töpffgen, aiesset voneer Breche darauf, in welcher der Capaun «e-kochet, nnd lassets kochen; iendlich streichetman es dnrch ein Haar - Tuch zu dem Capaun,den man ji, cm Casserol geleget, leget die auS-geb^cheiw Krebse und den Spargel dazu,wirfft ein stucke Butter darein, und lassetsane durch einander kochen. Ben dem Anrich-ten wird der Capaun in die Schüssel geleget,und der Spargel mit den Krebsen wechsels-weise dahernm, die Brühe darüber gegossen,mib was Krebs-Butter drüber her gesprenget,!>ur einer sauren Limonie: Wenn man ei-neil feil, weiß gekochte» E6p«MIl>'I ein Casserol

Capaun 4ZS

geleget/wird eineganfi saure Limonie zerschnit-te»/^ nebst geriebener Semmel/ Museaten-Blüthen und Ingwer darzu gewerA>n, w eauch ein gut Stücke Butter; sodenn giessetman von der Brühe, darinnen der Capaun e-e-kvchet worden, i:ebst etwaö wenig Wein bi^ u,und lassets fein gemächlich kochen, tl,«r einwenig Saffran daran, undrichtetsalsdeimor-dentlich an. Mir Mujcaten-Dli-rhenund-Semmel-Schnitten! Minlegtteiiienweich-gekochten ^Capaun in ei» Casserol, thut nebstseiner Brühe Musealen-Blüthen und gerie-bene Semmel daran, und sexet ihn uberSFeuer; kur» vorhcro, ehe er anaerichter wer-den loli, leget man ein Stücke Scdmaw dar-an, mmmr gnre Semmel - Schnittgen, röstetsie auf den Rost, welche sodenn bey dem An-richten um den Capaun herum geleatt, undMuleaten- Blüthe» nedA geriebener Semmeldarüber gestreuct werden. Ul-r Nluschelngebraten: Man füllet den Capaun zwischender Haut, und dessen Bauch mit Muscheln,eben wie oben beschriebe», mit Ankern, undbrat ihn den eiuem gelinden Feuer bald gahr,bcstreichet ihn darbey öfftere mit Butter, undsammlet fleißig die davon trieffende Brühe.Hierauf thut man wohlgeputzte Muschelnsamt etwas Schmal«,/ Musealen - Blüthen,' Ingber und Citronen- Schalen in ein Casse-rol, giesset die acsammlete Brühe darzu, se-tzet den Capaun in die Musch In, und läs-set dieses gemach aufkochen. Mit Muschelngekocht: Der Cax»un wird ersr in der Ser-viette fein w. ackocht, darnach thut manwohl und rein gepui-re Muscheln, ein Stü-cke Schmal», klein gehackte grüne Petersilie,Museaten-Bluthen, Citronen-Schalen undgeriebene Semmel zusammen in ein Casserol,giesset gute 6"Mion darauf leget den Ca-paun auch darzu, und lassets über einem Kohl--feuer gemach kochen. Ehe angerichtet wird,nimmt man einige Eyer-Dvtter», eine Mes-ser-Spitze Mehl, etliche Tropffen Eßig, gies-set von der Brühe, so auf den Muscheln ist,etwas darzu und qvirlts durch einander, schüt-tet diese abgezogene Brühe wieder unter dieMuscheln, und lässet es durch einander an-lauffen. Mit Nudeln: Nachdem man msiedend Wasser Nudeln geworffen, und selbi-ge einen Sud thun lassen, hebt man sie vomFeuer, giesset was kaltes Wasser zu, thut sieaus diesem in ein Casserol, schüttet guteFleisch Brühe Mit Museaten-Bl'then! dar-an, le«et den bereits gekochten Capaun dar-auf nnd lässet alieS durch einander kocken.Dieses Gerichte kann mit gebackenen Nndelikgirniret werden. Mit welschen Nüssen?Man wirfft ein Theil geschälte Nüsse in einkaltes Wasset, ferner nimmt man eine Hüner-Brust, ein wenig gedähete Semmel, einStücke Schmalk und etwas Musealen - Blü-then, reibet dieses alles mit eiü wenia sau-ren Rahm ab, giesset Fleilch-Brübe daraus,und lässet es j>ey einem Feuer aufsieden, d>;es denn durch ein Haar-Tuch .icstrich-'tt wird.Endlich schüttet n>an diese ein Cis-

ser»!, leget die Nüsse msd de» Capaun öar-K S eul.