Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
483-484
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Capaun

Capaun

cheus durch ein Haar-Sieb, und giessen dieseBrühe an stat des Eßigs, sauern Rahmsund Weines, mit etwas autcm Wein beydem Anrichten über den nach voriger Art zu-ge' ichtetrn Capaun. Mit Carfiol zufvrderstwird ein zurechtgemachter uud gezähmter Ca-paun dwnckiret, und in ein wenig gesaike-nem Wasser recht weich gekocht, da man in-zwischen den gehörig zubereiteten Carfiv! nurhalb gabr kochet; hiernechst wird beydes, nebstSchmelk - Butter, Ingwer , tta" geriebenerGemme! und etwas guter Fleisch-Brühe ineinem Casserol zum Feuer geseyet,. daß es lan-ge durch einander koche, bis es dicke werde.Bey dem Anrichten wird der Carfiv! ordent-lich um den Capaun herum geleget, derRand mit Semuiei-Gchnittgen garniret, undetwas Muscaten - Blüthen darüber gestrenet:Oder man nimmt stat der geriebenen Sem-mel gebranntes Mehl in Fleisch-Bruhe ganftklar geg'-irit, und ein kleiner Kinder - Löffelsaurer Rahm darunter gerühret. Mit Cafta-nisn gebraten, so man den Capaun abge-draten, auch inzwischen Castanien in einerPfanne gebraten und geschälet, wird beydesju .'in Casserol gethan, mit Muscaten- Blü-then und ein wenig Ingber gewürtzet, diebald im folgenden beschriebene darzugeschüttet, und nachdem noch ein StuckeButter braun gemacht, und ebenfalls hin-ein gegossen worden, alles wshl durch einan-der aekochet, und nachdem aufget?agen.Mir Castanien nekocht: Der zurecht ge-machte und gezähmte Capaun wird in sie-dendem Wasser di-mcimet, hernach in eineServiette geschlagen, und mit Wasser, dar-ein etwas SM gethan worden, zum Feuergeseift, als wodurch er eine schnne weisse Far-be bekommt. Indessen siedet man auch Ca-stanien im Wasser, schälet sie sauber, und le-get sie endlich mit dem abgekochten Capaun,der mit MuscatewBlüthen gewürket, in einCasserol, und lässet es mit folgendernoch einmahl auffochen; es wird nemlicheine Brust von Capaun, oder sin paar Stü-cken Kalbs-Milch klein geschnitten, mit einwenia Schmal uns eingeweichter Semmelabgerieben, welches man in ein wenig !Z»ui>-i->n beym Feuer aufkochet, und hernach durchein Haar-Tuch gestrichen, über den Capaungesuchter Massen gießet, so ists bereitet. M-rCibeben »nd Mandeln: Nachdem der Ca-paun abgekochet!, breunet man etwas Mehlin Butter ein wenig braun, giesset Brühe,Wein und ein wenig Eßig darein, schüttetCibeben und geschnittene Mandeln, inglci-chen ein Stücke Schmalk, Muscaten-Blü-then, Ingber und Citronen - Scheüer darzn,leget den Capaun auch hinein, wirfft, so mattwill, Zucker und Saffran hinzu, und lässetes mit einander kochen. Mit Citronen:Wenn er schön weiß gekocht, sekt man selbi-gen in einen mir Butter bestrichenen Tie-gel, thut Musealen-Blüthen, Ingber, Ci-tronen - Schalen, und klein geriebene Sem-mel daran, giesset von der Brühe, worinnender Capaun gckochet, wie auch etwas guten

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Wein hinzu, so man nun über dies einetreue Scheiben-weiS geschnitten, und «selbiger vorhero das Bittere in Wein auszie-hen lassen, schüttet man diese Scheiben giM,falls zu den vorigen, und lässet es zus«W,^aus dem Kohlfeuer gant; gemächlich ^Capaunen zu dämpffeii: Man schl§Unein gehörig vorbereiteten die FlügelBeine entzwey, besprenget ihn mit Ech,und lässet selbigen also eine halbe StMlieam, lässet aber indessen ein wenigund Butter in einem Casserol heiß weste»-wenn dieses min heiß genug, wirdzver^paun, so vorhero mit grobem SveckgesM,mit Mehl bestreuet und in die heisse BMgeleget, lässet^svlchen so lange dämpffen, di«er überall, jedoch nach und nach braun nq-de, sodenn liesset man eine gutedarauf, wirfft Zwiebeln, Thymian und w-beer-B!ätter in ein Bündgen zusammen-»bunden darein, und lässet es, indem der Al-ge! oder Casserol sehr wohl zugedeckt gehil-ten wird, eine gute weile also kochen, end-lich wird Gewüry, Wein und dasjenige nochhinzu geihan, als Citronen, Oliven, Ar-dellen, Stock-Schwämme, n. s. f. womit ni«idem Cssen einen lieblichen und gefälligen Ge-schmack geben will, da es sodenn, wennd-iBündlein Kräuter heraus genommen >»-den, angerichtet uud aufgetragen werden km.Tapaunen-Mouffa-Ie - Weil man einButter und Speck braun werden lässet, Mder C-pami in Viertel zerschnitten, mhl pkwpffet, mit Salt; besprenget, und so kButter recht braun, auch die Stücken m-hero mit Mehl bestreuet, solche darinnen ge-röstet. Wenn diese nun braun, giesset W»gute Brühe daran, legt, wie nur gemM,das Bündgen Kräuter hinein, thut das ge-wöhnliche Gewürke und etwas Pfeffer dai,»,giesset auch etwas Wein daran, wirfft Arronen - Schalen bey, und lässetbey gelindem Feuer langsam aufkochen, i»ists bereit. Mit einer Eyer-Sosse: Mthut einen weiß gekochten Capaun samt et-was Brühe, darinnen er gelegen, in ei» C«s-servl, würtzet ihn gewöhnlich, , nur mit kei-nem Pfeffer, lässet ihn, nachdem ein m«Wein, wie auch eine aantze Zwiebel und e^liche Lorbeer-Blätter hinzugethan, also«kochen. Imwischen schlägst man ;i Dottern in ein Töpssgen, thut eine WM-spitze rohes Mehl hinein, giesset ei» !'»Tropffen Eßig hinzu, gvirlt es klar,Brühe in das Töpffgen hinzu, gvirlets n»l-!dernm recht klar, d.:A es nicht ziisnmiien i«!se, und giesset endlich die Brühe zu dempaun, an welchen man indeß auch en> MStücke Butter geworffen, der sodenn,alles wohl unter einander verkochet,richtet werden kan. Mit einem Gelder

ttzcki«! <xs wird eine Kalbes -KeulegeM«

und alsdenn das Fleisch alles herunter geW 'ten und kiein zerhacket, dieses thut ma»nach in ein Cassetol, giesset ein NoM »ten Rahm hinzu, und rühret es wohl om 'einander, schüttet annoch ein ha!» ^