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Bret-Stamm
Bretzel Britsche 422
denen geben hübsche Tisch - Blätter / und Breyel oder Bretstel, ist die Beneniüinglassen sich gut zu Modelle» gebrauchen. Die eines Gebackens, worzu der Teig auf unter»Achtens Breter dienen zu Fuß-Böden in Stu- schiedene Weise bereitet wird, de>jen ,vorm
den, Kammer» und Korn - Böden, worzu -
«uch die Kiefernen angewendet werden. Die-jenigen Breter, so man in der Haus- undLand- Wirtschafft, in der Küche, am Wagenund Pfluge nöthig Hit/ und Back-Bret,
Fisch-Bret, Topff-Bret, BodenBret,
M'st'Bret, Muh!- oder Molch-Brer undStreich Bret aenennet werden, sind untereines ieden ?',enennunz erklaret zu finden.
Siede Brct Stamm.
Dret-Aloy, siehe Bret-Stamm.
Vrer-!Nüdle, suche Sane-Mühle.
Bret-Nagel, siehe Nagel.
aber bey allen darinnen überein kommt,der Teig etwas lang und rund ausaewälaert,so daß er an beyden Enden viel dünner alsin der Mitte ist; Diese beyden Ende» wer-den etwas lang durch einander seschrenckt,dergestalt, dai? sie zusammen geschlagen unddurch die Mitte gezogen, gleichsam zweyRinge abgeben. Ihren Bey Nahmen be-kommen sie von der Art des Teiges, davonsie genommen, also giebt es Zucker-But-ter- Sadnen- oder Milch -Fasten-Bre-yel», unter denen die letzten die allernn'h-samsten, indem der Teig darzu nicht nur
Brct-Stamm, wird ein wohl- und zu ausserordentlich derb und durch das Brechen
-.'»os wohl gearbeitet seyn muß sondern weil auchdiese Bretzeln gar verschiedene m,hl durch dieHände gehen, und auch im Wasser aesottenwerden müssen, ehe und bevor sie zum Ver-speisen dienen-Drey, siehe Mus.
Breyhahn, suche Vveiß-Bier, und zwarunter dem Wort Vier.
Bricken, werden die marinirten Neun-Augen geqennet. Siehe Neun Augen.
Brille, Heisset man mcht nur das Instru-ment, so aus zwey in Drat, Horn, Schild-Kröten und dergleichen Materie eingesaßtenAugen-Glasern bestehet, und jedesmahl nachden Fehlern und Gebrechen der Anaen einge-richtet seyn muß, daher es geschiehet, daßdiejenige Brille, die dem einen Gesichtetrefflichen Nutzen schaffet, dem andern her-gegen gar nicht dienet, darunter doch diegrünen Gläsernen Augen am zuträglichsten;sondern es führet auch diesen Nahmen derholtzerne ausgeschnittene Sitz, bey den Se-creten oder Abtritten.
Brinellen oder Brunellen, heissen sonsteine Art furtrefflicher Pflaumen, welche zuBrignoles, einer Stadt in Franckreich, undzwar in der Landschafft Provence gewachsen/daselbst geschalet, aufgeschnitten, und nachherausgenommenem Kern, getrocknet, folg-lich in Schachteln oder Kistlein aepackt, undalso weit und breit versendet worden; Heutzu Tage aber werden alle auf solche Art tra-ctirre und getreugte Zwetschaen oder Pflau-men , wenn sie gleich weder Brignoles nocheinen andern Französischen Ort gesehen ha-ben, Brinellen aenennet.
Britsche, so auch Breit-Tusche, Bat-sche oder Tennen Barsche genennet wird,ist ein höltzernes mstrument, womit die vonLeimen zu verfertigende Tennen eingereichetund derb geschlagen werden. Es bestehetsolches aus einem ohnaefähr sünff Viertel-Ellen langen , eine Viertel - Elle breiten,und drey Zoll dicken Stücke eichenen Hol-zes, oder Pfoste, welches in der Mitte odervon derselben etwas aeaen der Hand zu, miteinem schräg nach der Länge heraus gehen-de» , bey zwey Ellenlangen Stiel verse-hen ist.
O a Britsche,
Breton diensam erwachsener Schafft einesBaumes genenuet, woraus etliche B^et-Klö-tzer, auö diesen aber auf einer Schneide- oderSage-Müh>e Kreter von verschiedener Länge,Breite und Dicke geschnitten werden. Esmuß aber ein solcher Stamm nicht wamme-rig, knotig, Eiß klufftig, faul-fleckig , Kern-schälig, noch Kern-ästig seyn, sonderlich dieTanne, in welcher am ersten die Aeste beymSchnitt losgedrücket weiden, und wenn sieheraus fallen, die Breter unwerth machen;So ist auch kein dürrer Stamm oder Wind-Bruch darzu dienlich, Massen die vom Bruchgeschnittene Breter, wenn sie zu Tischen oderSchrancken verarbeitet werden, beständig zuknacken pflegen, indeme der Baum beymBruche dergestalt erschüttert worden, daß ersich zwischen detzen Jahren gleichsam losgeschoben, und dayero dieses Knacken, so offtsolch G-räthe ein wenig geschoben oder gere-get wird, durch Widersekuna von sich hö-ren laßt. So muß auch der Stamm, wenner von Fichten, keine rothe Seite haben,welches daher zu kommen pflegt, wenn derStamm in seiner Zugend zum Pech-Schabengerissen oder gelochet, item wenn er abge-hauen worden, und solcher Hieb nach undnach wieder zugelauffen/ so giebt es etlicheEllen in dem Stamm hinauf, durch die Aus?fliessmig des Safftes oder Hartzes aus diesemHiebe einen rothen oder gleichsam todtenFleck, welcher alsdenn keine reine oder taug-liche Breter macht. Die Bret-Stämme oderauch die abgeschnittene Bret-Klötzer sollennicht allzu lang in ihrer Rinde auf blosser Erdeund in der Feuchtigkeit liegen bleiben, weilsie sonst leicht unter der Rinde im Splintblau anlauffen oder gar verstocken, und alsogantz und gar untüchtig zum Bret-Schnei-den werden; Woferne sie aber ja liegen sol-len, muß man solche auf Träger legen, unddie Rinde davon abschälen, an, allerbestenaber ist es, daß Ml'n sie gantz frisch schneide,weil die Breter alsdenn weit dauerhaffterfind, als die, so von alten und langgelege-nenKlökern geschnitten worden. Und diesesalles ist auch bey denen Klötzern, worausPfosten oder Bohlen geschnitten werden sol-len/ in acht zu nehmey.