^ ^7 Brunnen-Haken Brunnen-Meister
und über oder um dieselben ein Seil oder^ Kerte mit einem Eimer geschlagen ist/ welcherdaran nieteraelassen und wieder aufgezogenV werden kan. Die Röhr-Brunnen bekommen»!>.,' ihrWaster von einer davon enrl^-enen QuelleM unter der Erden durch Röhren, und geben >ol-iK,? ches durch einen perp^endicularaufdie liegende!i. Röhren gezapfften Stander oder andern Auf-«»I ftk wieder von sich. Diese Art ist zwar wohl be-!j/, 7 quem, aber auch ziemlich kostbar. Diese wer-, den noch von den Spring Brunnen, so eineM Art von Rohr-Brunnen sind, «vertrösten.
7 Denn aus denenselben wringet das Wasser>M durch einen natürlichen Fall, oder durch KunstMi! getrieben, aus gewissen Auflätzen, in die Höhe,und wird wieder in grossen Beclen oderL->Mns- aufgefangen; wiewohl darzu nicht allemahlQuell sondern auch, und zwar mehrentheilsFu>ß-Wasser gebraucht wird. Wie solcheWich Spring- Brunnen anzulegen, inaleich^n was''W« man vor Arten in diesem und jenem Falle ge-^ « brauche das Wasser aus einer Tiefe in die Höhezu brinaen, davon kanLeupolds ^K-»rr. ttx-ÄÄ,,' i.sr. p. I. z- u nachneschlagen werden.«>!tt Sie sind eine vortreffliche Zierde der Lnst-Gär-ten, aber darbcy nicht iedermanns Werck, der-w!« gleichen anzule°en und zu unterhalten, wer-i.M den also billig nur solchen Personen überlassen,-iiM weiche nebst einer guten und zu dergleichenWercken bequemen Gelegenheit auch ein hin-»iic la- gliches Vermöaen, und solche EinkünssteG haben, die mit denen Kosten, so man auf dieseund andere Lust-Gebäude wendet, in einer ge-P M messenen Proportion bleiben. Noch eine Artjsch von Röhr Brunnen aiebt es, welche zwar, ^ wie die ordentlichen Schöpff-Brunnen, iedochaber etwas enger aegraben, und mit einemPumpenwerck versehen werden, siehe Pumpe.' . Das Brunnen-Graben ist am besten in denen^ dreyen Monaten, dem Juli», Auguste undi, September, das Räumen aber im April, Majound Iuniv vorzunehmen, und soll, so bald'. ein Brunn ausgegraben und das erste Wasserausgeschöpffet worden, ein Pfund gutes Sal-i l zes, nach acht Taaen aber, wenn man ihnnoch einmahl ausgeschöpsst, nur ein halbes.i Pfund hinein gewo ssen werden. Und eben so" viel soll man auch, so vsst der Brunnen gerauwet wird, jedesmal hinein in denselben werfen.
Brunnen-Haken, wird ein zwey- drey- und- wohl mehr zänckiger Haken genennet, wel-'' ^ chen man in die gefaßten und verdeckten Quell-' i ^ Brunnen zu oberst an die Decken fest zu machen' pfleget, um Sommers-Zeit in der größten Hi-v ize das Geträncke in einem Gesässe daran zuhangen, und eö dergestalt aani; frisch zu erhal-ten. Dessen gantze Beschaffenheit kommet mitt>em so genannten Fleisch - Haken sehr wohl^I>- «berein.
'»? Brunnen-Araut,odervielmehrBrunnen-^ Leber-Lraut,suche Lebcr-Rraut.' Brunnen-Rresse, siehe Rresse.,!>l Brunnen - Meister , Röhren - Meister,' ist ein aus die Brunnen, Wasserleitungen undr' Röhrwercke bestellter Mann, welcher dieselben^ ßeißig in Acht nehmen, die Röhren gangbarerhalten, und össters vermittelst der Plump-
Brunn-Stube 4zz
Stöcke reinigen, die beschädigten und verfaul-ten Rohren wegnehmen, und frische einlegen,vor Winters dieielben, wo sie hoch oder amTage liegen, mit lanaem Miste bedecken, dieStänder mit Stroh 'verbinden, und auf alles,was Mangel hat, bey Zeiten Achtung geben,und solches ausbessern muß.
Brunnen Röhren, oder Wasser-Röhren,siehe Röhren.
Brunnen Seil, siehe oben Brunnen.
Brunn (Quelle, siehe Duelle.
Brunn-Stube, ist ein einaefanaener, ge-nugsam raumlicher Ort, da eine oder mehrAdern einerQue!le,als in einemKemach zusam-men gebracht werden, von denen sie wieder or-dentlich auslauffen. Es wird aber eine Brunn-Stube auf unterschiedliche Art uibereitet.Ams schlechteste wird sie, wie ein Brunn, mitauf ein ander gelegten Steinen rings herumeingefangen, und die erste Röhre mir einemdurchlöcherten Bleche, Seiher oder Durch-schlag vor demselben, darein geleget Obenlieget ein breterner Deckel darüber, der, wieein ander Brunnen Deckel mit Bändern ge-fastet, und in Angeln lieget, oder es wird nurein Bret neben dem andern hingeleget We-gen böser Nachbarschafft und müthwilluerBuben aber beschlösset man sie billia obenhermit einem guten steinernen Gewölbe, welches,nachdem es wohl ausgemauret, mir gutemThon oder sonst starckem Wassrkältigen Lei-men, damit es der Regen und die anlauffen-den Wasser nicht durchdringen und beschädi-gen mögen, überschlagen wird, darauf fernerdie übrige Erde kommt. Darein wird aucheine liegende Thüre von Eichen - oder Erlen-Pfosten gemachet, und ordentlich bey demSchloß mit einem Uiberleg-Bretlein verse-hen , darauf sodenn frische Erden und Rasengeschlagen wird, also, daß man selbigen Platzvon einem Hügel, den die Natur aufgewor-fen, nicht unterscheiden kan, Wer die Unko-sten nicht scheuet, der lässet diese Brunn-Stube fast wie sonst ein Gemach im Hauseräumlich wölben, und Tisch und Bäncke miteinem über der Quelle erhöheten Boden hineinmachen, um zuzeiten eine zulaßigeErgotzungdarinnen haben zu können. In solchem Endewird auch manchmal die Brunn-Quelle abson-derlich überbauet und dieBrunn Stube wiederabsonderUch,und werden beyde mit einerMauerund Thüre unterschieden. Unter der Mauerlaufft die zefaßte Quelle durch in einen steiner-nen ZLosser-Trog, sö mit einem Einlauff verse-hen. Und in demselben Trog ist ferner dasH-iupt Rohr mit dem durchlöcherten Blecheoder Seiher eingelassen. Unten am Boden derBrunn-Stube,wo die Quellen heraus dringen,müssen breite Steine und unter denenselben,gleichsam als Füsse, starcke Kiesel Steine gele-get werden, damit der Quelle Löcher nicht ver-stopffet werden, und aleichwohl die mitunsquel-lende Erde einen Anstoß habe. Die Seirenmau-ern müsse» Ken Quellen auch nicht Kinderlich,u. aufwärts gegen der Erden zu dergestalt wohlverwahret werden, daß keine fremde oder wildeWasser dazu schlagen mögen, welche das gute
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