Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
419-420
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4l? Brem se Breun -Kolbe

so hat man eine Salbe, darein man einenwsüenen Hader wcrssen, und die Pferde andenen Orten, wo die Bremen serne hinsi-tzen , als an dem Schlauch, hinter demSchweiff, neben den Augen, und an andernOtten damit abstreichen darss, so kommt keineBreme noch Fliege darauf: Oder man kanauch Tann Japffen im Wasser sieden, einWisch - Tuch darein tuncken, und die Pferdeoder das Rind-Vieh damit abwischen.

Bremse, ist ein Instrument von Eisen,welches gleich einer Feuer-Zange ist, und auszweyen langen und eingekerbten Theilen be-stehet, so oben mit einer ^kzrnier- an einan-der hängen; mit diesen klemmen die Schmidtsdenen Pferden die Nasen ein, daß sie stillestehen müssen, wenn man eine gewaltsameOperation mit ihnen vorhat. Man hat auchhölkerne Bremsen, welche oben mit einemLeder zusammen gebunden sind, und ebendergleichen Dienste thun, als die eisernen,nur müssen diese keine scharsse Ecken haben.

Brenner, wird der Brand im Getraideund an Wein - Stöcken genennet. SieheBrand.

Brenn Erde, siehe Torff.

Brenn-Haus, wird ein sperre zumBran-tcweinbremien aufgeführtes oder nur einge-richtetes Gebäude genennet, worinn Blasen,Kühl-Fässer, Einmach-Fässer und andere Be-sässe und Augehörungen ihre gewisse und be-queme Stell« haben. Es soll Feuer-feste ge-bauet, und entweder selbst mit einer Pumpe,»der wenigstens mit einem Ständer und Röh-ren versehen seyn, welche von einer nächstge-legenen Pumpe das Wasser durchs Pumpenempfanget!, und solches wieder in die Blaseund andere Gesässe, durch den Ständer-Gmlauch von sich geben, damit man das be-nöthiate Wasser nicht erst aus eine beschwerli-che Art hinein schleppen dörsse. Siehe obenBrantewein-Brennerey, Auch heißt beyandern Brenn-Wercken das Haus,wo dieOesensind, z. E. bey denen Töpfern, das Brenn-Haus.

Brenn Holy, siehe Holy.

Brenn-Rolben, wird zwar insgemein dasganee Gesässc, darinnen man zu destillirenund die so genannte gebrannte Wasser odersonst einen!>?>rirun> dadurch abzuziehen Pflegt,genennet, es Heisset aber insonderheit nureiaentlich dasjenige Stück also, darein dieMtterie, so abgezogen werden soll, gethanwird. Es ist solches ein rundes, mit einemweiten Bauche versehenes, oben aber etwasenaer zuiammenlauffendes, von Glas, Thon,Bley, Zinn oder Kupffer gemachtes Gefässe,mit einem Halse, damit der Helm, durchdessen Schnabel das gebrannte oder abgezo-gene Wasser in den davor gestellten Recipienrenoder Vorlage ablauffen muß, darauf geseketwerden könne. Die von Glas, und dennhiernächst die von Thon verfertigte und wohlverglasurte Brenn-Kolben, dienen am be-sten zu denen Chymischen Operationen, hin-gegen taugen die bleyernen Kolben mit zm-nttnen Helmen, oder die küpfferiien, wenn

Brenn - O fenBre t 4,0

sie wohl verzinnet sind,!,um gemeinen WM-und Branteweinbrennen am besten.denen küpffernen ist oben unter dem Mx»viaft bereits Erwähnung geschehen, Diegläsernen Kolben werden durch heißgetrieben, und das Heisset ein Marien-B,H,'IZaweum Mzrics; Die bleyernen und erdmmaber werden in Sand oder Asche gesetzi, ^das wird sodenn eineCavelle genennet Be»beyden Arten werden die Materien, »m ei-nem darunter aemachten Kohl- Zeun m ge-höriger Hitze gehalten.

Brenn-Ncssel, siehe Nessel.

Brenn-Ösen, wird der Ofen bey ei«iZiegel-Scheune genannt, darinnen allMSorten Steine und Ziegel gebrannt werde,Ungleichen bey denen Töpfern. Siehe Zie-gel-Vsen.

Brenn-Zeuy, darunter werden die Brenn-Kolben mit ihren Helmen, oder die Blase»mit ihren Hüten, Röhren, Kühl-Fässm,Recipienten oder Vorlagen, nebst denen dDgehörigen Oeftn :c. verstanden.

Breit-Tusche, siehe Britsche.

Bret, ist ein dünnes, breites und lanWStücke Holtz, welches auf einer Säge-Mnhleaus einem dicken Baum geschnitten wird,und dessen Nahmen sich theils nach demBaum, woraus es verfertiget worden, kWnach der Länge, Breite und Stärcke richtet,Also sind die gemeinsten Breter, Fichtem,Tannene, Föhrene und Kiehn-Föhrene oderKieferne, Eichene, Lindene, Ahornene, Bö !chene, Rüsterne und dergleichen. Auf den jandern Fall sind es entweder Spünde Bre-ter, welche gemeiniglich sechs bis neun Mn,zwölff bis sunffzehen und mehr Zoll breit, undeinen guten Zoll, auch wohl fünffViertel IÄanderthalben Zoll dick sind, damit sie nach sGefallen auf den gantzen oder halben Spundausgezogen werden können! oder gemeineBreter, so man auch Beschläge-Brtt« 'nennet, welche von ungleicher Länge, etc«wie die Spünde-Breter. aber nur acht biizehen Zoll breit, und ohngefähr Drevvier-tels-Zoll dicke sind. Die Tischer oder Schrei-ner brauchen noch dünnere Breter zu ihmArbeit, welche sie Herren - Breter nennen,Diejenigen aber, so auf den Seiten des Met-Klotzes abgeschnitten werden, und folglich^was von der Baum-Kante behalten, beMman Schwarten - Breter. Von LichMBretern werden Kästen, Laden, Schräme,Thüren und Fenster-Rahmen gemacht. MBuchenen und Ahornenen, werdenTisch-Blätter, und aus Birckenen allerhanmusicalische Instrumenten verfertiget. D« ^Ellernen oder Erlenen Breter dienen jiunl-merwährender Nässe, als Fisch Kästen, M iFängen und dergleichen. Die Rüstern» jBreter pflegen d>e Müller gerne zu ldrenWasser-Rad-Schauffein zu gebrauche» / ?'sie aber dergleichen nicht haben können,sen sie Tännene darzn nehmen, welche ssonsten, weil sie leicht und zart, ;uKuffern, Laden, Schräncken und dM«-chen verarbeitet werden. Die Aspen- M ^