Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
465-466
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46; Cafftar CalmuS

Mnne aufgetragen werden kan, und ist ein

ron Silber, Meßing, Printz-Metall, Kuxf-fer oder Ali!» verfertigtes/ auch nur von Viechgetriebenes Geschirre/ auf dreyen hohen müs-sen stehend/ und mit einem, zwey oder dreyHahnlcin, und zweyen Hand-Haben verge-hen, 6) Caffee-Drer, welches entweder einviereckigtes oder achreckigtes / oder aber einoval - rundes laquirres Bret ist, worauf derCnffee-Pott, Schälgen und Kopfgen, Spül-Napff, Caffee-Löffel, Zucker-Schachtel oderMucker-Schale/ und die aeflochrencn Stroh-Teilerieiii zum Caffee geseyet und aufgetra-«en werden. Hierzu gehöret noch 7) die Caf-fte-Nüchseoder Schachtel von Kupffer,Mes-sing oder verzinntem Bleche gemacht/ worin-nen der aebrannte Caffee verwahret wird. «)DerCaffee -Rcsscl, so. ein knpfferner, niit ei-nem Hals und Deckel, Schnauye und Sprie-gel versehener Kessel ist/ worinnen der Caf-fee Mal gekocht zu werden. 9) Die Caffce-Lampe, so ein kleines rundes von Meßing,Zinn oder Bleche verfertigtes Befasse mit ei-nem Tacht versehen, und »lsdenn mit iipiricuv>ni gefüllet, unv bisweilen angezündet unterden Caffee-Pott gesetzet wird, um selbigenaus eine Zeit warm zu erhalten oder gar dar-über aufkochen zu lassen :e.

Cafftar, ober Cafftan, hiesse vor demein langer und sehr weiter, doch ohne Fal-te» gemachter Ober-Rock, wie er von demMoscowitischen Frauenzimmer getragen wor-den ; Bey uns aber nennet man voriyodenjenigen von wollenen oder anderen Zeug,Damak und dergleichen verfertigten lan-gen , darbey mit einem Leib und engenErinew versehenen Uiberwurff, dessen sichguter Bequemlichkeit halber die Mannes-P?rsonen, srat emes Schlaf-Rockes be-diene».

Calamanck, ist guter wollener ein - oderwehr - färbigter Zeug, von unterschiedenerGüte und Sorte, mehr gestreiffr als geblü-wct, dessen man sich vielfältig zu allerleyKleidungen in das Haus und auf die Gassebedienet; Die allerschlechteste und leichtesteArt von Calemanck wird insgemein Sarxe ciek»>5 aeneunet,

Calamnithe, siehe poley.

Caiecurische Hüner, siehe Truthüner.^ Calcnder , siehe Haushaltungs - Ca-lender.

Calmus, Ackermann, oder Acker-V?ury,ist «ine länalichre, etwas platte Wurtzel, wel-che an der ausserlichen Schale gleichsam Glie-derweis abgetheilt, knöpfigt, zasericht undgrauröthlichr, inwendig aber weiß und schwam-migt, auch eines scharffen und etwas bitternGeschmacks und Würtz-Geruchs ist. IhreGute wird daran erkennet, wenn die Sten-gel fein dicke und frisch, auch von den klei-nen Neben- Sprößlein wohl gesäubert seynd,ingleichen so das Marck noch weiß, denn dadieses gllzu alt, wird es aelb und mehlicht,gleich als ob es ron Würmern gefressenwäre. Sie hat lange grüne Blatter, wie dieSchwert-Lilien, nach welchen ein schwarzer,

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ohngesahr drey Zoll langer Kolben kommt,welcher fast dem ausserlichen Ansehen nach,dem langen Pfeffer ähnlich ist. Es wäch-st dieser Calmus, wie Schilff und Ge-röhricht in Teichen und Lachen, und über-haupt, wo es feuchten und schwartzen Grundhat; Sein Geruch aber ist bey weitem nichtso starck, als desjenigen, so auf dem Landewachset, und in Gärten gezogen wird, wel-cher , so bald der Herbst angehet, ausge-hoben , in die Winterung gebracht, undim Merken zur Zeit des abnehmenden Mon-den wieber hinaus gesetzet, auch fleißig be-gossen werden muß, weil er, als ein dur-stiger Bruder, die Nasse ungemein liebet.Die Wurtzel wird im September mit Zu-cker eingemacht, oder damit überzogen undcandiret, ist eine fürtreffliche Magen-Stär-kung , vertreibet die Schmerlen der Lun-gen und Leber, ist sehr gut wider die böseLufft und DerKopffung der Miltz und Brust :c.Es wird dieses der gemeine Calmus genen-net, weil der rechte und' beste Calmus einIndianisches Rohr, und einen weit schär-feren , ja stärckern Würtz - Geschmack hat,als der, so bey uns in Deutschland wäch-set. Ausser diesen, daß der Calmus, wienur erwähnet, candiret, zu einer trefflichenMagen-Stärckung dienet, so lasset sich auchein guter Brantwein daraus machen, indemzu ein Pfund Calmus ein halb Pfund Anisgerechnet, entweder in den Lütter gethan unddieser damit geläutert wird; Oder mannimmt drey Viertel-Psund gedörrten Cal-mus und eben so viel Lackritzen-Holtz, bey-des klar geschnitten, mit weissem Wein Steinund Saltz vermischt, und im übrigen mitBrantewein abgezogen, auch gezuckert, wiebereits bey dem Anis-Brantwein angewiesenworden.

Lameel, ist dasjenige lastbare Thier, sogar ungestalt und in Arabien am meistenanzutreffen, auch zu der Erfindung des Caf-fee Anlaß gegeben haben soll. Mit dessenHaaren, welche sie des Jahres, und zwarbinnen sehr wenig Tagen auf einmahl ge-hen lassen, wird grosser Handel getrieben,immassen man dergleichen in den Manufa-kturen sehr verbrauchet, siehe Natur-l.e-xicon. Was wir aber bey uns Cameel-Haare nennen, das ist das Haar von Per-sianischen Ziegen.

Cameel-Hals, ist eine besondere Art de-rer Narcissen, dessen Beschreibung bey die-sem Wort zu finden,

Camelor, Heisset ein gewisser sauber unddichtgewirckter Englischer Zeug, aus nur ge-dachten Cameel-Haaren, die zuweilen auchmit der Hälffte Seiden vermischet, oder manhat auch eine Art, wo ein Faden von Gold-oder Silber-Lahn mit eingeschlagen, welchessonderlich in der Svnnen eines schöne» AlpsehenS,

Cameral-Wesen, begreiffet diejenige edlsWissenschafft, sammt der daraus fliessendmAnordnung, wie nämlich ein Fürst so wohlseine eigene und Privat-Seconemie, als auch> B; die